SMI: Florian Oest übernimmt Stabstelle Kommunikation der sächsischen Polizei

Diese Personalmeldung ist schon einige Tage alt und sorgt aktuell für Gesprächsstoff:

Florian Oest (Foto) leitet seit 1.4.2022 die Stabstelle Kommunikation der sächsischen Polizei.

Das berichtete zuerst bild.de (bild.de vom 1.4.2022: "Wöller-Vertrauter bekommt Spitzen-Posten im Ministerium") -und schreibt von einem überraschendem "Karriere-Schritt".

Oest arbeitete zuletzt als Referent im Rektoratsbüro der Hochschule der Sächsischen Polizei in Rothenburg O.L.. Er hat außerdem verschiedene politische Ämter inne, u.a. ist war er Landesvorsitzender der Jungen Union Sachsen & Niederschlesien (Korrektur 7.6.2022).

Im Bundestagswahlkampf 2021 trat er als Kandidat für die CDU 2021 in Görlitz an, verlor aber gegen den AfD-Kandidaten.

Ziehm wechselt in Landesdirektion

Oest folgt auf dem Posten bei der Polizei auf Pascal Ziehm, der in die Landesdirektion Sachsen wechselt und dort jetzt als Büroleiter der Präsidentin arbeitet.

Ziehm war 2017 ins sächsische Innenministerium (SMI) gekommen, um dort die Social-Media-Kommunikation zu übernehmen. Ab 2019 arbeitete er dann als Leiter der Stabstelle Kommunikation der Sächsischen Polizei.

In dem Bild-Bericht über den Wechsel ist zu lesen, Oest gelte "als treuer Weggefährte und Intimus von Innenminister Roland Wöller".

Und weiter:

"Der bisherige Chef der Stabsstelle wurde zur Landesdirektion versetzt – 'nicht ganz freiwillig“, wie auf den Ministeriums-Gängen zu hören ist.'"

Bund Deutscher Kriminalbeamter kritisiert

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat sich in einem Statement vom 3.4. kritisch zu dem Wechsel geäußert:

"Die Stabsstelle Kommunikation ist ein effizientes Instrument, um den Bürgerkontakt zu pflegen und die heutzutage so wichtige polizeiliche Transparenz zu ermöglichen. Dieses Instrument darf zukünftig nicht zum verlängerten politischen Arm des Ministers werden. Wir sehen diese Entwicklung hochgradig kritisch."

Hier nachzulesen: bdk.de vom 3.4.2022: "Eine kritische Betrachtung der Personalpolitik im Staatsministerium des Innern".

Innenminister Wöller wollte sich auf Nachfrage von Journalisten zu dem Vorgang nicht äußern:

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