Ausriß aus der "Sächsischen Zeitung"

Da isses ja endlich: Seit gestern am späten Abend ist die Seite journalist-werden.de freigeschaltet. Untertitel der Seite: “Die Sächsische Zeitung sucht dich!”

Die Seite basiert auf WordPress, einer typischen Blog-Software – auch sonst weist das Angebot diverse Merkmale eines Blogs auf, zum Beispiel die Möglichkeit der Kommentierung und die umgekehrte chronologische Reihenfolge (die aktuellste Meldung ganz oben). Allerdings verzichtet man offensichtlich auf Fremdverlinkung.

Man kann aber vielleicht trotzdem sagen: Die “SZ” bloggt (wieder). Und, Hurra-Rufe in der Flurfunk-Redaktion: Man kann es wohl getrost als Medienblog bezeichnen!

In der Kategorie “News” auf der Startseite sind schon jetzt einige Meldungen zu Themen rund um die “Sächsische Zeitung” aufgelaufen, etwa “Dein witzigstes Bewerbungsfoto” (ein Hinweis auf die aktuell laufende Messe Karrierestart), “Medienpreis für SZ-Serie” (eine Redakteurin hat den 2. Platz bei einem Medienpreises für nachhaltige Entwicklung gewonnen – warum ist nicht wenigstens der verlinkt?) und auch der Wechsel in der Chefredaktion der “ad rem” (wir berichteten).

Aktuell steht der Eintrag “Wir suchen dich!” ganz oben (wir hoffen mal, das bleibt nicht für immer so). Zitat daraus:

“Wir suchen junge Leute wie dich, die Talent im Schreiben mitbringen, offen und kommunikativ sind. Du kannst ein Praktikum bei uns machen oder neben Schule oder Studium frei für uns schreiben. Und willst du länger bei uns bleiben, haben wir auch die passende Ausbildung für dich.”

Sceenshot von journalist-werden.de

Wir vom Flurfunk Dresden hatten ja schon Ende 2011 das Vergnügen, die Seite frei im Netz schwebend vorzufinden (dank des Hinweises eines treuen Lesers) – hatten uns allerdings breitschlagen lassen, noch nicht darüber zu berichten. Nun kann man es heute in der Zeitung lesen. Auf der Job-Seite in der gedruckten Zeitung ist das Angebot breit vorgestellt, bebildert mit Volontär Thomas Christmann am Arbeitsplatz (s. Ausschnitt oben). Nachtrag 25.1.2012: Der Text ist auch online zu finden, Titel: “www.journalist-werden.de“.

Schon der erste Satz seines Antextes macht klar, wer Zielgruppe ist (“Ihr seid Schüler oder Student und habt Interesse am Schreiben?”). Im weiteren Verlauf schreibt Christmann:

“Seit heute ist auch unsere neue Seite journalist-werden.de online. Hier füttern wir euch ab sofort mit Infos über Veranstaltungen in eigener Sache, Einstiegsmöglichkeiten sowie Jobangeboten, oder Artikeln, die einfach Lust auf den Beruf machen. Ihr könnt zudem mehr über unsere einzelnen Redaktionen erfahren: Wer leitet sie, wer arbeitet mit? Warum sind die heutigen Chefs überhaupt Journalisten geworden? Wie sieht der redaktionelle Alltag aus?”

Ja, genau, richtig gelesen: Das Blog hat noch drei Unterseiten, die mit “Das sind wir“, “24 Stunden am Puls der Zeit” und “So wirst du Journalist” betitelt sind. Auf der “Das sind wir”-Seite finden sich verlinkte Fotos von der Chefredaktion, den Ressortleitern sowie den Regional- und Lokalchefs. Klickt man auf die Bilder, kommt man zu kurzen Texten, in denen die einzelnen Personen jeweils etwas über ihre Motivation, Journalist zu werden, oder über ihren Arbeitsalltag berichten. Außerdem gibt es Gruppenfotos von den Lokalredaktionen.

Wer also wissen will, dass der SZ-Chefredakteur Uwe Vetterick seinen Tag mit “Zeitungslektüre, Agenturen checken, Kaffee trinken” beginnt, der klicke hier.

Was wir auch besonders gut finden: Die einzelnen Artikel haben eine Social-Media-Leiste – man kann also jeden einzelnen Beitrag bei Facebook liken oder bei Twitter- oder Google Plus teilen – auch die Seiten der Redakteure. Mal schauen, vielleicht lassen wir uns ja demnächst mal zu den “SZ”-Redaktionscharts hinreißen, nach dem Motto: “Das ist der bei Facebook beliebteste ‘SZ’-Redakteur!”

Und, ebenfalls eine spannende Frage, die zu beobachten sein wird: Wie wird man mit den Kommentaren umgehen? Was passiert mit kritischen Kommentaren – und bleiben die Tag und Nacht freigeschaltet? Wir sind sehr gespannt.

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