Zukunftsstadt 2030+: Wie lebt es sich in Dresden in 15, 30, 50 Jahren?

Bundesforschungsministerin Joana Wanka und Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert, Foto: Landeshauptstadt Dresden

Bundesforschungsministerin Joana Wanka und Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert, Foto: Landeshauptstadt Dresden

Wie sieht das gemeinsame Zusammenleben in Dresden im Jahr 2030 und danach aus? Wie entwickelt sich der Verkehr, die Wirtschaft, der Sport? Wo sollten kulturelle Schwerpunkte liegen? Wie und wo werden wir einkaufen? Uns erholen? Arbeiten? Alt werden?

Es gibt in Dresden schon jetzt eine große Zahl Initiativen, Vereine und auch einzelne Bürger, die sich Gedanken über das Stadtleben in Dresden in naher und ferner Zukunft machen. Häufig münden diese Gedanken und Ideen in konkreten Projekten, ob in OpenSpaces und CoWorking-Plätzen, in Initiativ- oder Vereinsgründungen oder als OpenGardening-Projekte. Aber nur selten erreichen solche Visionen stadtweite Aufmerksamkeit oder die von den Initiatoren gewünschte Wirkung.

Das soll sich ändern. Gestern (16.4.2015) hat Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka verkündet, dass die Bewerbung Dresdens am Wettbewerb Zukunftsstadt 2030+ erfolgreich war. Im Vorfeld hatte eine Gruppe aus Vertretern unterschiedlichster Institutionen (Liste weiter unten) ein gemeinsames Konzept entwickelt, wie die Bürger noch konkreter als bisher in die langfristige Stadtentwicklung und die "Visionsentwicklung" eingebunden werden könnten.

Titel des Konzeptes: "Open City Dresden - Gemeinsame Verantwortung für eine Nachhaltige Stadtentwicklung".

Konkret geht es darum, die Dresdner "Pioniere des Wandels" aus öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie die breite Dresdner Bürgerschaft in die gemeinschaftliche Entwicklung einer Vision2030+ einzubinden. Dies soll über die direkte Ansprache sowie das Format BarCamp erfolgen. Dabei wird es 3-Minuten-Barcamps in den Straßenbahnen, einen Barcamp-Monat (mit der Einladung an die Initiativen, selbst Barcamps zu veranstalten) und ein finales öffentliches Barcamp geben. Der genaue Zeitplan steht allerdings noch nicht fest.

stawowy media (u.a. flurfunk-dresden.de, dresdenwaehlt.de, Funkturm) wird die Umsetzung als Medienpartner begleiten - zum Auftakt sei hiermit gleich mal der Hashtag benannt:

#DDZu2030

 

Hintergrund zum Wettbewerb Zukunftsstadt

Bundesweit konnten sich bis zum 27. März 2015 Städte, Gemeinden und Landkreise mit einem Konzept für die Entwicklung einer nachhaltigen Vision 2030+ bewerben. 52 Kommunen wurden von einer unabhängigen Expertenjury aus 168 Bewerbungen ausgewählt. In der ersten Phase des Wettbewerbs während des "Wissenschaftsjahres 2015 - Zukunftsstadt" werden die Kommunen im Bürgerbeteiligungsprozess eine Vision mit dem Zeithorizont 2030+ für ihre Kommune entwickeln und Handlungs- bzw. Umsetzungsvorschläge erarbeiten. 1,75 Millionen Euro stellt das BMBF dafür insgesamt bereit. In der zweiten Phase ab 2016 prüfen bis zu 20 ausgewählte Kommunen diese Vorstellungen wissenschaftlich und erarbeiten ein umsetzungsreifes Konzept. In der dritten Phase ab 2018 werden schließlich bis zu acht ausgewählte Kommunen erste innovative Ideen in sogenannten "Reallaboren" in die Praxis umsetzen.

Der Wettbewerb "Zukunftsstadt" startet im Rahmen des "Wissenschaftsjahres 2015 - Zukunftsstadt", einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).

An der Entwicklung der Dresdner Idee haben auf Einladung der der Landeshauptstadt Dresden folgende Institutionen mitgewirkt:

Hier finden Sie die offizielle Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden: "Bundesministerium erklärt Dresden zur Zukunftsstadt 2030+".

2 Kommentare
  • Thomas Köhler
    April 16, 2015

    Der Ansatz ist auch aus Sicht der Wissenschaft innovativ, gerade was die Rolle von Social Media für das Community-Building angeht - und passt gut zum Standort Dresden - wo wir im Zeitraum 25./26. Juni 2015 die immerhin schon 18. Konferenz "Gemeinschaften in Neuen Medien" ausrichten. Weitere Infos unter http://www.wissensgemeinschaften.org/

  • Steffen Peschel
    April 20, 2015

    Nachdem wir 2013 + 2014 bereits das STADTCAMP Dresden (http://stadtcamp.de) durchgeführt haben, werdet ihr bestimmt nicht anfangen was neues daneben zu stellen. Zumindest habe ich die Hoffnung auf die Vernunft. Zu erreichen über die bekannten Kanäle.

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