Arndt Ginzel und Gerald Gerber erhalten „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2019“

Gerald Gerber und Arndt Ginzel 2018 in der Ukraine; Foto: privat.

Der Leipziger Investigativ-Journalist Arndt Ginzel (u.a. "Die Story im Ersten", "Exakt"/"Fakt" und "Frontal21") und sein Kameramann Gerald Gerber (u.a. "Tagesschau", "Frontal21", "Galileo" und "MDR um 2") erhalten den "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2019" der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig.

Weiterer Preisträger ist der österreichische TV-Moderator Armin Wolf (ORF).

Der Preis wird durch die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig verliehen und ist insgesamt mit 30.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung wird seit 2001 verliehen.

Sie geht an Medienschaffende, "die sich in besonders herausragender Art und Weise und häufig unter Gefahr für das eigene Wohlergehen um die Medienfreiheit und eine unabhängige Berichterstattung bemühen", so die Pressemitteilung.

"Diskussion über Pressefreiheit"

In der Mitteilung ist Stephan Seeger, der geschäftsführende Vorstand der Leipziger Medienstiftung, zitiert:

"Der Arbeit von Arndt Ginzel und Gerald Gerber ist es zu verdanken, dass die Diskussion über Fragen der Pressefreiheit, den Schutz von Journalisten und den Umgang mit gewaltbereiten Kritikern journalistischer Arbeit in Deutschland verstärkt geführt wird".

Hintergrund für die Auszeichnung ist der Zwischenfall, den Ginzel und Gerber im August 2018 bekannt machten: Damals waren sie am Rande des Merkel-Besuchs von einem Demonstranten (später bekannt als "Hutbürger"-Vorfall) aufgefordert worden, ihn nicht zu filmen - und in der Folge 45 Minuten lang von der Polizei an der Arbeit gehindert worden (vgl. FLURFUNK vom 18.8.2019: "Am Rande einer Demonstration: Polizei nimmt Personalien von Journalisten auf" und vom 19.8.: "'Polizeiliche Maßnahme' gegen Journalisten: die Diskussion (Update)").

Über die Auszeichnung für Armin Wolf sagt Stephan Seeger:

"Armin Wolf betreibt unabhängigen Journalismus mit offenem Visier – seine demokratische Grundhaltung und sein aufklärerisches Nachfragen machen ihn zu einem ganz wichtigen Protagonisten der Meinungs- und Pressefreiheit in den österreichischen Medien auch unter veränderten politischen Voraussetzungen."

Und über beide Auszeichnungen:

"Mit der Wahl der Preisträger 2019 aus Deutschland und Österreich setzt die Jury ein deutliches Zeichen für die Pressefreiheit und ein freies, unbedrohtes und unbeschadetes Arbeiten von Journalistinnen und Journalisten."

Die Preisverleihung findet am 8.10.2019 in Leipzig statt.

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