Social-Media-Atlas: Ist Sachsen bei Facebook & Co noch Entwicklungsland?

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Jetzt ist's raus: Der Freistaat ist in Sachen Social Media, also der Nutzung von Angeboten wie Facebook, Twitter, Youtube usw., irgendwie noch Entwicklungsland. Das jedenfalls geht aus dem "Social Media Atlas 2011" hervor, dessen Ergebnisse in diesen Tagen veröffentlicht worden sind.

Erstellt worden ist der Atlas gemeinsam von "der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung", so die Pressemitteilung. Die drei Kooperationspartner haben für ihre Studie "4.230 deutsche Internetnutzer onlinerepräsentativ" im Zeitraum 16. bis 27.10. befragt.

Konkret liefert die Pressemitteilung folgende Ergebnisse:

  • Sachsen ist mit einer Nutzungsqoute von 53% im Bundesländervergleich auf dem vorletzten Platz - nur Mecklenburg-Vorpommern schneidet mit 52% noch schlechter - oder, je nach lesart: besser - ab. Spitzenreiter sind übrigens Rheinland-Pfalz (73%), Baden-Würtemberg und Saarland (jeweils 70%). Insgesamt sind 64 Prozent der Bevölkerung in der Bundesrepublik aktiv in Social-Media-Angeboten.
  • Spitzenreiter ist die Zielgruppe 14-29 Jahre - also die Jüngeren. Zur weiteren Aufschlüsselung nach Altersgruppen enthält die Presseinformation keine Angaben. Zur Geschlechteraufteilung heißt es, dass Frauen wesentlich "Social-Media-affiner" sind als Männer.
  • "Unter den sieben am häufigsten genutzten Social Media-Kanälen sorgt vor allem YouTube für Zufriedenheit." Was immer mit "Zufriedenheit" gemeint ist - steht da nicht. Die weiteren Plätze belegen (in dieser Reihenfolge) Facebook, Xing, MyVideo, Twitter, Wer-kennt-wen und StayFriends.
  • Außerdem enthält die Mitteilung noch Aussagen zur Werbung in Social-Media sowie zu den Nicht-Nutzern, etwa die: "Weitere 29 Prozent (der Nicht-Nutzer bundesweit, owy) erteilen Social Media eine grundsätzliche Absage. Sie besuchen derzeit keine der Plattformen und haben es auch nicht vor."

Karte aus dem (N)Onliner-Atlas 2011, Seite 20 - das Bild ist verlinkt zur Download-Seite!

Das schlechte (bzw. gute - hängt ja wirklich an der Perspektive) Abschneiden Sachsens korrespondiert auch zu den Ergebnissen des (N)Onliner-Atlas 2011, der schon im Juli veröffentlicht worden ist. Er  dokumentiert die Online-Nutzung (nicht gleichzusetzen mit Social-Media-Nutzung!) in Deutschland.

Aus dem (N)Onliner-Atlas geht hervor, dass Sachsen bei der Internet-Nutzung zwar im Vergleich zur 2010 deutlich zugelegt hat, im Bundesländervergleich aber ebenfalls ziemlich weit hinten liegt - nämlich auf Platz 11. Konkret sind demnach 70,5% der Sachsen sogenannte Onliner (vgl. Tabelle in der Studie auf S. 11). Was im Vergleich der beiden Atlanten etwas verwundert: Im Social-Media-Altas liegt das Nachbarland Sachsen-Anhalt auf Platz 6, im (N)Onliner-Atlas schneiden die Sachsen-Anhaltiner allerdings schlechter ab als die Sachsen. Wobei die Studien an sich auch nicht direkt miteinander vergleichbar sind.

Die komplette Mitteilung zum Social-Media-Atlas 2011 finden Sie auf der Seite eines der Unternehmen, die die Studie erstellt haben. Titel: "Social Media-Atlas 2011: Die größten Social Media-Muffel kommen aus Mecklenburg-Vorpommern".
Den (N)Onliner-Atlas finden Sie hier zum Download als PDF: http://www.nonliner-atlas.de.

1 Kommentar
  • Sebastian
    Dezember 15, 2011

    Hm, wie stehen wir denn in der DSL-Verfügbarkeit dar?

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