Medien 360g: MDR startet Online-Portal zu Medienkompetenz

Heute ist das neue Online-Portal des MDR zum Thema Medienkompetenz online gegangen (vgl. Flurfunk vom 6.2.2017). Es trägt den Titel 360g und möchte dazu animieren, einen 360-Grad-Rundblick auf die Medien zu werfen, anstatt nur einen Blickpunkt einzunehmen.

Screenshot von 360g

Die Idee des Projekts erklärt Boris Lochthofen, der als Direktor des MDR-Landesfunkhauses Thüringen für das Projekt zuständig ist, wie folgt:

„Wir wollen einen neugierigen Blick auf die sich stetig verändernde Medienwelt werfen und einen Beitrag zur Orientierung in der digitalen Medienvielfalt leisten. Wir glauben, dass eine Abbildung der Vielschichtigkeit von Medienthemen von einer Redaktion oder durch einen Erkläransatz kaum geleistet werden kann. Deshalb setzen wir auf Zusammenarbeit und werden gemeinsam mit Partnern innerhalb und außerhalb des MDR und der ARD kooperieren, um möglichst viele Aspekte aufgreifen zu können.“

Auf der Website selbst wird als Ziel ausgelotet, nach und nach ein Content-Netzwerk mit ganz verschiedenen Kooperationspartnern aufzubauen. Dabei setzt das Portal auf multimediale Inhalte. Video-, Audio- und Textbeiträge werden auf der Plattform vereint. Die Beiträge werden dabei unter anderem in die Kategorien #Zeitgeist, #Leitplanke, #Kritiker oder #Wissen eingeordnet.

Was sind Social Bots?

Content-Netzwerk – hatten wir das nicht schon mal? Richtig! Auch das Jugendangebot Funk bezeichnet sich so. Scheint wohl ein neuer öffentlich-rechtlicher Trend zu sein... Und nicht nur die Hashtags in den Kategorien weisen darauf hin, dass sich wohl auch das Projekt des MDR eher an eine jüngere, aber zumindest netzaffine Zielgruppe richtet.

Inhaltlich deckt das Portal dabei ein breites Spektrum rund um die Mediennutzung ab. So erklärt das Portal nicht nur kontroverse Themen, wie die Entstehung von Fake News, sondern beantwortet auch alltägliche Fragen der Mediennutzung: Was sind Social Bots? Wie präsent ist Datenschutz in den Köpfen der Nutzer? Und wie funktioniert eigentlich Blindenschrift?

In Zeiten, in denen die Medienkompetenz und das Vertrauen in die Medien nicht gerade besonders hoch ist, ist diese Seite sicher ein wichtiger Schritt. Besonders die Texte sind zwar teilweise noch ziemlich kurz und nicht immer vielsagend, aber wir wollen dem Projekt doch fairerweise ein wenig Anlaufzeit zugestehen. Benjamin Kutz

Transparenzhinweis: Peter Stawowy, FLURFUNK-Herausgeber, hat bei einer 360g-Produktion (noch nicht publiziert) als Autor mitgewirkt. 

1 Kommentar
  • Matt
    Februar 9, 2017

    Schade, dass man den Namen so gewählt hat, dass Verwechslungsgefahr mit dem ebenfalls kürzlich neu erschienenen Printprodukt "360GRAMM" ( http://360gramm.de/ ) besteht. Zwei Medienangebote, beide aus Sachsen, beide abgekürzt gerne "360G" geschrieben... Wenn das G des MDR-Angebots für "Grad" statt "Gramm" steht, warum hat man sich dann nicht bei dem Logo für das Grad-Zeichen entschieden? 360° sieht doch auch nett aus.

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