Ostdeutsche Allgemeine Zeitung soll am 20.2.2026 starten

Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung soll erstmals am 20.2.2026 erscheinen. Das berichtet das Branchenmedium Horizont (hinter der Paywall).

Wie turi2 paraphrasiert, sollen an dem Freitag erstmals eine Online- und eine Print-Ausgabe erscheinen. Die Auflage der Zeitung soll 40.000 Exemplare betragen. Gedruckt wird, so turi2, bei Madsacks DDV-Gruppe in Dresden (Sächsische Zeitung).

In Dresden sitzt auch die Redaktion (vgl. FLURFUNK vom 1.1.2026: "Ostdeutsche Allgemeine Zeitung: Verlag zieht ins Pentacon Dresden").

Den Meldungen nach soll der inhaltliche Schwerpunkt der OAZ zunächst auf Sachsen liegen. Der Preis der Wochenend-Ausgabe werde 3,90 Euro betragen. Das Digital-Abo gibt es für 12 Euro.

Das Branchenmedium Meedia, dessen Bericht zum Start der OAZ wohl ebenfalls auf der Horizont-Meldung basiert, berichtet, dass die ganzseitige Anzeigenseite bei 9.000 Euro liegt. Der Großteil der Auflage werde in Ostdeutschland ausgeliefert, nur ein kleiner Teil soll wohl auch in den Westen der Republik gehen.

Redaktion bislang nur in Dresden

In der Branche wird aktuell darüber diskutiert, dass der OAZ-Chefredakteur Dorian Baganz gebürtiger Westdeutscher (Duisburg) ist. Er hat vorher bei der Wochenzeitung "Der Freitag" als Ressortleiter Wirtschaft gearbeitet.

Für Diskussionsstoff sorgt auch die Verpflichtung von Florian Warweg, der zuvor u.a. für den russischen Propagandakanal RT Deutsch (früher Russia Today) gearbeitet hat (vgl. taz vom 9.2.2026: "Holger Friedrichs Jungpionier").

Die Dresdner Redaktion besteht laut der Webseite "Projekt Halle" (vgl. projekt-halle.berlinerverlag.com vom 8.1.2026: "Dresdner Redaktion geht an den Start") aus Nora Domschke und Adrian Schintlmeister. Domschke hat zuvor bei der Sächsischen Zeitung gearbeitet, Schintlmeister war bei TAG24 beschäftigt.

Von den einst angekündigten weiteren Redaktionen in ostdeutschen Landeshauptstädten ist dort bislang nichts zu lesen.

Dagegen findet sich dort eine "Richtigstellung" eines DLF-Berichts, der "lückenhaft und teilweise falsch" sei. Im Text selbst geht es um Aussagen über die angebliche Motivation des Verlegers, die Einordnung der NachDenkseiten als vorheriger Arbeitgeber von Warweg und die Aussagen zur Finanzierung der OAZ. Hier nachzulesen: "DLF: Bericht lückenhaft und teilweise falsch".

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