DJV wählt Katrin Saft von der „Sächsischen Zeitung“ in den Deutschen Presserat

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Katrin Saft, leitende Redakteurin bei der "Sächsischen Zeitung", ist vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV) erneut in den Deutschen Presserat gewählt worden. Das meldet das Blog des sächsischen Landesverbandes des DJV (Titel: "Verbandstag: Katrin Saft in Presserat gewählt"). Dort heißt es in einer Meldung vom 9. November 2010:

"Sie arbeitet bereits seit vier Jahren in dem Gremium, dass sich als Selbstkontrollorgan der Deutschen Presse versteht."

Katrin Saft, DJV-Mitglied und auch stellvertretende Vorsitzende im Presseclub Dresden, ist eine von insgesamt sieben DJV-Vertretern in dem Gremium. Der Deutsche Presserat ist die freiwillige Selbstkontrolle der deutschen Presse - er behandelt Beschwerden von Bürgern auf Basis des Deutschen Pressekodex, quasi dem "Ehrenkodex für Medienvertreter" (Wikipedia). Seine Rügen und Mißbilligungen sind ohne konkrete Konsequenzen, haben sollten aber große psychologische Wirkung haben.

Auch Dresdner Zeitungen haben sich immer mal wieder Rügen (das schärfste Instrument des Presserats, die anderen sind Hinweise und Mißbilligungen) eingefangen. Und jetzt raten wir mal alle gemeinsam, welche Dresdner (bzw. sächsische) Zeitung die Hitliste der Maßregelungen des Presserats der vergangenen zehn Jahre anführt?

Hier eine kleine Zusammenstellung aus der Chronik der Rügen:

"Dresdner Morgenpost": 5 Rügen (2007, 2004 (2x), 2003, 2001)

"Sächsische Zeitung": 4 Rügen (2010, 2009, 2005, 2003)

"BILD Dresden": 1 Rüge (2005)

Wobei: Zieht man die überregionale "BILD"-Zeitung als Maßstab heran, sind fünf oder vier Rügen in zehn Jahren nicht viel. Andererseits sind  "Freie Presse Chemnitz", "Leipziger Volkszeitung" oder "Dresdner Neueste Nachrichten" in der Rügen-Liste überhaupt nicht zu finden. Einzig die "Chemnitzer Morgenpost" vertritt Sachsen im Jahr 2003 noch einmal und teilt sich also auf Sachsen-Ebene den "dritten Rang".

Hier die Übersicht der Dresdner Lokalzeitungen aus der Rügen-Chronik mit Aktenzeichen und der Ziffer des Pressekodex (hier als PDF einsehbar), gegen den die Zeitungen verstoßen haben:

2010:  "SÄCHSISCHE ZEITUNG" (0524/10/1) - nicht-öffentlich - Ziffer 8 (Flurfunk Dresden berichtete)
2009: "SÄCHSISCHE ZEITUNG" + ONLINE (BK2-49/09) Ziffer 8 -nicht-öffentlich- (Flurfunk Dresden berichtete)
2007: "DRESDNER MORGENPOST" (BK1-327/06) Ziffer 8
2005: "SÄCHSISCHE ZEITUNG" (BK1-203/04) Ziffern 2 und 8 und "BILD" (Dresden) (BK2-202/05) Ziffern 8 und 11
2004: "DRESDNER MORGENPOST" (BK1-107/04) Ziffer 8 und "DRESDNER MORGENPOST" (BK2-158/04) Ziffer 8
2003: "DRESDNER MORGENPOST" (B1-57/03) Ziffer 8 und "SÄCHSISCHE ZEITUNG" (B1-115/03) Ziffer 2
2001: "DRESDNER MORGENPOST" (B 121/01) - nicht öffentlich - Ziffer 8

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