Unister-Ausverkauf: Müller Medien übernimmt news.de

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Aus der Insolvenzmasse zum soliden Mittelständler: Das Leipziger Nachrichten-Portal news.de ist vom Unister-Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther verkauft worden. Neuer Eigentümer ist die Müller Medien GmbH aus Nürnberg. Müller-Sprecherin Birgit Winter bestätigte auf Flurfunk-Anfrage den Kauf von news.de – im Vorfeld hatte die LVZ bereits über die Müller-Gruppe als Käufer spekuliert, die Information aber nicht vom Verlag bestätigt bekommen (vgl. LVZ vom 3.2.2017).

Flöther hatte in seiner Pressemitteilung nur von einem mittelständischen "Familienunternehmen" gesprochen, "das bereits ein breites Spektrum an Informationsangeboten betreibt, darunter zahlreiche Anzeigenblätter". Darüber hinaus sei "der Käufer an regionalen Radiosendern sowie an mehreren Digitalangeboten beteiligt", heißt es weiter.

Der Verkauf sei am vergangenen Donnerstag besiegelt worden. Die 20 zum Nachrichtenanbieter gehörenden Arbeitsplatze sollen erhalten bleiben, sagte Birgit Winter.

Müller will Geschäftsmodell fortführen

Die Müller Medien GmbH übernimmt neben dem Geschäftsbetrieb auch die Markenrechte und die IT-Infrastruktur von news.de. Der Gläubigerausschuss habe dem Geschäft bereits zugestimmt, über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Schweigen will Müller-Sprecherin Winter derzeit auch noch über alle weiteren Details – etwa zur Frage, ob news.de am Standort Leipzig bleiben werde oder die Redaktion des Portals nach Nürnberg umziehe.

In der Pressemitteilung des Insovenzverwalters jedenfalls ist die Rede davon, dass der Erwerber – also die Müller-Mediengruppe – plane, das Geschäftsmodell von news.de fortzuführen und weiterzuentwickeln. Dabei sollten "die Entwicklungspotenziale genutzt werden, die sich aus der Zusammenarbeit von news.de mit den eigenen Medien-Aktivitäten ergeben, z.B. auf dem Gebiet der Audio- und Videoproduktion."

Hinter der Müller Medien GmbH, die wenige Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs als Telefonbuch-Verlag gegründet wurde, steckt die Familie Oschmann. Sie ist im Freistaat unter anderem an der Lokalfunkgruppe BCS Broadcast Sachsen beteiligt, zu der Stationen wie Radio Dresden, Radio Leipzig, Radio Chemnitz, Radio Zwickau und Radio Erzgebirge ebenso gehören wie Hitradio RTL Sachsen. Die weiteren Beteiligungen sind über die kek-online.de-Datenbank abzufragen - hier entlang.

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