Rückzug vom Wochenende: „WochenSpiegel Sachsen“ ohne Samstags-Ausgabe

Wochenspiegel-Ausriss vom 8.2.2014

Und noch eine Meldung aus dem Markt der kostenlosen Wochenzeitungen:

Der "WochenSpiegel Sachsen" (erscheint in Teilen des Regierungsbezirks Chemnitz, gehört zur Weiss-Gruppe) hat sich vom Wochenende zurückgezogen und erscheint künftig nur noch mittwochs.

In der "WochenSpiegel"-Ausgabe vom vergangenen Samstag (8.2.2014, hier als PDF) war auf Seite 1 unter der Überschrift "In eigener Sache" zu lesen:

"Liebe Leserinnen und Leser, liebe Kunden und Partner,

heute halten Sie die Samstagsausgabe Ihres WochenSpiegels letztmalig in den Händen. Die Gesellschafter und die Geschäftsführung der Wochenspiegel Sachsen Verlag GmbH haben entschieden, den Wochenendtitel einzustellen und sich verstärkt auf den Mittwoch zu konzentrieren. Wir wollen uns zukünftig gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf die lokale Berichterstattung und das lokale Geschäft in dieser Ausgabe konzentrieren.

Unsere Redakteure und Kundenberater stehen Ihnen weiterhin kompetent mit Rat und Tat zur Seite. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit.

Die Geschäftsführung"

Der "WochenSpiegel" ist im gesamten Direktionsbezirk Chemnitz in den Briefkästen zu finden, wird allerdings im Erzgebirge von einem anderen Verlag als in den übrigen Regionen herausgegeben. Beide haben unterschiedliche Gesellschafter und sind wirtschaftlich unabhängig voneinander.

Die WochenSpiegel Erzgebirge Verlags GmbH ist für die "WochenSpiegel"-Ausgaben im Erzgebirge zuständig, also in den Regionen Aue, Stollberg, Annaberg-Buchholz, Marienberg und Zschopau. Zwar koopieren beide Verlage eng miteinander, bei der Samstagsausgabe geht man aber nur getrennte Wege.

Im Erzgebirge wird es also weiterhin eine Samstags-Ausgabe geben (zur Veranschaulichung sei die Karte ist in den Media-Daten auf Seite 4 und 5 empfohlen, hier als PDF).

Der WochenSpiegel Sachsen Verlag GmbH, die die übrigen Regionen im Regierungsbezirk Chemnitz versorgt und jetzt die Einstellung der Samstagsausgabe verkündet hat, gehört seit Jahreswechsel mehrheitlich der Weiss-Gruppe. Die DD+V ("Sächsische Zeitung" und "Morgenpost Sachsen") hält noch 25 % am "WochenSpiegel Sachsen" (vgl. Flurfunk Dresden vom 5.12.2013: "DD+V verkauft WVD ('Wochenspiegel Sachsen') an 'Freie Presse' und Weiss-Gruppe").

Der Markt der kostenlosen Wochenblätter im Freistaat verändert sich derzeit zunehmend. Erst im Sommer hatte die Weiss-Gruppe, die auch den "Wochenkurier Dresden" herausgibt, den "Wochenkurier Leipzig" und "Hallo Leipzig" vom Markt genommen (vgl. Flurfunk Dresden vom 5.12.2013). Zum Jahreswechsel hatte die Weiss-Gruppe dann die Mehrheit am "Wochenspiegel Sachsen" in Chemnitz übernommen ("vgl. Flurfunk Dresden vom 5.12.2013"), um jetzt als erste Maßnahme die Samstags-Ausgabe einzustellen.

Gestern schließlich wurde bekannt, dass der "Sächsische Bote" (gehört zur "Freien Presse" und erscheint im Raum Dresden) seine Mittwochs-Ausgabe einstellt (vgl. Flurfunk Dresden vom 13.2.2014: "'Sächsischer Bote' erscheint künftig nur noch am Samstag").

1 Kommentar
  • Reinhard Bräutigam
    August 26, 2014

    Leider wurde nun auch die Mittwochsausgabe des "Wochenspiegel" im Raum Zwickau/Werdau völlig eingestellt.
    Das Meinungsmonopol wird nun vollkommen von der "Freien Presse" beherrscht.

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