Connewitzer Geschichten: Bloggen im Mikrokosmos der Großstadt

Was sind das eigentlich für Leute, die bloggen?

Screenshot von Connewitzer Geschichten.

Screenshot von Connewitzer Geschichten.

Für Funkturm - das Medienmagazin für Sachsen haben wir die Blogger hinter dippolds.info, kleinstadtcarrie.netrotebrauseblogger.delauterbautzner.blog.dezwickautopia.de und remarx.eu getroffen, ausgefragt und porträtiert.

Getroffen (aber aus Platzgründen nicht gedruckt) haben wir auch Stephan Berger. Er ist 47 Jahre alt und betreibt die Connewitzer Geschichten (www.connewitz-leipzig.de), ein Stadtteilblog in Leipzig.

Hier unser Interview mit ihm:

Stephan Berger

Stephan Berger

Flurfunk Dresden: Seit wann bloggen Sie auf connewitz-leipzig.de?

Stephan Berger: Schon vor ca. eineinhalb Jahren habe ich die Idee entwickelt – erst im Frühjahr dieses Jahres habe ich den Blog gestartet. Regelmäßig schreibe ich seit August dieses Jahres.

Flurfunk Dresden: Was hat Sie motiviert, diesen Blog zu gründen?

Berger: In der Abstufung gibt es internationale, nationale und regionale Medien, die zum aktuellen Zeitgeschehen berichten, aber zum Mikrokosmos findet man nur durch Zufall Informationen im Internet. Dennoch sind sie interessant für die, die sich für ihren Stadtteil, die direkte Umgebung, den Nachbarn interessieren. In der Vergangenheit habe ich diese Informationen selbst im Netz gesucht, aber vermisst. Dinge wie: Was ist denn morgen um die Ecke los, was passierte denn gestern wieder bei x/y oder wie werden die Interessen des Stadtteils in der Stadt berücksichtigt sind zwar kleinteilig und verstreut verfügbar, erfordern aber einen hohen Rechercheaufwand.
Die Motivation war, genau diese Lücke zu schließen und Informationen aus dem Stadtteil aufzunehmen, Themen zu generieren und kompakt bereitzustellen. Somit habe ich ein eigenes Bedürfnis und möglicherweise auch das anderer erfüllt. Der positive Nebeneffekt ist, dass ich viel mehr Informationen zum Geschehen, den Locations und zu den Menschen in meinem Stadtteil habe als vorher und mehr mit offenen Augen herumlaufe.

Flurfunk Dresden: 

Was machen Sie beruflich?

Berger: Ich bin verantwortlich für die Kommunikation (Werbung, PR und Online) eines Teils des Angebotes eines mittelständigen Unternehmens. Meine Spezialisierung liegt in der Onlinekommunikation des Unternehmens und der Produkte.

Flurfunk Dresden:Was waren für Sie bisher die spannendsten Themen auf dem Blog?

Berger:Im Herbst dieses Jahres wurde ein Stadtteilfest (auch) aus politischen Gründen geplant und durchgeführt. Die Recherche, die Gespräche und die Identifikation der Motivation und der Themen zur Durchführung, sowie die Wahrnehmung innerhalb der Community zu der „Berichterstattung“ fand ich sehr spannend.

Flurfunk Dresden: Wollen Sie mit Ihrem Blog Geld verdienen?

Berger: Das ist aktuell nicht geplant – noch steht der Spaß im Vordergrund. Es könnte aber sicher eine Option sein, um die Qualität des Blogs zu steigern, da ich diesen im Moment (nur) nebenberuflich betreibe. Grundsätzlich bevorzuge ich strategisch jedoch eher eine Vermarktung von Content mit Mehrwert gegenüber bunten Bannerlandschaften.

Flurfunk Dresden:
Wie viele Leser zählt der Blog?

Berger: Ich bin ganz am Anfang. Der Blog zählt aktuell ca. 500 Visitors pro Woche, aber nicht stabil.

Flurfunk Dresden: 

Arbeiten Sie auch mit sozialen Netzwerken?

Berger: a, das sind aktuell auch die Gatekeeper. Die Connewitzer Nachrichten sind auf Facebook, Twitter, Google Plus, Instagram und Pinterest zu finden.

Flurfunk Dresden: Wie viel Zeit investieren Sie in Recherche, Artikelschreiben, Akquise?

Berger: Etwa 15 Stunden pro Woche.

Flurfunk Dresden: Vielen Dank für das Interview!



Interview: Nicole Czerwinka

1 Kommentar
  • Maik Strunk
    Dezember 15, 2014

    Hallo,

    ich finde es schon sehr interessant, dass man auch über Regionale Dinge um die Ecke auf seinen Blog berichtet. Dabei ist der Zeitaufwand schon recht hoch, wenn ich das so beurteilen darf.

    Herr Berger, wenn sie dran bleiben, werden die User auf dem Blog auch mehr werden, da bin ich mir sicher, nämlich dann wenn der Virale Effekt einsetzt.

    Lg. Maik Strunk

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