5 Tipps für das Corporate-Blog: „Am Anfang steht immer das Konzept“

Achtung, Beitrag mit Eigenwerbeanteil: Ich bin von der Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie gebeten worden, am heutigen Dienstag im Rahmen des Fachtag Marketing und Öffentlichkeitsarbeit einen kurzen Vortrag zu Corporate Blogs zu halten.

Weil ich vergleichbare Anfragen in jüngster Zeit sehr oft bekomme, habe ich mich entschlossen, den Vortrag einmal hier im Blog zu verarbeiten. Die Wiedergabe hier ist natürlich nicht 1:1 identisch mit dem gesprochen Wort, sondern gibt in aller Kürze die wichtigsten Stichpunkte wieder. Schließlich noch der Hinweis: Viele der genannten Punkte lassen sich auch auf andere Aktivitäten - zum Beispiel den Betrieb einer Facebook-Fanpage - übertragen.

Also, hier meine fünf Empfehlungen aus dem Vortrag:

1. Ist Ihr Content schwach, werden Sie auch in den sozialen Netzen scheitern!

Das ist wohl der häufigste Fehler, den man bei neuen Projekten im Netz beobachtet: Langweiliger Content wird auf einer schicken Seite, einem Blog oder bei Facebook abgeladen und es passiert: nichts.

Deswegen gilt: Nicht platte Werbung für das eigene Produkt im Blog ablegen, sondern echte Mehrwerte für die Leser schaffen. Das kann Nutzwert, Unterhaltung, im Zweifel auch Information (dann aber bitte spannend!) sein. Damit die Nutzer Grund haben, zu bleiben und wiederzukommen.

2. Definieren Sie Ihre Ziele und kenne Sie Ihre Zielgruppe!

Mir begegnen viele Projekte, die mit der Motivation starten: "Wir wollen auch ein Blog haben, weil es heute einfach dazugehört". Das wird nicht funktionieren, denn nicht für jedes Ziel ist ein Blog das richtige Instrument.

Wollen Sie Ihr Image verbessern? Oder Informationen streuen? Oder einen Prozess begleiten? Je besser Sie sich über Ihre Ziele im klaren sind, desto klarer wissen Sie, welche Inhalte in Ihr Angebot gehören und welche nicht.

3. Reichweite kommt nicht von allein! Und: Zahlen sind nicht alles!

Zum klassischen Konzept gehört auch zu definieren, wie man den Erfolg der Maßnahme messen kann: Eine erfolgreiche Kommunikation (im Sinne von Dialog!) in einer engen Zielgruppe ist heutzutage meist wertvoller als große Zahlen - die übrigens leicht zu manipulieren sind.

Aber: Die Leser kommen nicht von allein. Jeder Mensch hat eine begrenzte Zahl von Internetseiten, die er regelmäßig besucht. Ein erster Schritt zum Reichweitenaufbau kann die Erwähnung und Verlinkung anderer Angebote sein.

4. Unterschätzen Sie nicht den Kraftaufwand!

Durchhalten kostet Kraft. Erfolg in den sozialen Netzwerken braucht Zeit. Nahezu alle Blogprojekte, die ich habe scheitern sehen, sind ambitioniert gestartet und schwach gelandet.

Wie oft man publiziert, hängt von den vorher definierten Zielen ab. Grundregeln gibt es da keine - ich empfehle immer: Minimum zwei Beiträge pro Monat, besser mehr.

Und, weil die Frage sehr oft kommt: Ein Blog (wie auch eine Facebook-Seite, einen Twitter-Account usw.) bespielt man nicht nebenbei. Ich empfehle, mindestens eine halbe, besser eine ganze Personalstelle einzuplanen.

5. Am Anfang steht immer das Konzept!

Die ersten vier Punkte zielen alle auf die fünfte Empfehlung ab: Machen Sie sich zuerst ein Konzept! Werden Sie sich klar darüber, was Ihre Ziele und wer Ihre Zielgruppe ist. Überlegen Sie sich Kriterien für die Erfolgsmessung und spielen Sie ggf. mögliche Krisenszenarien durch.

Die Ziele-Definition kann man ganz banal anfangen: Stift, Papier und los. Jeder Satz, den Sie aufschreiben, ist schon hilfreich. Im Zweifel holen Sie sich jemanden dazu, der sich damit auskennt.

Hier finden Sie die Präsentation zu meinem Vortrag:

1 Kommentar
  • Anja K. Janke
    November 17, 2016

    Herzlichen Dank, Herr Stawowy für Ihren interessanten Vortrag auf unserem Fachtag Marketing und Öffentlichkeitsarbeit und diese Zusammenfassung hier im Blog ;)

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