Umfrage: Wie waren die Jugendmedientage für die Teilnehmer?

Ein erstes Resümee über die Jugendmedientage ist hier im Flurfunk vom 2.11.2016 nachzulesen. Aber wie kam die Veranstaltung bei den Teilnehmern an? Der Flurfunk hat am letzten Abend noch ein paar Stimmen eingefangen.

Was war dein Highlight auf den Jugendmedientagen?

Franziska final

Franziska ist 18 Jahre alt und schon das dritte mal bei den Jugendmedientagen dabei. Zu meckern hatte sie nur eine Sache: dass es keinen Kaffee in der Turnhalle gab. Sie assoziiert die JMT kurz mit Energieschöpfung.

Franziska: Definitiv der Interactive Storytelling-Workshop. Dabei geht es darum, eine Geschichte zu entwerfen, bei der die Nutzer miteinbezogen sind. Es ging um die Rolle von Bürgerrechtsbewegungen zu DDR-Zeiten. Besonders spannend war, dass auch eine Gruppe polnischer Teilnehmer dabei war, die ihre Sicht der Dinge einbringen konnten.

Daniel: Das Erzählcafé mit Boris Reitschuster. Toll war vor allem, dass es keine schnöde Frontalpräsentation gab, sondern einen spannenden Austausch. Er hat frei von Zwängen erzählt und auch einige Anekdoten angebracht.

Marlene: Der Workshop „Effizient online recherchieren“. Da haben wir ganz verrückte Tricks für die Recherche gelernt, auf die ich alleine nie gekommen wäre. Das hat mein Wissen auf jeden Fall erweitert.

Daniel war in Dresden das erste mal bei den Jugendmedientagen. In einem Wort beschreibt der 23-jährige die Veranstaltung als berühungsangstlos, weil sich alle auf Augenhöhe begegnen.

Daniel war in Dresden das erste mal bei den Jugendmedientagen. In einem Wort beschreibt der 23-jährige die Veranstaltung als berühungsangstlos, weil sich alle auf Augenhöhe begegnet sind.

Wie gefiel dir das Motto „Medien- oder Märchenland“? War es gut umgesetzt?

Georg (25) wollte nicht fotografiert werden, hat uns aber stattdessen schnell ein Selbstportrait angefertigt. Er assoziiert die Veranstaltung mit Turnhalle.

Georg (25) wollte nicht fotografiert werden, hat uns aber stattdessen schnell ein Selbstportrait angefertigt. Er assoziiert die Veranstaltung mit Turnhalle. In einer solchen zu schlafen, hat er nicht so schnell wieder vor.

Franziska: Das war ein super Motto! Es gab eine gute Mischung zwischen sinnvollen Inhalten, tollen Erlebnissen und der Spaß kam auch nicht zu kurz. Das Motto bot einen guten Rahmen für die Podien. Dafür wurden interessante Referenten eingeladen.

Georg: Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo sie denn mit dem Motto hinwollen. Umgesetzt war es für mich nicht so gut. Letztendlich hat es sich nur in den drei Podien widergespiegelt. In den Workshops hat es gar keine Rolle gespielt. Da hätte ich mir teilweise noch ein wenig mehr Medienkritik gewünscht.

Anna: An sich fand ich das Motto gut. Schade war, dass sich die Diskussionen auf den Podien oft gedreht haben, es wurde viel wiederholt. Meiner Meinung nach haben sich manche Medienvertreter auf dem Podium nicht genug hinterfragt und Boulevardjournalisten zum Beispiel haben das angeprangert, wofür ihr Blatt eigentlich steht.

Was soll bei den Jugendmedientagen 2017 besser sein?

Marlene (16) beschreibt ihre erste JMT in einem Wort mit Begegnungen - "mit Menschen, Meinungen und Inhaten".

Marlene (16) beschreibt ihre erste JMT in einem Wort mit Begegnungen - "mit Menschen, Meinungen und Inhalten".

Daniel: Es sollte noch mehr Mediengattungen vertreten sein, also auch Radio- und TV-Vertreter. Außerdem würde ich mir am Anfang noch ein paar Kennlernformate wünschen. Freunde von mir haben am ersten Tag am Impro-Theater teilgenommen und kannten schon total viele Leute. Wenn’s sowas für alle gäbe, wäre das super.

Ania: Ich habe das erste Mal in einer Turnhalle übernachtet – das war schon gewöhnungsbedürftig. Aber ansonsten war es sehr professionell vorbereitet und ich habe nichts auszusetzen.

Marlene: Etwas mehr Freizeit, um beispielsweise auch zwischendurch mal die Stadt erkunden zu können. Außerdem hat es mich genervt, dass man gefühlt die ganze Zeit fotografiert wurde. Braucht es wirklich von jedem Teilnehmer hundert Portait-Aufnahmen?

Caro: Die Podiumsdiskussionen waren mir teilweise zu lang. Außerdem habe ich mich manchmal etwas überbetreut gefühlt. Auch den "Zwang" an den Veranstaltungen teilzunehmen, fand ich schon etwas merkwürdig.

Anna und Caro Final

Anna (links) und Caro sind beide 20 Jahre alt. Für Anna sind es die ersten Jugendmedientage, Caro ist schon das dritte mal dabei. In einem Wort beschreiben sie die JMT als professionell und besuchenswert.

Bist du motivert, noch einmal zu den Jugendmedientagen zu kommen?

Ania final

Ania ist 22 Jahre alt und besuchte mit einer polnischen Delegation die Jugendmedientage. Wenn sie diese in einem Wort beschreiben müsste, wäre es Treffen - auf Ideen, Menschen und Medien.

Ania: Ja! Der Besuch war für mich als Polin ein echtes Abenteuer. Es war sehr spannend, die doch etwas andere Weltanschauung hier in Deutschland mit unserer zu vergleichen. Außerdem mag ich die deutsche Sprache sehr.

Georg: Ich weiß noch nicht. Ich habe mir etwas mehr erhofft. Für mich war es nicht themenbezogen genug, dafür, dass es groß unter dem Motto ausgeschrieben wurde.

Caro: Ja, schon. Die Atomosphäre und die Themen und auch die ganzen Menschen sind echt super. Aber am Ende hängt es natürlich ein bisschen davon ab, in welcher Stadt es stattfindet.

Anna: Ich bin mir noch nicht sicher. Relativ viel war mir schon aus meinem Studium der Kommunikationswissenschaft bekannt. Tagesweise für die Intensiv-Workshops würde ich es mir aber auf jeden Fall überlegen.

Umfrage: Benjamin Kutz

 

 

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