Ausriß aus "BILD Dresden" vom 6.2.2012

Um mal dem Gerücht zu widersprechen, wir würden immer nur die “Mopo” kritisieren, hier ein Lesehinweis zu einer kritischen “BILD”-Geschichte:

Das Dresdner Kulturportal Musik-in-Dresden.de regt sich über einen Text in der “BILD Dresden” vom 6.2.2012 auf. “BILD”-Autor Jürgen Helfricht hatte eine Schülergruppe (16-17 Jahre) in die Semperoper begleitet – gegeben wurde “Lulu”. Überschrift in der Dresdner “BILD”: “Schüler gucken blutige Huren-Oper”.

Martin Morgenstern, Gründer und Chefredakteur von “Musik in Dresden” schreibt:

“Wer es übers Herz bringt und den strunzdämlich konstruierten Artikel konsumiert, für den bieten sich zwei Lesarten für diese Entgleisung an: entweder Helfricht war schlicht zu bratzlich, hat die ungemein kluge, beileibe nicht vordergründig provozierende Inszenierung einfach nicht verstanden und sich hernach irgendetwas ausgedacht, um die Krawallquote der Redaktion auch im Kulturteil brav zu erfüllen…. Oder er hat tatsächlich eine Ahnung bekommen, wovon der Regisseur eigentlich erzählt – nämlich der Tragik einer wollüstig geifernden Gesellschaft, in der ‘Jungfrauenaktien’ gehandelt und individuelle Reizschwellen immer weiter und weiter verschoben werden -, dann aber trotzdem den blutrünstigen Titel gewählt, ohne sich im Klaren zu sein, wer hier gerade wen karikierte.”

Die Kritik bei Musik in Dresden trägt den Titel: “‘Schüler gucken blutige Hurenoper’“.

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