Relaunch von DieSachsen.de: Plattformjournalismus rückt in den Vordergrund

Die sächsische Nachrichtenplattform DieSachsen News (DieSachsen.de) stellt sich neu auf: Mit einem optischen Relaunch, einem neuen Markenauftritt und einer stärkeren Strukturierung der Inhalte setzen Thomas Wolf und Nikolaus von der Hagen jetzt darauf, vor allem Anbieter von Plattformjournalismus zu sein.

Darunter verstehen die beiden, eine Infrastruktur für freie Journalistinnen und Journalisten, Bloggerinnen und Blogger und spezialisierte Angebote zu sein.

Künftig tritt die Plattform nach außen unter der Marke „Die Sachsen News“ auf, während die Domain DieSachsen.de bestehen bleibt. Ziel sei es, den Anspruch als Nachrichtenplattform deutlicher zu machen.

Plattform für unabhängige Angebote

Kern des Projekts ist künftig noch stärker als bisher das Plattformmodell: Autorinnen und Autoren veröffentlichen ihre Inhalte eigenständig, nutzen aber gemeinsame Infrastruktur, Reichweite und Vermarktung. Entsprechend profitieren sie von den Werbeerlösen, die eingeworben werden.

Damit will die Plattform eine Alternative zu klassischen Redaktionen sein – insbesondere für freie Journalistinnen und Blogger, die eigene Themenmarken aufbauen wollen.

Eine entsprechende Anleitung, wie das gehen kann, findet sich auf den Seiten von DieSachsen.de: "Plattformjournalismus auf DieSachsen.de".

Einige praktische Beispiele gibt es schon – dahinter stehen Medienschaffende aus Sachsen, die sich aus FLURFUNK-Sicht durchaus einiger Bekanntheit erfreuen:

  • Meissen News – dort betreibt Ulf Mallek, ehemaliger Redaktionsleiter der Sächsischen Zeitung für Meißen, ein Lokalnachrichten-Angebot für die Stadt
  • Westlausitz News – regionale Nachrichten und Geschichten aus der Westlausitz
  • 1953 Update – Fanmedium rund um die SG Dynamo Dresden, betrieben von Eduard Paul Scholze und Dustin-Lien Scholz
  • Wissensland – Wissenschaftsjournalismus aus Sachsen von Jana Mundus
  • Leipzig News – künftig bespielt vom Team der Leipziger Internet Zeitung
  • STIPvisiten – kulinarische Kolumne über Essen und Wein von Ulrich van Stipriaan

Das Modell versteht sich ausdrücklich als Ergänzung zu etablierten Medienhäusern. Angesichts schrumpfender Redaktionen im Lokaljournalismus und schwieriger Erlösmodelle wolle man eine zusätzliche Infrastruktur für unabhängigen Journalismus schaffen.

Meinung: der richtige Ansatz!

Ich kenne Thomas Wolf nun ja schon ein paar Jahre und begleite die Plattform DieSachsen.de über die Jahre auch hier im Blog. Un der Anfangsphase hatte ich auch meine Freigabe gegeben, den RSS-Feed vom FLURFUNK einzubinden, was mir immer wieder Rückfragen einbrachte, ich aber als Geschäftsmodell nicht weiter verfolgt habe (ich mag es eben unabhängig).

Die Entscheidung, Niklaus von der Hagen ins Team zu holen (vgl. FLURFUNK vom 22.10.2026: "Nikolaus von der Hagen steigt bei publizer & DieSachsen ein") und die Entwicklung zur Plattform für lokale Medienangebote mit einer klaren Fokussierung auf ein Thema oder eine Region voranzutreiben, halte ich für extrem spannend.

Meiner Meinung nach ist DieSachsen.de damit gerade zum spannendsten Medien-StartUp im Freistaat geworden! Peter Stawowy


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