Lesehinweis: Das Bildblog berichtet, dass der Deutsche Presserat eine Missbilligung gegenüber den “Dresdner Neueste Nachrichten” ausgesprochen hat. Grund: Die Aktion “Chefredakteur für einen Tag” mit dem Vorstandsvorsitzenden der Krankenkasse AOK Plus, Rolf Steinbronn.

Im Blidblog ist zu lesen:

“Der Beschwerdeführer fand insgesamt acht Artikel, in denen er das Gebot der klaren Trennung von Redaktion und Werbung verletzt sah. Der Chefredakteur der ‘DNN’, Dirk Birgel, betonte in seiner Stellungnahme, dass die Veröffentlichung weder von dritter Seite bezahlt noch durch geldwerte Vorteile belohnt worden sei. Auch ein Kopplungsgeschäft liege nicht vor.”

Die Missbilligung ist die zweitschärfste oder auch -schwächste Maßnahme, die der Presserat zur Verfügung hat. Die schärfste ist die öffentliche Rüge, die die Medien zum Abdruck verpflichtet; die schwächere Maßnahmemöglichkeit des Gremiums ist der Hinweis.

Aus der Missbilligung ergeben sich für die “DNN” keinerlei Konsequenzen – außer vielleicht, dass man in Zukunft noch etwas genauer hinschaut, wen man zu der ansonsten eigentlich ziemlich guten Aktion einlädt bzw. was die Person in der Zeitung so zum Ausdruck bringt. Der Presserat selbst veröffentlicht gewöhnlich die Rügen – die Veröffentlichung im Bildblog dürfte dann wohl auf den Beschwerdeführer zurückzuführen sein.

Die ganze Geschichte ist im Bildblog nachzulesen, Titel: “Gesünder Werben mit AOK Plus“.

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