Neues Nachrichtenportal für die Landeshauptstadt: „Menschen in Dresden“

Screenshot von "Menschen in Dresden"

Screenshot von "Menschen in Dresden"

Seit Mitte November gibt es ein neues Nachrichtenportal in der Landeshauptstadt. Es heißt: "Menschen in Dresden".

Kopf hinter der Website ist Winfried Schenk mit seiner Wins Media UG.

Der 58-Jährige gebürtige Neuruppiner ist in der Medienbranche kein Unbekannter. Lange Jahre hat er als Redakteur für Politik und Wirtschaft bei der "Thüringischen Landeszeitung" ("TLZ") und der "Thüringer Allgemeine" ("TA") gearbeitet, hat aber auch schon für die WAZ-Gruppe als Berater in Bulgarien, Ungarn und Serbien dortige Lokalredaktionen aufgebaut, Zeitungen und Onlineauftritte überarbeitet. Zuletzt, bis zum März vergangenen Jahres, war er der Onlinechef der Zeitungsgruppe Thüringen.

Da er schon seit vier Jahren in Dresden lebt und nun das pendeln satt hat, hat er hier das neue Projekt gestartet. Die Begeisterung für die Stadt ist ihm anzuhören: "Hier ist deutlich mehr los als in Erfurt". Da fehlte ihm ein Nachrichten-Angebot mit Stadtthemen für die Internetnutzer, die keine Bezahlschranke überwinden wollen. "Ich bin sicher, dass es ausreichend Lese- und Informationsbedarf gibt und dass auch der Werbekunde in einem interessanten lokalen Umfeld seine Onlinewerbung sehen will", sagt Schenk und sieht trotz der vielen Medienangebote in Dresden noch Platz für sein Portal. Für die Nachrichten ist er im Moment noch allein verantwortlich, für einige Rubriken gibt es schon Mitstreiter. Davon werden aber noch weitere gesucht.

Perspektivisch ist eine ausgewogene Berichterstattung geplant, Schenk: "Alles außer Sport. Sport ist sehr ressourcenintensiv und schwer zu vermarkten." Besonders am Herzen liegen ihm die Stadtthemen, über die geredet wird - hier will er so viel wie möglich Hintergrundmaterial einsammeln und zur Verfügung stellen. Dazu gehört auch immer ein Forum zum diskutieren.

Außerdem wichtig, die Firmenwelt – ein Bereich für Firmennachrichten - egal ob es die Bäckerei mit neuer Technik, der Handwerksbetrieb mit einem gefundenen Nachfolger oder Infineon mit neuem Vorstand oder einer Akquisition ist. Nach seiner Ansicht erfährt man von Firmen sonst nur über die Werbung, das sei zu einseitig und zu wenig.

Über Besucherzahlen auf der Seite zu reden, lohnt jetzt noch nicht. In zwei Jahren soll die Seite wirtschaftlich funktionieren. Dieses Ziel hat sich Schenk selbst gesetzt.

Menschen in Dresden gibt es unter: www.menschen-in-dresden.de und natürlich auf www.facebook.com/menschenindresden und www.twitter.com/meindd.

Gastbeitrag von Jan Frintert, Textwerkstatt Dresden

4 Kommentare
  • Wolfgang Schweiger
    Januar 11, 2014

    Zitat:
    Außerdem wichtig, die Firmenwelt – ein Bereich für Firmennachrichten – egal ob es die Bäckerei mit neuer Technik, der Handwerksbetrieb mit einem gefundenen Nachfolger oder Infineon mit neuem Vorstand oder einer Akquisition ist. Nach seiner Ansicht erfährt man von Firmen sonst nur über die Werbung, das sei zu einseitig und zu wenig.

    Ist klar, aber Achtung: Aus anderen Regionen der Welt habe ich gehört, dass es da so was wie PR bzw. Pressearbeit gibt. Aber zum Glück würden sich die Dresdner Zeitungen auf so was Undurchsichtiges wie einlassen. ;-)

  • Steffen Peschel
    Januar 13, 2014

    Ich finde seine Herangehensweise mutig und wichtig! Beachtenswert finde ich, dass er auf seiner Seite ein eigenes Blog betreibt und da auch richtig bloggt! Davon können sich sehr viele Medienmacher was abkucken. http://www.menschen-in-dresden.de/ansichten/winfried-schenk/ - Ich wünsche ihm auf alle Fälle sehr viel Erfolg, auch wenn ich persönlich auch skeptisch bin, dass das über Werbung finanzierbar ist, aber ich lasse mich gern davon überzeugen.

  • Daniel B.
    Januar 16, 2014

    Interessant, auch wenn ich ebenfalls skeptisch bin dass sich das Portal mal über Werbung finanziert. Zumindest finde ich den Auftritt sehr erfrischend und ohne großen Schnickschnack, schick. Ob wir es in Dresden brauchen steht auf einem anderen Blatt. Viel Erfolg wünsche ich ihm.

  • Andi
    Februar 5, 2014

    Schade, hab das Blog anfangs mit Wohlwollen und dem großen Output gern verfolgt.

    Aber ein komplett vorgeschriebens PR Interview mit einem Musiker mit etwas umgeänderten Fragen dann als eigenes Gespräch auszugeben, ist für einen ehemaligen Redakteur ein Offenbarungseid. Oder sind wir inzwischen so weit, dass das keinen Menschen und Journalisten mehr juckt? Und über Medienkontor und solche Fake-Interviews müsste man eigentlich auch Mal reden....

    vgl:
    http://www.menschen-in-dresden.de/2014/nik-p-stern-lag-jahrelang-im-archiv-gelang-etwas-ganz-besonderes/

    (...)Wir haben die Gelegenheit genutzt und ein bisschen mit ihm geplaudert.

    Einen wunderschönen guten Tag, Nik P. Ist Dresden ein gutes Pflaster für Deine Musik?

    Meine Band und ich hoffen auf viele Fans, die uns an diesem Abend besuchen und ich denke, dass wir für richtig gute Stimmung sorgen werden. Wir sind in der Schlagerszene als die rockigste Band bekannt und dementsprechend präsentieren wir uns auch dynamisch und kraftvoll auf der Bühne.

    PR-Mitteilung Medienkontor:

    Hinweis: Das Interview darf ganz oder auch in Teilen abgedruckt werden, gerne auch unterm Namen des jeweiligen Redakteurs.

    Was erwartest du von dem Dresdner Konzert an sich, den Fans und der Stimmung?
    Meine Band und ich hoffen auf viele Fans, die uns an diesem Abend besuchen und ich denke, dass wir mit unserer Musik für richtig gute Stimmung sorgen werden.

    Was dürfen die Fans von deiner Bühnenshow erwarten?
    Wir sind in der Schlagerszene als die rockigste Band bekannt und dementsprechend präsentieren wir uns auch dynamisch und kraftvoll auf der Bühne.

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