Untersuchung zu Lokalzeitungen: Es gibt deutliche Ost-West-Unterschiede

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Video- und Lesehinweis: Im drehscheibe-Blog ist ein Video-Interview mit der Medienwissenschaftlerin Anna-Lena Wagner erschienen, in der sie über die Ergebnisse ihrer Studie über die Qualität von Lokalzeitungen berichtet.

Außerdem hat das Drehscheibe-Magazin ein schriftliches Interview mit ihr veröffentlicht, das Online als PDF zu finden ist.

Wagners Studie zeigt: In Sachen "kritische Berichterstattung" und "Partizipation" gibt es beim Lokalzeitungen durchaus Verbesserungsbedarf.

Zitat aus dem PDF- Interview:

"Ich gebe zu: Erst einmal liest sich das Ganze wie ein Mängelkatalog. Im Lokalen wird beispielsweise nach wie vor wenig Kritik geäußert, es gibt wenig hintergründige Berichterstattung, auch die Vielfalt der Darstellungsformen erreicht einen niedrigen Wert, wir haben gesehen, dass die dominierenden Darstellungsformen Bericht und Meldung sind. Auch die Partizipation hat einen geringen Wert erzielt."

Andererseits stellt sie im Video-Interview auch fest: Wenn kritisiert wird, dann durchaus auch mit Fokus auf negative Kritik. Und Kontroversen werden ausführlich dargestellt.

In dem Video-Interview (Länge: 4:36) sind noch weitere interessante Aussagen zu finden, zum Beispiel diese hier:

"Es zeigen sich zum Beispiel auch Ost-West-Unterschiede, das ist ganz besonders aufgefallen beim Umfang, man sieht zum Beispiel, dass im Osten viel kleinere Lokalteile zu finden sind als im Westen..."

Spannend ist auch ihre Aussage in dem Video-Interview, dass die Zeitungen, die in Verlagsgruppen organisiert sind, signifikant besser aufgestellt sind, wenn es um Kritik geht.

Hier ist das ganze Interview zu finden: https://www.drehscheibe.org/video/lokale-unabhaengig.html

Hier ist das gedruckte Interview als PDF zu finden: https://www.drehscheibe.org/files/drehscheibe/media/news/forschung/forschung/wenig-harmonie-studie.pdf

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