Hängt vielleicht demnächst woanders: der "DNN"-Schriftzug in der Hauptstraße.

Veränderungen bei den “Dresdner Neueste Nachrichten”: Im Verlagsbereich werden Stellen abgebaut, außerdem steht voraussichtlich spätestens zum Jahresende der Umzug an.

Nach Flurfunk-Informationen wird auf Verlagsseite eine ganze Abteilung aufgelöst, die Aufgaben wandern nach Leipzig zum Mutterhaus “LVZ” bzw. zu den Anzeigenverkäufern. Konkret handelt es sich um die Anzeigen-Expedition, deren drei oder vier Mitarbeiter am 28.3.2012 (heute) die Kündigung bekommen (haben). Für den Verlag Dresdner Nachrichten GmbH & Co. KG mit vergleichsweise kleiner Struktur ein herber Schlag –  der Verlagsseite unter Leitung von Armin Stroeve bleiben kaum noch Mitarbeiter.

Hintergrund sind die allgemeinen Spar- und Zentralisierungsmaßnahmen in der Verlagsgruppe Madsack; aus Verlagskreisen heißt es, das Vorhalten einer eigenen Anzeigen-Expedition sei nicht mehr zeitgemäß. Gleichzeitig sei der Druck aus dem Mutterhaus Leipzig, sich an den Sparmaßnahmen zu beteiligen, immer größer geworden.

Die Zahl der Anzeigenverkäufer dürfte von den Maßnahmen nicht betroffen sein – sie dürften allesamt nicht fest beim Verlag beschäftigt sein. In Dresden verbleiben ferner die Vertriebsabteilung und die Redaktion.

Blick auf das bisherige "DNN"-Gebäude in Dresden.

Die müssen sich allerdings wahrscheinlich auf einen Umzug spätestens zum Jahresende einstellen: Dann läuft der Mietvertrag für die Hauptstraße 21 aus. Das Gebäude, in dem einst schon die Vorgängerzeitung “Die Union” residierte, hat vor geraumer Zeit den Eigentümer gewechselt. Der soll andere Pläne haben – die geforderte Mieterhöhung jedenfalls will der Verlag nicht mittragen. Eine endgültige Entscheidung über den Umzug aber steht noch aus.

Damit bewahrheitet sich eine Meldung mit dem Titel “Nach Tarifflucht nun auch Domizilflucht???”, die am 20.3.2012 für ca. 15 Minuten im DJV-Sachsen-Blog zu lesen und auch bei turi2.de verlinkt, dann aber offenbar wieder offline gestellt worden war.

Dort war u.a. zu lesen:

“Die Dresdner Neuesten Nachrichten und ihr Mantellieferant, die Leipziger Volkszeitung, fahren seit Monaten einen immer tiefgreifenderen Sparkurs. Mitte des vorigen Jahres stiegen beide Zeitungsverlage zunächst aus dem Flächentarif aus, dann wurden Stellen gestrichen und nun soll offensichtlich in Dresden kräftig gespart werden.”

Ihr könnt die Geschichte dann jetzt wieder online stellen, werte Kollegen! Nachtrag: Die Geschichte im DJV-Blog ist jetzt hier zu finden.