LVZ startet eigene Wirtschaftszeitung

Es scheint ein Marktsegment zu sein, von dem sich die Verlage noch etwas versprechen: gedruckte Wirtschaftszeitungen. Nach der Sächsischen Zeitung, die seit 2015 das Magazin Wirtschaft in Sachsen (vgl. FLURFUNK vom 23.4.2015) herausgibt, bringt am Freitag auch die Leipziger Volkszeitung (LVZ) einen eigenen Wirtschaftstitel auf den Markt.

Die Wirtschaftszeitung kommt mit einer Startauflage von 20.000 Stück, hat 32 Seiten im kleinen rheinischen Format und soll zunächst etwa quartalsweise erscheinen – die nächste Ausgabe, heißt es, sei für den Oktober geplant.

Redaktionsleiter ist der langjährige LVZ-Wirtschaftschef Ulrich Milde, der seit April in der passiven Phase der Altersteilzeit ist und auf Honorarbasis arbeitet. Unterstützt wird er von einem ebenfalls pensionierten Kollegen, einem Freelancer – und der Leipziger Medien Service Gesellschaft, der Corporate-Publishing-Tochter der LVZ. Die ist für das Layout und weitere technische Dienstleistungen zuständig.

Ausdrücklich betont man bei der Wirtschaftszeitung der Leipziger, es handele sich um ein "redaktionelles Produkt" – soll heißen: Redaktion und Anzeigenvermarktung sind strikt getrennt.

Redaktioneller Schwerpunkt der Wirtschaftszeitung soll die Wirtschaft "im alten Regierungsbezirk Leipzig, ergänzt um die angrenzende Chemieregion" sein. Das Blatt ist in vier gleich starke Bücher aufgeteilt – auf je acht Seiten widmet man sich den Themenbereichen Firmen und Unternehmen, Geld und Märkte, Forschung und Innovation sowie Leben und Stil.

Damit lehnt sich die Wirtschaftszeitung an das bewährte Konzept ähnlicher Titel an, die es inzwischen bei etlichen Verlagen und auch innerhalb des Madsack-Konzerns, zu dem die LVZ gehört, gibt.

Gedruckt wird die Wirtschaftszeitung nach FLURFUNK-Informationen bei einer Madsack-Schwester in Potsdam – die eigene Druckerei der LVZ in Leipzig kann keine Zeitungen im rheinischen Format produzieren.

Im Einzelverkauf soll die Wirtschaftszeitung 2,90 Euro kosten. Der Großteil der Auflage dürfte aber – auch das ist branchenüblich – an einen vorher definierten Verteiler von Firmen, Multiplikatoren und Abonnenten gehen.

Etliche Wirtschaftszeitungen – darunter auch die Wirtschaft in Sachsen – haben nach einer Testphase ihren Einzelverkauf wieder eingestellt und finanzieren sich ausschließlich über Anzeigen.

Hinweis, 15.18 Uhr: Wir unsere ursprüngliche Meldung in der Passage zum Team und dem Mitwirken der Leipziger Medien Service Gesellschaft nachträglich konkretisiert. 

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