„Sächsischer Bote“ erscheint nur noch am Samstag

Titel-Ausriss des letzten Mittwochs-"Sächsischen Boten"

Titel-Ausriss des letzten Mittwochs-"Sächsischen Boten"

Im "Sächsischen Bote" von gestern (Mittwoch, 12.2.2014, hier als PDF) ist zu lesen, dass man künftig auf die Mittwochs-Ausgabe verzichten wird.

Unter der Überschrift "Immer samstags" ist auf Seite 1 zu lesen:

"Die kostenlosen Wochenzeitungen sind aus den Briefkästen nicht mehr wegzudenken. Sowohl die Anzahl der Titel wie auch deren gesamte Auflage ist in den vergangenen drei Jahren deutlich gestiegen. Dabei gewinnt der Samstag als bevorzugter Erscheinungstag an Bedeutung. Von 2012 auf 2013 stieg deutschlandweit die Zahl der Wochenendtitel von 217 auf 247.
Ein Trend, den auch der Wochenblatt Verlag Dresden nicht länger ignorieren wollte: Bereits Anfang März 2012 erschien in Dresden der erste „Sächsische Bote“ am Wochenende. Und das zusätzlich zu den Ausgaben am Mittwoch. Es war verlegerisch ein gewollter Spagat, der allerdings über längere Zeit hin nicht zur Zerreißprobe werden sollte. Nach zwei Jahren wird deshalb der damals begonnene Schritt nun sofort und endgültig vollzogen. Künftig ist der Sonnabend der alleinige Erscheinungstag des 'Sächsischen Boten'."

Der "Sächsische Bote" erscheint in der Sächsischer Bote Wochenblatt Verlag GmbH, einer Tochter der Chemnitzer Verlag und Druck (u.a. "Freie Presse"). Bislang erschien das kostenlose Anzeigenblatt immer mittwochs und samstags mit Ausgaben in Dresden, Meißen, Großenhain, Radeberg, Riesa, Pirna und dem Weißeritzkreis.

Die Erscheinungsgebiete der beiden Ausgaben variierten dabei leicht, so gab es im Raum Radeberg bislang sowieso nur die Mittwochs-Ausgabe; in der Region Pirna ist der "Sächsische Bote" bisher sowieso nur am Samstag in den Briefkästen.

Wettbewerber in der Dresdner Region sind der "Wochenkurier" (gehört zur Weiss-Gruppe, erscheint Mittwochs) und "DaWo" ("Dresden am Wochenende", erscheint samstags) und "freitagSZ" (gehören beide zur DD+V, also zur "Sächsischen Zeitung", erscheint freitags).

Als Grund für die Einstellung der Mittwochs-Ausgabe des "Sächsischen Boten" ist aus Verlagskreisen zu hören, man habe sich am Mittwoch nicht durchsetzen können, der Markt sei weiterhin schwierig.

Der Chemnitzer Verlag hatte den "Sächsischen Boten" vor einigen Jahren vom Axel-Springer-Verlag übernommen und kurze Zeit später die Samstags-Ausgabe installiert. Der Plan, sich komplett auf das Wochenende zu konzentrieren, scheiterte damals am großen Beilagen-Kunden Möbel Mahler.

Auf Seite 1 der letzten Mittwochs-Ausgabe ist nun zu lesen:

"Noch erscheinen zwei Drittel aller Wochenzeitungen in der Mitte der Woche, das hat viel mit Tradition zu tun, doch die Lesegewohnheiten ändern sich und ebenso die Wünsche der Geschäftskunden, die nach alternativen Werbeplattformen suchen. Wir erhoffen uns vom Samstag vor allem ein Mehr an Aufmerksamkeit bei den Lesern für die vielfältigen redaktionellen Inhalte unserer Zeitung. So kommt auch die Werbung besser bei den Adressaten an. Der Sächsische Bote wird mit seiner Wochenende-Ausgabe weiterhin eine sich stark lokal orientierende Zeitung sein – aus der Region, für die Region."

Hinweis: Bitte berücksichtigen Sie auch unsere Meldungen von heute zu den Veränderungen im Regierungsbezirk Chemnitz - dort hat der "WochenSpiegel Sachsen" gerade die Samstags-Ausgabe eingestellt (vgl. Flurfunk Dresden vom 13.2.2104: "Rückzug vom Wochenende: 'WochenSpiegel Sachsen' ohne Samstags-Ausgabe").

10 Kommentare
  • Traphael
    Februar 14, 2014

    Na ja, so richtig werden die Zahlen nicht wieder gegeben. Nicht die Zahl der Wochenendtitel sind von 217 auf 247, sondern die Zahl der samstags erscheinenen Titel. Die Anzahl der Sonntagstitel ist dagegen von 267 auf 259 gesunken (Quelle BVDA, AWA 2013, http://www.bvda.de/marktdaten/daten-fakten-praesentationen/details/erscheinungstage-anzeigenblaetter-2013-im-vergleich-zu-2012-anzahl-titel.html). Und ob die Werbung am Samstag besser bei den Adressaten ankommt ist auch fraglich. Immerhin ist der bundesweiter Wert "Leser pro Ausgabe" der Anzeigenblätter von 66,8 % (2008) auf 56,4 % (2013) gesunken (kann in Dresden natürlich anders sein) :)

  • Leo Part
    Februar 19, 2014

    Ob der SB Mittwochs und oder Samstag erscheint ist mir persönlich egal. Diese Blatt wird seit langem sehr unregelmäßig verteilt. Ob es am Zusteller/Verteiler oder an der Firma liegt die diesen bazahlt, weiß ich nicht.
    Der Wochenkurier kommt wöchentlich am Mittwoch, darauf ist verlass.

  • Leserfreund
    Februar 19, 2014

    Die veröffentlichten Angaben zur Verteilung des SB sind wahrscheinlich nur für die Anzeigenkunden. Im Kreis Großenhain gibt es eine Reihe weißer Flecken, in denen seit Jahren kein SB mehr erscheint. Ist auch nicht schlimm. Wir haben eine blaue Tonne in die muss seit dem nur noch das andere kostenlose Anzeigenblatt mit ohne redaktionellen Inhalten.

  • Erik
    Februar 20, 2014

    Also bei uns in DD-Bühlau ist es genau umgekehrt. Der Bote kam immer ordentlich 2 mal die Woche in den Briefkasten, ganz anders beim Wochenkurier den ich des öfteren im Garten aufsammeln durfte.
    Auch inhaltlich fand ich den Boten interessanter als den Wochenkurier, besonders am Wochenende findet man viel regionale Informationen. Da braucht man kein ABO der SZ mehr. Aber das ist natürlich alles subjektiv und auch ok so.

  • Traphael
    Februar 20, 2014

    Die Verteilung liegt sowohl am Zusteller als auch an der Bezahlung. Auch die Zeiten haben sich geändert: Früher haben vorallem Rentner die Zustellung von Anzeigenblättern übernommen. Sie verbanden ein kleines Zusatzeinkommen mit einer sinnvollen Aufgabe an der frischen Luft. Sie waren sehr zuverlässig. Allerdings werden die Zusteller so gering entlohnt, dass die Rentner abgesprungen sind und zunehmend Schüler und Arbeitssuchende diese Generation abgelöst haben. Einziges Ziel: Geld verdienen mit wenig Aufwand. Das verlockt natürlich zum Nichtverteilen. Hinzu kommt, das die Zustellorganisationen immer schwerer Zusteller finden, die zu einem Minilohn bei Wind und Wetter Anzeigenblätter verteilen. Da gibt es in der Wirtschaft lukrativere Alternativen. Aber wenn der Mindestlohn auch für die Zusteller kommt wird man entsprechend Mitarbeiter finden, wobei die Kosten für Verlage und deren Zustellorganisationen explodieren werden. Fraglich ist, ob diese Kostensteigerung an Anzeigen- und Beilagenkunden weitergereicht werden können. Und hier schließt sich der Kreis zur kürzlichen Marktbereinigung in Dresden und Chemnitz: Die Anhebung der Anzeigen- und Beilagenpreise ist leichter durch zu setzen, wenn es alternativlos nur ein Anzeigenblatt im Verbreitungsgebiet gibt. Im Übrigen haben beide Escheinungstermine (mittochs und Wochenende) ihre Berechtigung - einmal für die Wochenanfangswerbung und einmal für die Wochenendwerbung.

  • Bartsch, Jürgen
    Juni 11, 2014

    ...Sehr gefreut habe ich mich über den Beitrag von Leo Part vom 19.2.2014 (jetzt erst entdeckt)! Bei uns kam auch eine ganze Weile der Sächsische Bote sehr unregelmäßig. Bis wir uns beschwehrten. Der Wochenkurier kommt schon immer regelmäßig. WIR SELBST tragen übrigens auch den Wochenkurier aus hier in Riesa (Pausitzer Delle: Drosselweg, Lerchenweg, Straße der Einheit, u.a.). Wir liefern zuverlässig! Warum? In erster Linie, weil es Spaß macht.

  • Helmut Schäfer
    Oktober 3, 2014

    Ich wohne 1309, Wartburgstr. 13. Wir erhalten seit geraumer Zeit
    wieder mal keine Zeitschrift "!Sächsicher Bote" wo die doch
    sehr aktuell ist

  • Peter Baumgarten
    Oktober 8, 2014

    Ich wohne auf der Großenhainer Straße 120. Seit Wochen haben wir keinen SB mehr im Briefkasten. Ist die Verteilung des SB in unserem Wohngebiet eingestellt worden?

  • Carlo Hörnig
    Oktober 29, 2014

    Hatten am letzten Sa.keinen SB im Briefkasten!

  • spieli
    November 7, 2014

    Ja bei mir kommt auf der jessener strasse in Dresden auch seit 4wochen kein sächsischer Böte mehr an!
    dafür quilt die papierannahme bei der g palitzsch str über!!!

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