„Auf meinem Einkaufszettel steht Obst“

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Es folgt ein schönes Beispiel für anlasslose Berichterstattung mit besonderer Tiefe, die in der Flurfunk-Redaktion für erhebliche Erheiterung sorgte: Gefunden haben wir diese "Perle des Lokaljournalismus" in der Dresden-Nord-Ausgabe der "Sächsischen Zeitung" vom 15.9.2015. Unter dem Titel "In Striesens Kaufland ist einiges anders" beschreibt die Autorin ihren spannenden Freitagabend-Einkauf in einem Dresdner Supermarkt.

Da steht beispielsweise Folgendes:

"Es ist 18.30 Uhr, als ich mit dem Auto die Tiefgarageneinfahrt ansteuere. Reinzukommen ist kein Problem, nur rauskommen ist etwas schwieriger: An der Ausfahrt reiht sich ein Auto ans andere."

 

"Kaum bin ich den Tiefen des Parkplatzes versunken, suche ich nach einer freien Lücke. 270 Plätze gibt es und jeder ist mit zwei Lämpchen ausgestattet. An den Decken leuchten in diesem Moment nur rote. Sie signalisieren: Dieser Platz ist belegt."

 

"Nach einer Dreiviertelstunde ist mein Einkaufswagen voll. Doch mir fällt ein, dass ich etwas vergessen habe: Trockenfrüchte. Ich frage eine Mitarbeiterin. Sie überlegt kurz und dirigiert mich dann geschickt einmal zurück zur Obst- und Gemüseabteilung."

 

"Ich habe die Hefe für den Kuchen vergessen. Ich parke meinen Wagen am Rand. Unzählige andere stehen dort herrenlos."

Sie sind jetzt sicherlich total gespannt, wie's weitergeht: Kauft die Autorin noch die Hefe? Wird sie etwas an der Kasse vergessen? Und wird sie ohne Probleme die Ausfahrt aus der Tiefgarage meistern?

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel liegt hinter der Bezahlschranke. Er steht nur exklusiv zahlenden "SZ"-Kunden zur Verfügung ...

 

2 Kommentare
  • Jo Johanson
    September 18, 2015

    oooch- immer so ein Gemecker. Ich habe mich über die Abwechslung gefreut. Endlich mal ein intensiv recherchierter Bericht über das Innenleben eines Supermarktes. Diese beinahe täglichen Geschichten über exklusive und knappe Wohnungen und Immoblien-Tipp-Top-News sind mir zu aufregend.

  • stefanolix
    September 19, 2015

    Bezahlschranken haben oft eine Nebenfunktion: Besonders schlechte Artikel oder auch PR-gesteuerte Artikel im Netz zu verbergen. Die Arikel können ja hinter der Bezahlschranke nicht öffentlich verlinkt werden und das Zitieren in allzu großem Umfang ist urheberrechtlich sehr bedenklich.

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