„Mut zum Konsens“: Dokumentation zur AG 13. Februar erschienen

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DVD-Hinweis: Die Dresdner Filmproduktion Studio Klarheit hat einen Film über die Arbeit der AG 13. Februar im Winter 2011/2012 veröffentlicht. Studio Klarheit hatte als eines von zwei Dokumentationteams die AG über mehrere Monate begleitet und dabei jede Menge Film-Material gesammelt. Daraus ist eine 38-minütige DVD mit dem Titel "Mut zum Konsens" entstanden.

Die Dokumentation arbeitet dabei größtenteils mit sehr schlichten Mitteln; häufig werden Standbilder aus den Sitzungen verwendet, um O-Töne der AG-Mitglieder abzubilden. Dazwischen sind Bilder von Naziaufmärschen oder der zerstörten Stadt Dresden von 1945 zu sehen. Außerdem kommen Blockierer und ein Vertreter von Dresden Nazifrei zu Wort. Schade: Selten wird die Entwicklung kommentiert oder eingeordnet.

Im Begleittext zur DVD heißt es:

"Der Film 'Mut zum Konsens' zeigt den äußerst komplizierten Prozess der Entstehung eines Konzepts gegen rechtsextreme Kräfte im Rahmen der Dresdner Stadtgesellschaft."

Und:

"Ergänzt durch historische Aufnahmen 1945, Blockade- und Demonstrationssequenzen 2011 und 2012 ist ein Film- und Zeitdokument entstanden, das nachvollziehbar macht, welche ungewöhnlichen Wege man in Dresden gegangen ist, um den Ruf der Stadt zu retten."

Fakt ist: Erstmals ist so für Außenstehende ein Einblick in die Arbeit der AG möglich, die stets unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagte. Die Arbeit der AG im Winter 2011/2012 hatte für reichlich Diskussionstoff und Presseberichte innerhalb der Landeshauptstadt gesorgt.

Die DVD ist käuflich auf der Seite von Studio Klarheit zu erwerben (unter dem Menü-Punkt Verkauf). Sie kostet 8 Euro zzgl. MwSt. und Versandkosten. Auf der Webseite ist auch ein kurzer Ausschnitt aus dem Film zu sehen.

Hinweis: stawowy media hat die AG 13. Februar und den Moderator Frank Richter bei der Kommunikationsarbeit unterstützt.

2 Kommentare
  • Kurt
    September 16, 2012

    Wer nicht Vertrauenslehrer für politisch korrekte Bildung ist oder einer der zahlreichen politischen Wächtervereine a là Kulturbüro Dresden oder ein links-grüner FanboyIn, kann sich das Geld sparen.
    Diese Produktion ist ein gutes Beispiel dafür, was für Unmengen an Steurgeldern in den Wasserkopf der Helferindustrie gepumpt werden. Da fällt sogar was für der Familie Bauer ihr Filmstudio ab.

    Eine filmische Begleitung der AG 13.Februar ist im Grunde unnötig. Außer dem Stadtarchiv braucht sowas kein Mensch. Wenn, ja, wenn sich nicht die tolle Gelegenheit böte, mit einem Filmchen gleich noch Politik zu machen.
    Der Kommentar hört sich an, als wäre er von der Politikredaktion des coloradio geschrieben. Und die dazu montierten Bilder suggerieren die von Links-Grün gewünschte Sicht der Ereignisse. Handwerklich ist das perfekt gemacht. Von der Aussage her ist es nichts als ein weiteres Werk politisch interessierter Kreise, das Totengedenken von uns Dresdnern generell zu diskreditieren. (Daß das mit der Rettung des guten Rufs von Dresden begründet wird, ist eine Zumutung. Eine bevormundende Zumutung übrigens — also typisch sozialistisch.)

    Na dann: Vorwärts immer — rückwärts nimmer!

    PS: Nur mal so am Rande; Der größte Naziaufmarsch Europas findet seit Jahrzehnten im Baltikum statt. Aber bis dorthin fahren die von Partei- und Gewerkschaftsführung gecharterten Busse wohl nicht.

  • stefanolix
    September 16, 2012

    @Kurt: Der Fortschritt bewegt sich wie eine Schnecke. Die Bilanz des 13. Februar 2012 finde ich um eine Größenordnung besser als die Bilanz der Ereignisse des Jahres 2011. Das Stichwort ist in diesem Fall Sicherheitspartnerschaft. Realistisch betrachtet: Es war 2012 die beste aller zur Verfügung stehenden Lösungen, obwohl auch damit niemand wirklich zufrieden sein kann. Es gibt noch viel Raum für Verbesserungen.

    Ich schätze und respektiere die Arbeit der AG 13. Februar. Eine Vereinnahmung der AG für politische Interessen halte ich für sehr gefährlich, weil dadurch im Jahr 2013 der Kompromiss wieder gefährdet werden kann. Ob der Film ein Versuch der Vereinnahmung ist, wird man nur einschätzen können, wenn man ihn vollständig gesehen hat und wenn man mit Beteiligten gesprochen hat.

    Was am Beginn des Ausschnitts über die Ereignisse im Jahr 2011 gesagt wird, grenzt allerdings an Geschichtsverfälschung [in diesem Fall durch Weglassen eines wichtigen Teils der Ereignisse]. Da wird das Prinzip »Audiatur et altera pars« grob verletzt. Die »nicht angehörte Seite« ist in diesem Fall die Polizei als Organ des demokratischen Rechtsstaats. Die Polizei wurde von Extremisten fast den ganzen Tag lang immer wieder angegriffen, bis mehr als hundert Polizisten zum Teil schwer verletzt waren.

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