Blogger Veselin Popovic: „Socken, Beutel und andere Accessoires“

LaBaSo-ShopWie finanziere ich mein Blog? Im Vorfeld von #bsen hatten wir eine kleine Reihe von Bloggern hier vorgestellt und eben auch zu diesem Thema ausgefragt. Vor wenigen Tagen flatterte uns ein Hinweis ins Blog, wie Veselin Popovic von LauterBautzner.eu das Thema angeht: mit einem Shop.

Grund genug, unsere Serie zu Bloggern und zur Blogfinanzierung fortzusetzen. Ein Interview.

Flurfunk: Seit wann gibt es den Lauterbautz'ner-Shop und was wird da verkauft?
Veselin Popovic: Den "Lauter Bautz’ner Laden" gibt‘s seit Juni dieses Jahres. Verkauft wird dort alles, was Nadja, die Ladenbesitzerin, für gängig hält. Grob umrissen sind das Kleidungsstücke, Beutel und andere Accessoires, die unter ökologisch und menschlich vertretbaren Bedingungen hergestellt wurden – auch zu erkennen an der roten Tüte.

Flurfunk: Was sind die Produkte, woher kommen die Ideen?
Popovic: 
Das fängt bei der bekannten Blog-Socke #LaBaSo an, mit der wir Spenden für den Verein Willkommen in Bautzen einsammeln (bereits über 500 Euro), und hört bei einem komplett in der Oberlausitz gefertigten Leinen-Turnbeutel auf. Bald wird es dann noch eine T-Shirt-Linie geben, die sich mit der Oberlausitz im Allgemeinen und Bautzen/Budyšin im Speziellen auseinandersetzt.
Ideen kommen von vielen kreativen Menschen aus der Oberlausitz – zu jedem Produkt geben wir deswegen auch die Ideengeber und -Geberinnen an. Wir wollen damit versuchen die Vernetzung von Kreativschaffenden zu fördern.

So stellten wir Veselin Popovic,, übrigens ein Künstlername, in Funkturm Nr. 1 vor.

So stellten wir Veselin Popovic in Funkturm Nr. 1 vor.

Flurfunk: Wie ist der Shop entstanden?
Popovic: Nadja kam im Frühjahr '16 auf mich zu und fragte, ob ich nicht Lust hätte, ein bisschen Geld für das Blog über den Verkauf von lustigen Dingen einzunehmen. Und da bisher noch kein zahlungskräftiges Unternehmen ans Blog klopfte, um mir Geld für meine Storys über die schlechte Bezahlung bei Bautz'ner Senf oder besorgte Neonazis in Ost-Sachsen zu geben, fand ich die Idee eigentlich ganz charmant. Na ja, und nach so ein, zwei Gläschen Wein gab’s dann irgendwann den "Lauter Bautz'ner Laden".

Flurfunk: Ist die Erwartung, richtiges Geld damit zu verdienen?
Popovic: Oh ja! Zum einen, um mir das Bloggen neben meiner eigentlichen Lohnarbeit etwas zu erleichtern und zum anderen, natürlich, um neue Produkte für den Laden herstellen zu lassen.

Flurfunk: Wie ist die erste Resonanz, gibt es schon Zahlen?
Popovic: Freunde und Familie haben schon recht kräftig zugeschlagen. Danke dafür!

Flurfunk: Wie finanziert sich lauterbautz'ner sonst?
Popovic: Ausschließlich durch Applaus der geneigten Leserschaft.

Flurfunk: Welchen Anteil hat die Shop-Finanzierung?
Popovic: Bisher gar keinen.

Flurfunk: Für alle, die das Blog nicht kennen: Was ist lauterbautz'ner, wie ist es entstanden und wer steht dahinter?
Popovic: "Lauter Bautz’ner" gibt es seit 2009 und wenn sich nicht mal einer der netten Gastautoren ins WordPress verirrt, verblogge ich so ziemlich alles Interessante zu Bautzen, Oberlausitz und der Welt. Der Anspruch des Blogs ist es, nicht nur Dinge zu reproduzieren, die es bereits x-mal irgendwo im Netz gibt, sondern meinen Geschichten durch eigene Recherchen und Interviews neuen Input zu geben. Ansonsten beherbergt das Blog noch einen eigenen Radio-Sender, das "Lauter Bautz’ner Radio", das von vielen sehr engagierten DJs mit tollen Sendungen gefüllt wird.

Flurfunk: Vielen Dank für das Interview. 

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