Die Landespressekonferenz Sachsen hat ihren jährlichen Negativpreis “Tonstörung” an den Sprecher des Sächsischen Innenministeriums Frank Wend vergeben. In einer dpa-Meldung (u.a. zu finden bei SZ-Online und DNN-Online) heißt es:

“Wie die Landespressekonferenz Sachsen (LPK) am Mittwoch mitteilte, habe Ministeriumssprecher Frank Wend vor allem im Zusammenhang mit der Debatte um die Funkzellenabfrage bei Anti-Nazi-Demonstrationen in Dresden sowie der Zwickauer Terrorzelle selektiv informiert.”

In der Meldung heißt es weiter, die LPK wende sich entschieden gegen die Bevorzugung einzelner Medien und bezeichnet die selektive Beantwortung von Fragen als “unprofessionell”. Harter Tobak. Laut dpa-Text haben Wend und seine Mitarbeiter die Kritik allerdings zurückgewiesen mit dem Hinweis, dass in bestimmten Fällen auch die Belange anderer Behörden zu berücksichtigen seien.

Die bisherigen Preisträger der “Tonstörung” samt Auszügen aus der jeweiligen Begründung finden sie in einer Tabelle im Buch “Medien in Sachsen” auf Seite 43 – hier geht es zum kostenlosen PDF (9,8 MB).