Pegida: Facebook-Seite mit über 200.000 Fans dauerhaft gelöscht

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Screenshot der "neuen" Pegida-Seite mit bereits 3.884 Fans (Stand: 23.7.2016, 1.30 Uhr)

Screenshot der "neuen" Pegida-Seite mit bereits 3.884 Fans (Stand: 23.7.2016, 1.30 Uhr)

Das war's dann wohl: Die Facebook-Fanpage von Pegida mit zuletzt über 205.000 Fans ist offenkundig dauerhaft gelöscht worden. Unter dem bisherigen Seitenlink facebook.com/pegidaevdresden findet sich zwar eine Facebook-Seite - allerdings mit deutlich weniger Fans (zur Stunde: 3.884) und deutlich anderen Inhalten.

So schreibt der Seiten-Admin:

"Hier ist es nicht mehr gestattet mit Fakenamen zu Trollen. Sachlich differenzierte Kommentare sind willkommen. Sperrung und weitergabe an Facebook ist die Folge für Hetz und Fremdenfeindliche Kommentare. Facebook Admin Team"

Sprich: Der Seitenname ist gleich nach Löschung durch Facebook von jemanden erneut angelegt worden, der offenkundig ganz andere politische Ziele verfolgt. Die gleiche Person hat auch einen Screenshot geteilt, in dem die erfolgreiche Meldung der Pegida-Seite an Facebook dokumentiert ist.

"Es ist endgültig"

Mopo24 hatte noch am Abend berichtet, dass die Seite erneut von Facebook gesperrt worden ist – und spekuliert, dass die Seite wie bei der ersten Sperrung vor wenigen Tagen bald wieder da sein könnte (mopo24.de vom 22.7.2016: "Facebook-Seite von Pegida schon wieder gesperrt"). Falsch spekuliert.

Bei n-tv.de ist dagegen inzwischen zu lesen:

"Die Facebookseite des islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses ist offenbar übernommen worden. 'Zeig Rassismus die Rote Karte', prangte am Freitagabend auf der Seite, die Unbekannte offensichtlich nach der Entfernung der 'offiziellen' Pegida-Seite durch Facebook mit dem alten Namen neu angemeldet hatten. 'Es ist endgültig! Pegida wurde von Facebook gesperrt. Und damit der Lutz (Bachmann) nicht mehr auf dumme Gedanken kommt hab ich mir die Facebookadresse (...) gesichert', hieß es in einem Post."

Titel der n-tv-Meldung: "Unbekannte kapern Pegida-Facebookseite".

Die Pegida-Organisatoren versuchen nun über ihre Privatprofile, ihre Anhänger auf alternative Seiten bei Facebook zu leiten. Ob man aber langfristig wieder die alte Fanzahl zurückbekommen wird - wir bezweifeln es.

Bitte berücksichtigen Sie zu dem Thema auch unsere Einschätzung vom 19.7.2016: "Einige Anmerkungen zur Facebook-Sperre für Pegida".

 

1 Kommentar
  • Hans Beilich
    Juli 24, 2016

    Meinungsfreiheit wird zu Grabe getragen.
    Endet das in türkischen Verhältnis.

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