Journalismus, der sich in der Aufmerksamkeitsspirale verliert

Lesehinweis: Im seinem Blog Medienrealität hat Prof. Dr. Michael Meyen vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München (IfKW) einen bemerkenswerten Beitrag über den Zustand des deutschen Mediensystems veröffentlicht.

Zitat:

"Dass sich der Journalismus in der Aufmerksamkeitsspirale verliert, bedroht die Demokratie. Emotion statt Analyse, Prominenz und Königskämpfe anstelle von Alltag und sozialen Brennpunkten, Liveticker und Echtzeit-Journalismus statt Hintergrundberichterstattung. (...) Der Journalismus hat sich schleichend von seiner Informationsfunktion verabschiedet, und wir haben es nicht gemerkt, weil wir gut unterhalten werden und gebannt auf die nächste Sau warten, die in der Talkshow quiekt."

Und weiter:
"Ein Massenmediensystem, das sich nur noch selbst beobachtet und vor allem die Konkurrenz ausstechen will, kann nicht (mehr) das bieten, was eine demokratische Gesellschaft braucht. Darüber muss man sprechen, ganz unabhängig von der AfD."
Titel des Beitrags von Prof. Meyen: "Das Fernsehen, die Presse und die AfD".

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