Fokus Thüringen: So heißt ein neues Medium für den Freistaat Thüringen, dass der Politikjournalist Sebastian Haak und die Podcasterin Bianca Hirsch im August 2026 gemeinsam gestartet haben.
Das neue Medium besteht aus einem Blog-Format sowie zwei Podcasts, die exklusiv für das Projekt produziert werden: den Thüringen Insider Short und Thüringen Insidern on tour.
Analysen, Hintergründe, Reportagen, Interviews
Das neue Medium will Analysen, Hintergründe, Reportagen und Interviews in Textform liefern, wie es in der Selbstbeschreibung heißt. Entsprechend heißen die Rubriken im Blog: "Landespolitik & Landtag", "Polizei, Justiz & Rechtsextremismus", "Kindergarten, "Schule & Hochschule" und "Menschen & Unternehmen".
Das Projekt finanziert sich über ein Abo-Modell, dass über die Plattform Steady abgewickelt wird. Das Abo "für Privatnutzer" kostet 15 Euro im Monat, Organisationen zahlen je nach Größe 35 oder 50 Euro im Monat. Hier geht es zur Steady-Seite.
Die beiden Gründer*innen sind in der Thüringer Polit-Szene durchaus bekannt: Haak (hier seine Vita auf seiner Webseite) berichtet seit Jahren über die Landespolitik und ist u.a. Vorsitzender der Landespressekonferenz. Hirsch ist treibende Kraft hinter dem Podcast Thüringen Insider, der im Vorfeld der Thüringer Landtagswahl 2024 ins Leben gerufen wurde und seit Gründung 85 Folgen veröffentlicht hat. Bei Instagram stellt sie das neue Projekt und die neue Zusammenarbeit in einem Reel vor (hier zu sehen).
Wir haben Haak gefragt, was die Motivation zur Gründung war und wie die ersten Reaktionen aus der Politik sind.
"Neugier, ob wir mehr als 100 Tage überstehen"
FLURFUNK: Was war eure Motivation zur Gründung?

Das Team von Fokus Thüringen: Bianca Mirsch und Sebastian Haak. Foto/Montage: Fokus Thüringen
Es gibt längst nicht mehr eine Öffentlichkeit. Es gibt inzwischen – ob uns das nun gefällt oder nicht und wir werden das auch nicht mehr ändern – viele Teilöffentlichkeiten, die ganz unterschiedliche Anforderungen und Ansprüche an Medien und Journalismus haben. Und entgegen des großen medialen Trends zu immer mehr Verknappung und Zuspitzung, gibt es eine Teilöffentlichkeit, die sich tiefgründigen Journalismus aus Thüringen wünscht. Das haben wir in vielen Gesprächen in den vergangenen Jahren immer wieder gehört. Diesen Menschen machen wir ein Angebot.
FLURFUNK: Habt ihr einen Businessplan oder ist das eher ein Experiment?
Wir haben natürlich einen Plan, auch einen Businessplan.
FLURFUNK: Gibt es schon erste Reaktionen aus der Politik?
Ja, da erleben wir von vielen politisch Verantwortlichen einen großen Zuspruch; auch, wenn es um den Abschluss von Abos geht. Bei Manchen gibt es natürlich auch noch ein gewisses Zögern, ob der Frage, was wir da so treiben wollen und ob wir mehr als 100 Tage überleben werden. Die kriegen wir auch noch.
FLURFUNK: Wie haben eure anderen Auftraggeber aus der Medienwelt reagiert?
Ausschließlich positiv. Ich habe aus der Branche und dem Kollegenkreis ausschließlich ein positives Feedback und ehrliche Alles-Gute-Wünsche bekommen. Auch die zahlreichen Anfragen von Mediendiensten zeigen mir, dass es in der Journalistenblase irgendwas zwischen Sehnsucht und Neugier zu diesem Projekt gibt. Neugier, ob wir mehr als 100 Tage überstehen. Sehnsucht danach, dass das doch bitte klappen möge, denn - glaube ich - viele Journalisten würden gerne (wieder) mehr von dem Journalismus machen, den wir hier anbieten.
FLURFUNK: Wie laufen die Abo-Entwicklungen?
Wir sind erst seit etwa drei Wochen online. Aber wir sind nicht unzufrieden.
FLURFUNK: Was verbindet/trennt euch mit dem/vom Focus aus München?
Wir stehen mit keinem anderem Verlag/Medium/Medienhaus in Verbindung. Auch nicht mit dem Focus. Wir heißen „Fokus Thüringen“, weil der Fokus unserer Berichterstattung dem Freistaat Thüringen gilt.
FLURFUNK: Vielen Dank für das Interview!
Hier geht es zu Fokus Thüringen: fokusthueringen.de.
Hier ist das neue Medium auf Instagram zu finden: www.instagram.com/fokus.thueringen.
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