Martin Dulig: „Ich lese Zeitung nicht mehr, um Fakten zu bekommen.“


Achtung, Achtung, Eigenwerbung: Für die aktuelle FUNKTURM-Ausgabe (Nr. 4, 1/2017, erschienen am 21.3.2017) haben wir den sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig interviewt. Genauer: Wir sind mit Dulig eine Stunde durchs Internet gesurft. Herausgekommen ist ein spannendes Gespräch über die Digitalisierung Sachsens und der Politik.

In unserem Interview vertritt Dulig etwa die Meinung, dass Politiker heute bei Facebook präsent sein müssten. Er hinterfragt allerdings auch, ob es sich bei Facebook wirklich um ein „soziales“ Netzwerk handelt – und gibt Einblicke in sein Nutzungsverhalten.

So sagt er:

„Früher hat Facebook richtig Spaß gemacht – auch andere Meinungen zu lesen und zu hinterfragen. Heute geht es mir oft ganz schön nahe, was da so abläuft.“

In der aktuellen Zeit, so Dulig weiter, seien alle Lernende: Die Politiker, die Parteien, auch die Medien. Die Medienlandschaft habe sich durch die Digitalisierung verändert, alles müsse schneller gehen. Außerdem haben die Zeitungen ihr Informationsmonopol verloren.

Dulig:

„Ich lese inzwischen Zeitung, um zu wissen, welche Meinung das Blatt hat. Und nicht, um die Fakten zu bekommen – die kenne ich meist über Twitter, Webseiten, Radio und TV längst.“

Neben der Rolle der Medien und der sozialen Netzwerke spricht der sächsische Wirtschaftsminister außerdem über den Stand der Digitalisierung im Freistaat, die Widerstände beim Breitbandausbau und aktuelle Entwicklungen im Bereich E-Government.

Das ganze Interview ist im aktuellen Funkturm Nr. 4 nachzulesen (ET 23.3.2o17). Diese Ausgabe ist erstmals monothematisch und beschäftigt sich mit ganz verschiedenen Aspekten der Digitalisierung.

Weitere Themen im Heft sind u.a.:

  • In welchen Politik-Bereichen ist der Freistaat für die Digitalisierung gerüstet, wo besteht Nachholbedarf?
  • Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus, nachdem die Anzeigenkunden vermehrt ins Internet abgewandert sind?
  • Wie muss sich das Bildungssystem ändern, um den neuen Rahmenbedingungen gerecht zu werden?

Das Heft kostet 8€ und kann hier bestellt werden.

Benjamin Kutz

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