
Wissensland - so heißt ein neues journalistisches Angebot für Wissenschaft und Forschung aus Sachsen. Hinter dem Projekt steht die Dresdner Wissenschaftsjournalistin Jana Mundus.
Unter www.wissensland.de will sie künftig verständlich und unabhängig über neue Ergebnisse, Forschungsprojekte und die Menschen hinter der Wissenschaft berichten.
20 Jahre Erfahrung

Jana Mundus, Foto: Stefan Mundus-Weichert
Die Gründerin Jana Mundus ist seit fast 20 Jahren freiberuflich im Wissenschaftsjournalismus tätig und in Sachsen bestens vernetzt. Mit dem eigenen Medium will sie Wissenschaft verständlich auch an jene vermitteln, die nicht selbst in Forschung und Wissenschaft tätig sind, sich aber für die Themen interessieren und begeistern. So sollen die Inhalte auch ohne fachliches Vorwissen verständlich sein.
In der Mitteilung heißt es zu ihrer Motivation:
"Vieles, was in Sachsens Laboren und Forschungsinstituten geschieht, bleibt außerhalb der Fachwelt nahezu unsichtbar und erreicht die Öffentlichkeit nicht mehr. In den vergangenen Jahren sind Plätze für Wissenschaftsthemen in vielen Medien weniger geworden und eigene Stellen dafür verschwunden."
Finanzierung über Partnerschaften und Anzeigen
Das Angebot Wissensland startet ohne Paywall oder kostenpflichtiges Abonnement, gleichzeitig betont Mundus die redaktionelle Unabhängigkeit ihrer Arbeit.
Die Finanzierung soll vor allem durch Beiträge wissenschaftlicher Einrichtungen und forschungsnaher Unternehmen erfolgen – ohne, dass diese Einfluss auf die Berichterstattung nehmen können. Dafür können sie sich die Einrichtungen auf Profilseiten selbst vorstellen. Weitere Einnahmen sollen aus Anzeigen oder von Stiftungen kommen.
Zum Start hat Mundus ein Redaktionsstatut veröffentlicht, dass die Grundsätze der Arbeit und Zusammenarbeit festlegt. Außerdem begleitet ein unabhängiger Beirat die Entwicklung des Mediums und achtet auf die Einhaltung der journalistischen Grundsätze. Zu den Mitgliedern gehören die Wissenschaftsjournalistin Eva Wolfangel, Manfred Curbach, Seniorprofessor für Massivbau an der TU Dresden, und Andreas Schütz, Leiter Kommunikation und Pressesprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Software von publizer GmbH
Die Software hinter Wissensland stammt von der publizer GmbH aus Dresden. Für den Aufbau der Plattform erhielt die im Dezember 2025 gegründete Wissensland UG rund 20.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Im Pressetext heißt es weiter:
"Wissensland will sich schrittweise zu einem zentralen Anlaufpunkt für Wissenschafts- und Innovationsthemen aus Sachsen entwickeln. Neben journalistischen Beiträgen macht die Plattform bereits Forschungspodcasts aus dem Freistaat leichter auffindbar. Weitere Angebote wie ein Veranstaltungskalender für wissenschaftliche Events und die Übersetzung der Inhalte ins Englische sollen in den nächsten Tagen folgen. Ein Newsletter-Format und Social-Media-Kanäle sind ebenfalls in Arbeit. Bis Anfang 2027 wächst die Redaktion deshalb auch personell."
Jetzt geht es für Mundus darum, weitere Unterstützende zu finden. Erste Partner sind bereits im Boot, darunter die Technische Universität Bergakademie Freiberg, das ILK Dresden - Institut für Luft- und Kältetechnik gGmbH und das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden.
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