Beatrice Sauerbrey übernimmt Geschäftsführung des Medienrats

Beatrice Sauerbrey wird Geschäftsführerin des Medienrats. Sie wird den weiteren Aufbau der Geschäftsstelle an der Bauhaus-Universität Weimar verantworten (vgl. FLURFUNK vom 4.12.2025: "Zentrale Kontrollinstanz für den ÖRR: Neuer Medienrat kommt nach Weimar").

Laut der Pressemitteilung der Uni Weimar soll die Geschäftsstelle, die Sauerbrey ab 15.8.2026 leitet, die organisatorische und fachliche Infrastruktur für die Arbeit des sechsköpfigen Gremiums schaffen. Sie wird Evaluations- und Berichtsprozesse koordinieren und die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen begleiten.

Bislang Mitglied im MDR-Rundfunkrat

Sauerbrey bringt für die Aufgabe umfassende Kenntnisse in der Mediengremienarbeit mit. Sie war bis zur Übernahme der neuen Aufgabe Mitglied im MDR-Rundfunkrat und dort seit 2022 Vorsitzende des Programmausschusses Leipzig. Mit Übernahme der Geschäftsführung des Medienrats will sie die Mitgliedschaft im MDR-Rundfunkrat niederlegen.

Sauerbrey ist in Weimar geboren. Sie hat Medienwissenschaft sowie interkulturelle Wirtschaftskommunikation an der Friedrich-Schiller-Universität Jena studiert. Von 2015 bis 2024 war sie als Referentin der Parlamentarischen Geschäftsführung und für Europapolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Thüringer Landtag tätig. Dort koordinierte sie parlamentarische Verfahren und Entscheidungsprozesse.

Medienrat soll ARD, ZDF und DR prüfen

Der Medienrat ist ein unabhängiges Sachverständigengremium, das die Bundesländer im Rahmen der Novelle des Reformstaatsvertrages eingerichtet haben. Es besteht aktuell aus

  • Nathalie Wappler, die bis Ende April 2026 Direktorin des Schweizer Radios und Fernsehens (SRF) war,
  • Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Direktorin am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft,
  • Prof. Dr. Anne Bartsch, Professorin für Empirische Kommunikations- und Medienforschung an der Universität Leipzig,
  • Prof. Dr. Boris Alexander Kühnle, Rektor der Hochschule der Medien Stuttgart,
  • Peter Müller, Bundesverfassungsrichter a.D. und Ministerpräsident a. D. und
  • Prof. Dr. Annika Sehl, Inhaberin des Lehrstuhls für Journalistik mit dem Schwerpunkt Medienstrukturen und Gesellschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Wappler ist Vorsitzende des Gremiums, Hofmann stellvertretende Vorsitzende.

Der Medienrat soll überprüfen, inwieweit ARD, ZDF und Deutschlandradio ihren gesetzlichen Auftrag erfüllen. Die Ergebnisse sollen alle zwei Jahre in einem Auftragsbericht erscheinen, verbunden mit Empfehlungen zur Weiterentwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.


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Foto: Uni Weimar, Kirsten Nijhof

 

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