„Frida“: Konsum Dresden eG bringt Feinschmecker-Magazin

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frida "Frida", so heißen nicht nur die "Feine Frische"-Filialen der Konsum Dresden eG, sondern seit März auch das Kundenmagazin der Genossenschaft. Der Untertitel "Das Feinschmecker-Magazin von Konsum" macht neugierig. Und auch beim ersten Durchblättern macht das Heft unter rein optischen Gesichtspunkten durchaus was her.

Verantwortlich für die Gestaltung ist die Markenteam Werbeagentur GmbH. Inhaltlich haben die Konsum Dresden eG und das Markenteam gemeinsam ein redaktionelles Konzept entwickelt. Da liegt leider auch die große Schwäche des neuen Kundenmagazins. Journalistisch betrachtet bleiben die Texte im Heft sehr oberflächlich, auch der redaktionelle Leitfaden lässt sich nur schwer erkennen.

Dabei gibt es durchaus ganz gute konzeptionelle Ansätze: So beschäftigt sich die erste "Frida"-Ausgabe mit dem Osterfest, gibt Tipps rund ums Ei, erklärt Osterbräuche und zeigt wie zum Beispiel in Griechenland Ostern gefeiert wird. Zufällig ist die letztgenannte Geschichte mit einer ganzseitigen Anzeige der Hellas Reisen GmbH verbunden. Der Geschäftsführer Kostas Karapanos hat den dazugehörigen redaktionellen Text gleich selbst verfasst. Gut – solche redaktionellen Verbindungen sind für ein Kundenmagazin nicht ungewöhnlich und erlaubt. Allerdings hätte man das geschickter verknüpfen können. Auch Oster-Rezepte fehlen natürlich nicht.

Doch so richtig überzeugen die Themen inhaltlich nicht. Gerade bei der Bildsprache wird zu oft auf Promotion-Fotomaterial zurückgegriffen - das nimmt dem Kundenmagazin die regionale Verbundenheit. Zum Beispiel würden die Kohlrouladentipps vom Dresdner Koch Frank Steinbach viel besser wirken, wenn ein Fotograf den Chefkoch des Dresdner Kochstudios bei der Zubereitung begleitet hätte. Auch bei der Reportage über die Rolle Mühle stehen zu sehr beliebige Imagefotos im Vordergrund. Selbst auf der Seite mit Neueröffnungen von "Frida"-Märkten finden sich nur allgemeine PR-Fotos der Konsum Dresden eG.

Auch an der Heftdramaturgie sollte noch gearbeitet werden, Texte und Themen sind oft zu gleichwertig aufbereitet, Anzeigen sind teilweise unglücklich platziert und oft als solche gar nicht eindeutig erkennbar - dann könnte man die Kennung auch gleich weglassen.

Das "Frida"-Magazin soll künftig fünfmal jährlich mit einer Druckauflage von 287.000 Exemplaren erscheinen. Nächster Erscheinungstermin ist der 7. Mai, die zweite Ausgabe soll den Schwerpunkt "Grillen und frischer Spargel" haben.

Laut der Firmen-Internetseite erhalten Dresdner "Frida" kostenfrei in Verbindung mit der "Sächsischen Zeitung" oder direkt in allen Filialen der Konsum Dresden eG. Verwirrend ist, dass auf dem Titel "Schutzgebühr 1 Euro" steht. Diesmal habe ich das Magazin kostenlos an der Konsum-Kasse erhalten, sollte das nächste Heft aber tatsächlich einen Euro kosten, werde ich dann wohl lieber darauf verzichten – dafür hat mich die redaktionelle Umsetzung leider zu wenig überzeugt. Nicole Kirchner

Hier finden Sie die offizielle Pressemitteilung: "Frisch, knackig, Frida: Konsum Dresden bringt neues Feinschmecker-Magazin auf den Markt".

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