Lesehinweis: „Jenseits der ‚Lügenpresse‘-Rhetorik“

Gewöhnlich bin ich ausgesprochen skeptisch, wenn selbsternannte Zukunftsforscher das Wort ergreifen. Aber bei diesem Text von Matthias Horx fallen mir so viele Leute aus meiner Facebook-Timeline ein, auf die die Beschreibungen am Anfang des Textes zutreffen, dass ich einen Lesehinweis (trotz Urlaub!) ins Blog heben muss.

Horx schreibt nämlich über den "elitären Pessimismus". Der wird gepflegt von Leuten, die im Grunde alles (oder mehr) haben, aber ausführlich darüber klagen, dass "alles immer schlimmer" wird.

Dabei (aber nicht nur) spielen auch die Medien eine Rolle, so Horx. Optimistisch schreibt er:

"Immer mehr Menschen verstehen, dass die von den medialen Angstagenturen vermittelte Wirklichkeit nichts als eine depressive Konstruktion ist."

Und kommt zu der treffenden Schlussfolgerung (woher er das "wieder" nimmt, ist mir allerdings ein Rätsel):

"Eine weitere Hoffnung ist, dass wir allmählich wieder eine echte Mediendebatte bekommen – jenseits der 'Lügenpresse'-Rhetorik. Der dänische Fernseh- und Rundfunkchef Ulrik Haagerup hat mit seiner Parole des 'Konstruktiven Journalismus' eine Diskussion um die Zukunft der Medien losgetreten. Er ist einer der wenigen Medienmacher, die die gefährlichen Folgen des Skandal-Alarmismus problematisieren."

Auch wenn der Text sehr lang ist und nach hintenraus etwas zu sehr in Richtung "Durchhalten, alles wird gut" driftet, so ist doch die Analyse, was hier eigentlich los ist, hochgradig spannend. Deswegen von uns eine Lese- und Nachdenkempfehlung!

Horx Text trägt den treffenden Titel: "Immerschlimmerismus".

3 Kommentare
  • Friederike Ursprung
    Juli 1, 2016

    Ein Zukunftsforscher namens Horx ist mir geläufig - aber "Hoax"? Echt jetzt?

  • Jens Reimann
    Juli 1, 2016

    Der Autor des Artikels in der FAZ heißt Matthias Horx. Ein Hoax ist etwas anderes. Noch einen schönen Urlaub.

  • owy
    Juli 1, 2016

    *räusper* Das war ein kleiner Test, wie aufmerksam hier gelesen wird. Beide bestanden! ;-))

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