SLM-Präsident Michael Sagurna im Interview: „Wenn es sich bewegt ist es besser“

"Auslöser", das Informationsblatt des Filmverband Sachsen e.V., hat in der aktuellen Ausgabe 5/2013 ein Interview mit Michael Sagurna veröffentlicht. Der Präsident des SLM-Medienrats spricht über die Medienlandschaft in Sachsen, die Schwerpunkte seiner Arbeit und die Rolle der kulturellen Filmförderung.

Zum Thema Lokalfernsehen verrät Sagurna, dass er mit einer Konsolidierung, also einer Reduzierung der Zahl der Sender rechnet; die Arbeit der SAEKs lobt er, erwartet aber eine tiefere Ausbildungsqualität.

Flurfunk Dresden gibt das "Auslöser"-Interview an dieser Stelle mit dem Einverständnis aller Beteiligten wieder - vielen Dank dafür!

Das Interview führten Jana Endruschat und Christian Zimmermann.

Michael Sagurna, Präsident des SLM-Medienrats; Foto: Jana Endruschat

Michael Sagurna, Präsident des SLM-Medienrats; Foto: Jana Endruschat

"Auslöser": Herr Sagurna, Sie haben seit den 1990ern in der sächsischen Staatsregierung mehrere Positionen inne gehabt. In diese Zeit fielen Leuchtturmprojekte wie die Gründung des Mitteldeutschen Rundfunks, der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) sowie der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM). Wie beurteilen Sie diese im Rückblick?
Michael Sagurna: Was Prof. Reiter damals beim Aufbau des MDR als Gründungs-Intendant geleistet hat, war beeindruckend, auch wenn später einiges im Haus aus dem Ruder gelaufen ist. Der Aufbau einer neuen öffentlich-rechtlichen ARD-Anstalt in wenigen Monaten, begleitet von unendlichen Problemen und teilweisem Neid westdeutscher Kollegen, das war eine historische Leistung. Leider blieben ja nach seinem Ausscheiden zunächst nur die Schwierigkeiten der letzten Monate im Gedächtnis, aber das ändert sich auch gerade wieder, was mich freut. Er war bis zuletzt ein guter Intendant.
Auch die Initiative zur Gründung der MDM ging von Sachsen aus. Wir hatten uns in der Staatskanzlei bereits intensiv und lange mit dem Thema beschäftigt und hätten nötigenfalls auch eine rein sächsische Filmförderung aufgebaut. Aber zusammen mit Ministerpräsident Vogel aus Thüringen gelang es dann, Sachsen-Anhalt auch ins Boot zu holen.
Ich finde, dass die MDM sich seitdem gut gemacht hat. Überlegen Sie sich mal, was es für die DOK Leipzig, für den Schlingel oder das Filmfest Dresden bedeuten würde, wenn es die MDM nicht gäbe, ganz abgesehen von den vielen guten Filmen und TV-Serien, die durch sie in Sachsen entstanden sind. Die MDM war ein Volltreffer und sie hat sich natürlich weiterentwickelt seit 1998. Was damals an Anträgen hereinkam, wurde ja anfangs meistens gefördert. Aber es wurde dann rasch deutlich strenger. Und inzwischen wird natürlich aus vielen guten Anträgen das Beste ausgewählt. Die MDM ist ganz klar als wirtschaftliche Filmförderung angelegt, aber die Grenzen zwischen kultureller und wirtschaftlicher Filmförderung gleiten gelegentlich. Das ist tolerabel in einem Kulturland wie Sachsen.
Die Struktur der Förderung in Sachsen ist insgesamt eigentlich sehr befriedigend. Kulturstiftung, MDM und SLM fördern regelmäßig. Und die Städte und Kulturräume stehen auch nicht abseits.

"Auslöser": Seit vergangenem Jahr sind Sie Präsident der SLM. Welche Schwerpunkte sind Ihnen dabei wichtig?
Sagurna: Zwei Ziele stehen augenblicklich im Vordergrund: Die Konvergenz der Medien im Internet nimmt zurzeit Zeit mächtig Fahrt auf. Wir müssen uns Gedanken machen, was noch zugelassen und reguliert werden sollte und was nicht.
Und: Die lokalen TV-Veranstalter im Lande machen uns Sorgen. Wir wollen Unterstützung für sie mobilisieren, um die Vielfalt auf der lokalen Ebene zu erhalten und zu festigen.

"Auslöser": Welche Ziele verfolgt die SLM mit der ergänzenden kulturellen Filmförderung?
Sagurna: Wir wollen einen kleinen Beitrag dazu liefern, die ungenügende Film-Ausbildungssituation in Sachsen so zu ergänzen, dass wir Nachwuchs an das Filmschaffen heranführen und kreative Menschen aus Sachsen dazu bringen, sich für Film zu interessieren. Zum anderen wollen wir schlicht und einfach, dass gute Filme entstehen. Das können wir nicht allein, aber wir können zumindest mit unserer ergänzenden kulturellen Filmförderung auch finanziell etwas beisteuern.
Auch unsere ergänzende Förderung ist ausschließlich als Produzentenförderung angelegt. Wir brauchen also professionelle sächsische Produzenten als Antragsteller, keine Briefkasten-Firmen. Für die oben beschriebenen Ziele ist ein von einem sächsischen Produzenten und mit sächsischem Stab produzierter Film mit einer französischen Geschichte besser als der Film eines Berliner Produzenten über eine sächsische Geschichte. Am besten ist es natürlich, wenn Produzent, Stab, Postproduktion und Geschichte sächsisch sind und der Film alle Festivals abräumt.
Und es entspricht auch nicht unseren Zielen, dass wir jemanden einen schlechten Film machen lassen, weil er sich mal ausprobieren möchte. Dafür sind rund 100.000 Euro im Jahr zu wertvoll.

"Auslöser": Haben sie eine Entwicklung bei der Antragstellung erlebt?
Sagurna: Wir haben inzwischen mehr Einreichungen und die Entscheidungen werden erfreulicherweise schwieriger. Die Projekte haben nach meinem Eindruck deutlich mehr Qualität im Vergleich zu früher.

"Auslöser": Profitiert die SLM von der Reform des Rundfunkbeitrages?
Sagurna: Nein, das glaube ich nicht. Es sei denn, der Anteil, der den Landesmedienanstalten zusteht, wird irgendwann im Rundfunkstaatsvertrag erhöht, was manche durchaus diskutieren. Selbst wenn jetzt mehr Geld als erwartet hereinkommen sollte, wird am Ende bei uns kaum mehr ankommen. Im Herbst 2014 werden wir es genauer wissen.

“Auslöser” ist das Informationsblatt des Filmverbandes Sachsen e.V. und berichtet als sächsisches Medienfachblatt über das Geschehen in der Film-, Video- und TV-Landschaft des Freistaates. "Auslöser" erscheint 4x im Jahr.

“Auslöser” ist das Informationsblatt des Filmverbandes Sachsen e.V. und berichtet als sächsisches Medienfachblatt über das Geschehen in der Film-, Video- und TV-Landschaft des Freistaates. "Auslöser" erscheint 4x im Jahr. Wer in der aktuellen oder älteren Ausgaben lesen oder die Zeitschrift bestellen möchte, klicke auf das Titelbild.

"Auslöser": Welche Rolle spielt das Lokalfernsehen aus Sicht der SLM?
Sagurna: Es hat zunächst einmal die Funktion als lokaler Player der Nachrichtenversorgung. Das hört sich schlicht an, ist aber - gerade hier im Osten - sehr wichtig, da es hier fast durchgängig eine sehr geringe lokale Medienvielfalt gibt. Manche Landkreise haben nur eine regionale Tageszeitung, manche Orte eine auch deshalb nicht besonders breite Lokalberichterstattung.
Das heißt, diese jetzt noch verbliebenen knapp 60 TV-Veranstalter in Sachsen – es waren einmal mehr als 100 – sind ein ungemein wichtiger Beitrag zur Meinungsvielfalt auf der lokalen Ebene. Es wäre falsch, wenn die SLM oder wer auch immer mit staatlichen Mitteln eine solche Szene wie am Tropf künstlich am Leben halten würde. Aber wenn sie diesen unverzichtbaren Vielfaltsbeitrag leisten, dann ist es richtig, dass wir dafür so viel tun, wie wir tun können.

"Auslöser": Wird es jetzt bei den knapp 60 Sendern bleiben?
Sagurna: Ich denke, dass das noch weiter runtergehen wird. Wir haben gesagt, wir müssen etwas tun und können uns das nicht einfach so anschauen. Das bedeutet aber auch, dass die Veranstalter mitmachen müssen und größere Einheiten bilden, die ihr Unternehmen wirtschaftlich stabiler machen. Ohne diese Konsolidierung geht es nicht.
Wir geben auch jetzt auch schon Mittel für die Umstellung auf Digitaltechnik als Unterstützung. Was wir nicht fördern können, ist das Programm selbst. Das ist uns zu Recht von der Verfassung her nicht erlaubt. Der Staat darf hier kein Geld geben.

"Auslöser"Was halten Sie von dem Gedanken, den Rundfunkbeitrag auch für lokale Sender zu verwenden?
Sagurna: Unsere Lokal-Fernsehsender sind private Unternehmen. Gäben wir Rundfunkbeiträge für deren Programme, müssten sie öffentlich-rechtlich sein. Solche Gebührenmittel können also nur für technische Verbreitungskosten bei den Privaten verwendet werden.

"Ausköser"Die SLM finanziert auch die SAEKs als Erprobungskanäle für Kinder bis Senioren. Wie werden die SAEKs angenommen in 2013. Und gibt es Gedanken zur Weiterentwicklung dieses Modells? Und benötigt diese Ausbildung neue Konzepte?
Sagurna: Effizienz und die Wirksamkeit der eingesetzten Mittel für Medienkompetenz sind bei den SAEKs beachtlich. Noch in diesem Jahr werden wir die Zahl von einhunderttausend Menschen erreichen, die seit Einrichtung der SAEKs dort Medienkompetenzkurse absolviert haben, die meisten mehrtägig. Das ist viel. Wir erreichen also - im Unterschied zu den Ländern, die sogenannte Bürgerradios betreiben - mit unseren Angeboten deutlich mehr Menschen.
Dennoch wollen wir die Ausbildungskonzepte optimieren. Wir wollen aus demselben Geld noch mehr machen. Die Kurse sollen nicht vermehrt werden, sie sollen inhaltlich noch profilierter werden. Wir schreiben gerade unsere Erfahrungen aus den letzten Jahren auf und erstellen so etwas wie ein Curriculum für Medienkompetenz, in dem die erfolgreichsten Kurse und Angebote beschrieben und erklärt werden. Durchaus zum Nachmachen.

"Auslöser": Sachsen erwirtschaftet laut den Kulturwirtschaftsberichten ca. 6,5% des bundesweiten Umsatzes im Film- und Fernsehbereich. Nicht gerade ein Spitzenwert...
Sagurna: Zunächst liegen wir damit schon sehr deutlich über dem Bevölkerungsschnitt. Sachsens Einwohner sind gut 5 % der deutschen Bevölkerung. Und unser Freistaat ist kein klassisches Filmland. Die Geschichte des sächsischen Films, von der besonderen Stellung des Animationsfilms abgesehen, beginnt 1990. Es gibt eine große und ehrwürdige Zahl von Sachsen, die im deutschen Filmgeschäft erfolgreich waren, als Schauspieler oder Regisseure, Dramaturgen, Autoren etc. Aber was die Produktion angeht, so war immer alles in Berlin. Sicher auch von Sachsen gemacht, aber eben in Berlin. Wir liegen also garnicht so schlecht, finde ich.

"Auslöser": Gibt es ein sächsisches Markenzeichen?
Das drängt sich mir im Filmgeschäft nicht gerade auf. Aber wenn es Gemeinsamkeiten gibt, dann ist es die Fähigkeit, aus relativ wenig relativ viel zu machen.

"Auslöser": Ein Blick in die Zukunft, welche Entwicklung erwarten Sie und was wird dabei aus der SLM?
Sagurna: Die große „eierlegende Wollmilchsau“ als Medium, also das digitale Medium mit Anteilen von Text, Video, Audio, Fotos und Interaktivität, ist längst da und verbreitet sich - wir wissen nur noch nicht, wie wir es nennen sollen. Wie wird man es regulieren? Wir hoch wird der Regulierungsgrad sein müssen? Minimal-Regulierung und Selbstregulierung wie bei der Presse? Oder eher Zulassung, Aufsicht und Kontrolle wie bis dato bei den Rundfunkmedien Hörfunk und Fernsehen?
Regulierungsbedarf besteht ja immer dann, wenn ohne Regulierung Meinungsoligopole entstehen, oder wenn das Recht des Stärkeren oder Mächtigeren herrscht und Schwache schutzlos sind.
Es wird mit Sicherheit auch in Zukunft ein gewisses Maß an Regulierung, Aufsicht und Kontrolle geben. Deren Intensität wird aber wegen der globalen digitalen Medienvielfalt vermutlich geringer sein. In jedem Fall aber werden die Prozesse für eine Landesmedienanstalt komplexer und damit schwieriger werden.

"Auslöser"Vielen Dank für das Gespräch.

Informationen zu Michael Sagurna:

Der studierte Jurist und Journalist Michael Sagurna kam bereits kurz nach der Wende nach Sachsen. Er arbeitete als Regierungssprecher und Medienbeauftragter in den ersten drei Biedenkopf-Kabinetten und schließlich als Staatsminister und Chef der Staatskanzlei unter Georg Milbradt.

Mit seiner Affinität zum Film trieb er unter anderem die Gründung der MDM voran. 2008 zog sich Michael Sagurna aus der aktiven Politik zurück und betreibt seit dem eine Unternehmensberatung in Dresden. 2013 wurde er zum Präsidenten der Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien gewählt.

 

3 Kommentare
  • Heiko
    Dezember 16, 2013

    Die SLM und die SAEKs:
    "Noch in diesem Jahr werden wir die Zahl von einhunderttausend Menschen erreichen, die seit Einrichtung der SAEKs dort Medienkompetenzkurse absolviert haben, die meisten mehrtägig. Das ist viel. Wir erreichen also – im Unterschied zu den Ländern, die sogenannte Bürgerradios betreiben – mit unseren Angeboten deutlich mehr Menschen.
    Das ist reine Zählerei und damit Humbug. Nachhaltigkeit bei der Förderung von Medienkompetenz wird damit nicht erreicht, denn die SAEKs und auch die Medienmobile der SLM sollen möglichst alle einmal mit ihren Angeboten erreichen. Da führt aber dazu, dass es keine längerfristigen Angebote bzw. wiederholte Angebote für die interessierten Einrichtungen bzw. Interessenten gibt. Mit einmal einem Video- oder Audiokurs fördert man keine Medienkompetenz.

  • Bernd
    Dezember 17, 2013

    Zitat Sagurna: "Wir erreichen also – im Unterschied zu den Ländern, die sogenannte Bürgerradios betreiben – mit unseren Angeboten deutlich mehr Menschen."

    Das ist aus zwei Gründen Unsinn. Erstens aus einem technischen, denn alle entsprechenden Sender senden auch über das Internet und haben insofern die gleiche Reichweite bzw. das gleiche Potential, Menschen zu erreichen. Dazu kommt aber, dass viele Bürgerradios zusätzlich über terrestrische UKW-Frequenzen hörbar sind, während die SLM dem SAEK nie eine terrestrische Frequenz bereit gestellt hat, sondern statt dessen vor einigen Jahren sogar die wenigen früher nutzbaren Kabelfrequenzen für den SAEK gestrichen hat. Der herkömmliche Radiohörer wird also vom SAEK gar nicht mehr erreicht, insofern dürfte der SAEK insgesamt eher weniger Menschen erreichen als Bürgerradios mit UkW-Frequenz.

    Zweitens kann jeder auf den entsprechenden websites selbst durchzählen und vergleichen, wie viele Redaktionen bei den SAEK im Radiobereich entstanden sind und wie viele es demgegenüber allein bei den sächsischen Bürgerradios Radio Blau (Leipzig), Radio t (Chemnitz) und Coloradio (Dresden) gibt. Beispielsweise gibt es im SAEK Leipzig nur eine einzige "crossmediale" (die also anscheinend Radio und Fernsehen abdeckt) Redaktion, während man bei Radio Blau eine umfassende Liste findet (und die machen logischerweise nur Radio):

    http://www.saek.de/saek-studios/leipzig/redaktionen/
    http://www.radioblau.de/index.php?z=bl3

    In den anderen großen Städten sehen die Vergleiche grundsätzlich nicht viel besser aus. Interessant wären hier noch die jeweils beteiligten Personenzahlen, aber bereits nur durch die geringe Anzahl der Redaktionen schneidet die SLM mit ihrem SAEK nicht sehr gut ab.

  • Michael Sagurna
    Dezember 21, 2013

    Sie haben, Bernd, mich wohl falsch verstanden. Natürlich erreichen sogenannte Bürgermedien mit ihren Programmen mehr Hörer oder Zuschauer als die sächsischen SAEKs, die ja so gut wie gar keine Sendungen ausstrahlen, auch nicht im Netz. Darauf kommt es aber nicht an.

    Es geht vielmehr darum, dass möglichst viele junge Menschen Medienkompetenz erwerben. Das können Sie nicht, indem sie Radio Blau oder Coloradio hören, so interessant diese Sender auch berichten. Medienkompetenz erlangt man nur, wenn man erlebt und/oder ausprobiert, wie Medien gemacht werden. Die Zahl der jungen Leute, die in Bürgermedien tatsächlich Medien machen, ist naturgemäß deutlich kleiner als die Zahl derjenigen, die durch einen guten SAEK-Kurs eine Vorstellung davon erhalten, dass es in Medien Hierarchien gibt, warum und wie Themen ausgewählt oder verworfen werden, was der Unterschied zwischen Meinungs- und Nachrichtenjournalismus ist, warum ausgebildete Journalisten die beste Gewähr für gut recherchierte, ausgewogene und um Objektivität bemühte Programme sind, etc.

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