Prof. Donsbach: Offener Brief zum Thema Ausländerfeindlichkeit

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Prof. Wolfgang Donsbach vom Institut für Kommunikationswissenschaft der TU-Dresden hat einen offenen Brief zum Umgang der Dresdner mit dem Tod von Marwa El Sherbiny und dem Thema Ausländerfeindlichkeit veröffentlicht. Die Ermordung der Ägypterin sorgt weltweit für anhaltende Berichterstattung.

Zitat: "Die Bilder und Berichte von diesem Verbrechen gehen um die Welt und sie fügen sich ein in ein bereits vorhandenes Urteil über unsere Stadt: dass man als ethnisch anders aussehender Mensch hier nicht sicher ist." Und weiter: "Dresden, und zwar Stadtverwaltung wie Bürger, hat noch nicht begriffen, was das Thema für die Stadt bedeutet, welchen Schaden es anrichtet und welche Ursachen es hat."

Im Folgenden dokumentieren wir hier den eindrucksvollen offenen Brief in ganzer Länge:

Wolfgang Donsbach

Offener Brief zum Thema Ausländerfeindlichkeit in Dresden

Dresden - wache auf!

An der Trauerfeier für die ermordete Marwa El Sherbiny am Samstagnachmittag nahmen laut Agenturberichten 1500 Menschen teil. Das ist eine wohlwollende Schätzung. Wahrscheinlich waren es keine 1000, unter ihnen viele ausländische Mitbürger und Organisationen. Die Oberbürgermeisterin hielt es nicht für nötig, wegen dieses Anlasses ihren Urlaub zu unterbrechen. Auch der erste Mann im Freistaat ließ sich durch zwei Minister vertreten. Die mangelhafte Organisation, von der Qualität der Akustik bis zu dem Durcheinander am Ende, als es darum ging, die weißen Rosen abzulegen und sich in das Kondolenzbuch einzutragen, zeigt eines: Dresden hat nicht verstanden, welche Dimension dieses Verbrechen für die Stadt hat und welche Dimension man deshalb seiner Bewältigung zukommen lassen muss. Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert muss man zu Gute halten, dass er in seiner guten Rede das Problem gleich zu Beginn auf den Punkt brachte: Wenn wir der Welt etwas beweisen wollen, dann müssen beim nächsten Mal mehr Menschen kommen.

Die Bilder und Berichte von diesem Verbrechen gehen um die Welt und sie fügen sich ein in ein bereits vorhandenes Urteil über unsere Stadt: dass man als ethnisch anders aussehender Mensch hier nicht sicher ist. Es ist die falsche Strategie, wie es nun manche tun, mit Statistiken gegen dieses Urteil anzugehen. Die Tatsache, dass weniger als ein Promille aller Straftaten einen fremdenfeindlichen Hintergrund hatte, interessiert – und zwar zu Recht - außerhalb Dresdens keinen Menschen, wenn in hässlicher Regelmäßigkeit Nachrichten über Angriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf der Straße in den internationalen Medien auftauchen. Das ist – und das schreibt jemand, für den Statistiken zum Arbeitsalltag gehören – kein Fall für die Statistik, zumindest nicht die Kriminalstatistik.

Andere Zahlen sind hier bedeutender. Ich habe im Winter-Semester 2008/2009 mit meinem Seminar eine Umfrage unter ausländischen Studierenden der TU Dresden durchgeführt. Jeder Dritte sagte, er habe "schon negative Erlebnisse gehabt, bei denen er zum Beispiel wegen seiner Nationalität beschimpft worden ist oder schlimmeres". Bei Studenten aus dem Nahen und Mittleren Osten sind es sogar 50 Prozent. Die Ereignisse, von denen die Studenten berichten, reichen von allgemeinen Beschimpfungen (51 Prozent) bis zur Androhung von Gewalt (13 Prozent) und tatsächlicher Gewaltausübung (6 Prozent).

Wer mit Ausländern näher zu tun hat weiß, dass dies nicht nur Zahlen sind. Bei einem Empfang unterhielten wir uns mit dem jüngsten Konzertmeister der Staatskapelle Dresden, dem Cellisten Isang Enders. Fühlt er sich außerhalb seiner Arbeit in einem weltberühmten Orchester wohl in Dresden? Nein. Um kurze Wege zu haben, wohnt er nahe an seinem Arbeitsplatz. Wenn er Freunde in Dresden besucht, dann nur mit dem Taxi von Tür zu Tür. Sein Problem: Er ist Kind deutsch-koreanischer Eltern und hat Angst auf Grund seines asiatischen Aussehens angegriffen zu werden. Solchen Gefühlen kann man nicht mit der Kriminalstatistik und Wahrscheinlichkeitsrechnungen begegnen. Sie sind real vorhanden und beeinträchtigen das Lebensgefühl. Versetzen wir uns doch einmal in die Lage einer arabischen Studentin, die mit Kopftuch abends in eine dünn besetzte Straßenbahn steigt!

Diese Menschen sind ebenso wie die Medien, die über solche Vorkommnisse reden, Botschafter des Images unserer Stadt. Diese Woche bekommen wir Besuch von einer amerikanischen Freundin. Vor zwei Wochen kam eine Email, ob ich wisse, dass ihre Adoptivtochter schwarz sei und wie gefährlich es auf Dresdens Straßen sei – man höre doch so manches…

Dresden, und zwar Stadtverwaltung wie Bürger, hat noch nicht begriffen, was das Thema für die Stadt bedeutet, welchen Schaden es anrichtet und welche Ursachen es hat. Wir haben einen deutlich erkennbaren Sockel an bekennend ausländerfeindlichen Bürgern, eine Mehrheit, der das Thema gleichgültig ist – wie die Trauerfeier wieder gezeigt hat - und ein paar Aufrechte, die etwas ändern wollen. Das ist zu wenig. Im März befragten wir in einer Repräsentativumfrage unter mehr als 500 Dresdnern, welche Nachbarn einem unangenehm wären. Jeder Vierte nennt Türken, 18 Prozent Osteuropäer und 10 Prozent Afrikaner. Ein Drittel der Dresdner hat Sympathien für die Idee, Ausländer wieder nach hause zu schicken, wenn Arbeitsplätze knapp werden, ein Viertel fühlt sich angesichts „der vielen Ausländer“ (nebenbei: Dresden hat von allen deutschen Großstädten die wenigsten Ausländer) „wie ein Fremder im eigenen Land“. Das ist NPD-Gedankengut bei einem maßgeblichen Teil der Bevölkerung. Dabei muss man bedenken, dass solche Antworten im Interview sogar eher noch positiv verzerrt sind.

Wann wacht die Stadt auf und redet sich das Problem nicht mit dem Hinweis auf Kriminalstatistik und dem russischen Kulturhintergrund des Täters im Falle Marwa schön? Die Stadt diskutiert vorrangig über Veranstaltungskonzepte à la Riesa und die Zukunft des Kulturpalasts, Maßnahmen, die unter dem gegenwärtigen Image Dresdens keinen zusätzlichen Ausländer anlocken werden. Die Einsicht in das Problem, dass es nicht nur um verrückte Einzeltäter, sondern um weit verbreitete Haltungen geht, wäre der erste Schritt zur Lösung.

Dresden, 12.07.2009

Nachtrag 14.7.2009: Die Sächsische Zeitung hat nachgefragt, warum Oberbürgermeisterin Orosz und Ministerpräsident Tillich nicht an der Trauerfeier teilgenommen haben: "Warum fehlten der Ministerpräsident und die Oberbürgermeisterin bei der Gedenkfeier?"

20 Kommentare
  • Rüdiger Henke
    Juli 12, 2009

    Hallo,

    erstmal Glückwunsch zum offenen Brief, spricht mit persönlich ziemlich aus dem Herzen. Allerdings muss ich sagen, dass ich heute auch nicht dort war...allerdings nicht, weil ich nicht konnte, sondern weil ich es einfach nicht gewusst habe...!
    Ob nun Dresden so ausländerfeindlich ist oder nicht, möchte ich hier gar nicht diskutieren. Ich habe selber einige ausländische Freunde in Dresden und bisher haben von denen wenige bis keiner von Problemen berichtet. Es ist halt alles relativ. Man kann aber auch gewisse Themen hypen... dabei will ich die Tat oder andere Vorfälle nicht kleinreden, aber meiner Meinung nach passiert in Dresden sehr wenig, verglichen zu anderen Städten!
    Wo ich allerdings mitgehe, ist die Außendarstellung der Stadt...und zwar nicht nur in diesem Bereich sondern in fast jedem Bereich, der nicht Barock o.ä. ist... Ich kann es aus meinen geschäftlichen Erfahrungen wiedergeben...ich werde fast überall in Deutschland und darüber hinaus zu irgendwelchen "netten" Themen zu Dresden angesprochen. Diese sind aber NIE positiv... ob Waldschlösschenbrücke, Dresdner Fußballfans, das Stadion, dieser Mord etc. Es ist hochgradig frustrierend hier zu leben, so schön die Stadt auch ist, so hinterwäldlerisch präsentieren wir uns - und das in schönster Regelmäßigkeit!

    Was kann man da tun...außer Wegziehen!?

    Grüße

    Rüdiger Henke

  • Ulrich
    Juli 13, 2009

    RH schreibt: "allerdings nicht, weil ich nicht konnte, sondern weil ich es einfach nicht gewusst habe" - dazu passt, dass die TUD ihre MitarbeiterInnen am Freitag um 17.44 in einer E-Mail informierte. Freitag, kurz vor sechs...

  • REF
    Juli 13, 2009

    @ Herr Henke:

    man kann nicht alles relativ sehen und betrachten.

    Ich für meinen Teil, habe selbst eine ausländische Herkunft, bin in Mönchengladbach geboren und lebe gerade in Dresden. Ich weiß ganz genau, dass wenn ich nicht akzent- und fehlerfrei deutsch sprechen würde, würde mich hier ganz anders behandeln. Trotz dessen habe ich selbst meine negativen Erfahrungen gemacht. Ein gutes Beispiel wäre mein allen ersten Tag in Dresden. Ich habe gerade meinen Fuß auf den Dresdner HBF gesetzt, begleitet haben mich damals, mein mexikanischer Freund und seine deutsche Freundin. Der Mexikaner und ich sehen recht südländisch aus. Wir wollten gerade den HBf zur Tram verlassen, als uns zwei Polizisten, mit der Aufforderung unsere Personalien zu zeigen. Auffällig war, dass die beiden Beamten die nun doch sehr deutsch aussehende Freundin nicht kontrolliert haben, bzw. nach ihre Personalien gefragt haben. Was die Statistik des Herrn Donsbach aufzeigt, ist im Einzelfall wieder zu erkennen. Wohl gemerkt, sowas ist selten bei Statistiken.
    Es ist ja schön, dass sie sich um das Außenbild von Dresden sorgen aber wird das etwas an der Lebenslage von AusländerInnen etwas ändern? Vielleicht sollten sie sich doch mal fragen, was sie selbst gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit tun können. Ich will ihnen auch hier ein persönliches Beispiel geben:
    Wie so oft war ich auch im Mai von der Zentralbibliothek der SLUB, gegen die Mittagzeit, unterwegs zur Mensa. Auf meinem Weg, beim vorbeigehen dreier StudentInnen, hörte ich wie eine Studentin begann ihren zwei Freunden einen Witz zu erzählen. Der beginnt ungefähr so: " Was kriegt man wenn man einen Neger mit einem Oktopus kreuzt?"
    Ehe die Studentin die vermutlich noch rassistischere Pointe aussprechen konnte, forderte ich sie in einem scharfen Ton auf, die Aussprache dieses Witzes zu unterlassen. Ertappt wie sie war, hat sie das auch sein gelassen.
    So in etwa können sie in ihren Alltag etwas gegen das rassistische und ausländerfeindliche Klima in Dresden tun. Diese Klima herrscht hier vor und diese Klima hat die Umwelt geschaffen in dem die Tat gegen Marwa S. möglich war.

  • Arne Grimm
    Juli 13, 2009

    Danke für den Brief! Mir spricht er aus dem Herzen. Ich komme aus Berlin. Dort gibt es auch viele Probleme. Ich habe auch lange in Köln gelebt. Mit Sicherheit keine konfliktfreie Stadt. Aber noch niemals habe ich in einer Stadt gelebt, wo die große Mehrheit der Bevölkerung gegenüber diesen Problemen so ignorant wie in Dresden ist. Nur nebenbei: Wie viele Dresdner haben denn am 13. Februar gegen den größten Neonazi-Aufmarsch in Europa demonstriert?
    Die Frage ist völlig berechtigt: Wann wacht Dresden auf? Als erstes natürlich die Stadtverwaltung. Aber auch die Mehrheit der redlichen Bürger! Wann? Oder denkt man wirklich, weggucken, relativieren unter herunterspielen hilft?
    Ich wünsche mir, dass meine Nachbarn aufstehen und laut sagen: Das wollen wir nicht, das dulden wir nicht. Erst dann werde ich mich in meiner neuen Heimatstadt, die ich ansonsten sehr mag, wirklich wohl fühlen. Und mein Lebensgefährte, der auch "nichtdeutscher" Herkunft ist, erst recht!

  • Rüdiger Henke
    Juli 13, 2009

    @REF
    Erstmal bin ich froh, dass der Artikel etwas Resonanz erzeugt.
    Zu Ihrer Darstellung:
    Ich persönlich finde es sehr "witzig", dass sie die Passkontrolle als rassistischen bzw. fremdenfeindlichen Akt (in Dresden) auffassen...ist dieser Akt doch leider in unserem Rechtssystem verankert...(Rechtsvertreter haben jederzeit das Recht, die Identität einer Person festzustellen)...ich selber habe diese Art und Weise schon oft in Bayern erlebt, wo ich einige Franzosen afrikanischer Herkunft kenne. Also nicht stellvertretend für Dresden sondern für unser liebes Deutschland, was mit Immigranten generell ein riesiges Problem zu haben scheint...wir werden da noch viele spannende Episoden in Zukunft erleben, der Mangel an Fachkräften wird uns eine neue gewollte Immigrationswelle verschaffen...
    Den zweiten Teil Ihrer Darstellung...nun gut, kann ich akzeptieren, aber wenn wir ehrlich sind...in jedem Land, in jeder Kultur und in jeder Rasse werden solche Witze gerissen, egal ob sie nun moralisch verwerflich sind oder nicht. Es ist Ihnen hoch anzurechnen, dass Sie eingeschritten sind!
    Ich würde mich andererseits sogar freuen, wenn diese beiden Fälle Ihre schlimmsten Erfahrungen in Dresden sind. Ich persönlich habe als Deutscher in Afrika und England schon schlimmere Erfahrungen gemacht...

    Die Frage, was jeder Einzelne für mehr Akzeptanz tun kann, kann ich Ihnen leider nicht beantworten. Menschen, dieses Engagement abzusprechen, ist aber auch kein Weg. In allererster Linie sind leider wieder mal die verantwortlich, die in der Öffentlichkeit stehen...und als Vorbild dienen sollten. Alle anderen können dies in Ihrem kleinen Kreis tun...ich für meinen Teil versuche ausländische Praktikanten nach Dresden zu holen, Kontakt zu ausländischen Unis aufzubauen, Dresden als Standort exzellenter Unternehmen zu promoten und letztendlich haben mich eine Vielzahl meiner ausländischen Freunde schon hier besucht...ganz ehrlich, mehr kann ich derzeit nicht tun. Schön ist es aber dann, wenn das Bild, was man versucht zu vermitteln, durch die oben genannten Punkte konterkarriert wird...
    (P.S.: Ich würde auch gern mehr ausländische Studenten an der TUD sehen...aber 1. gibt es nicht genug englische Studiengänge und 2. haben Sie mal ne Vorlesung auf Englisch von nem deutschen Prof gehört...? Schon da liegt ein Problem, was wir (Sie und ich) nicht ändern können.)

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen meinen Standpunkt etwas näher bringen...

    Viele Grüße

    Rüdiger Henke

  • Anonym
    Juli 14, 2009

    Ich halte die Außendarstellung Dresdens zunächst für eine nachgeordnete Frage. Zunächst muss es doch um die ethische Frage gehen, wie wir uns das Zusammenleben in dieser Stadt vorstellen. Es mag ja sein, dass es Funktionseliten mit Migrationshintergrund im universiätren oder wirtschaftlichen Bereich gut gehen mag, aber was ist mit den Menschen, die nicht der Elite angehören und die auf Unetrstützung der Gesellschaft in weitaus höherem Maße angewisesen sind? Auf diese wartet ein Sumpf aus Ignoranz und Diskriminierung - auf Ämtern, in der Gesellschaft.

    Im übrigen muss man sich nur mal auf die Seiten der Opferberatungen (z.B. RAA) begeben, um wahrzunehmen, wie alltäglich die rechte Bedrohung geworden ist. Aus eigener Erfahrung und langjähriger Beschäftigung mit diesem Thema, kann ich Ihnen versichern, da wird nichts "gehypt" - im Gegenteil - die Bedrohung wird heruntergeredet und- gerechnet. Viele Menschen, die Opfer rechter Gewalt werden, trauen sich nicht Anzeige zu erstatten oder zumindest ihren Vorfall belkannt zu geben. Die Dunkelziffer würde ich als sehr hoch einschätzen. Das fatale und schlimme Signal des Mords an Marwa S. ist, dass eine Frau, die mutig genug war, sich nicht einschüchtern zu lassen und ihren Fall bekannt gegeben hat, dafür mit ihrem Leben bezahlt hat. Wie kann man den vielen Opfern rechter Gewalt, Beleidigung und sonstiger Bedrohungen in Dresden unter dieser Voraussetzung noch Mut machen, sich nicht mehr einschüchtern zu lassen? Der Hinweis, den ich in den letzten Tagen öfter gehört habe, es habe sich beim Täter um einen Durchgeknallten und nicht um einen Rechtsextremisten gehandelt, ist geradezu lächerlich. Dass sich nämlich im rechtsextremen Klientel kritische Persönlichkeitsmerkmale (Menschenfeindlichkeit, Gewaltbereitschaft) besonders verdichten, dürfte nicht überraschen (siehe Kanonen-Klaus&Co.).

  • Kurt
    Juli 14, 2009

    Lieber Herr Donsbach,

    Selbstverständlich ist es eine unerträgliche Ironie, daß eine, aufs übelste beleidigte, Muslima den deutschesten aller Wege wählte, um sich zu wehren und ausgerechnet dadurch zu Tode kam.

    Sie dürfen sich gerne für uns Dresdner fremdschämen. Als Zugezogener, der im westdeutschen Universitätsmileu (geprägt von Gutmenschentum. Betroffenheitsgetue und Feminismus) Karriere gemacht hat, war von Ihnen nicht viel anderes zu erwarten.
    Was sie in Ihrem Elfenbeinturm nicht wahrnehmen können ist, daß der gewöhnliche Dresdner seit seiner DDR-Zeit weitgehend immun gegen Betroffenheitsgesuhle ist. Ich bekam meine ersten Antikörper, als ich in der dritten Klasse Protestpostkarten gegen die Inhaftierung von Angela Davies an den pöhsen Herrn Nixon schicken mußte. Dem folgten dann noch Karten zur Beendigung des Vietnamkrieges etc.pp.
    Daß genau diese Mechaniken jetzt wieder ausgegraben werden können Sie nicht wissen, Sie kommen ja aus der ehemaligen BRD. (Obwohl - für einen Professor der Kommunikationswissenschaften ... )

    Ich lasse mir kein schlechtes Gewissen einreden. Und die meisten Dresdner ebenfalls nicht, wie Ihnen bereits aufgefallen ist. Und schon gar nicht lasse ich mir von Leuten ein schlechtes Gewissen einreden, die erstmal vor ihrer eigenen Tür kehren sollten. Wie steht es denn mit dem Minderheitenschutz in Ägypten, hat es da überhaupt noch Kopten?
    Und Ihrem Lieblingscellisten empfehle ich, mal ein Käffchen mit den Leuten vom Ausländerrat zu trinken. Da kann er sich mal ein paar Tipps holen, wie man offensiv mit Außländerfeindlichkeit umgeht.

    Statt jetzt Ihr wohlfeiles Gutmenschentum risikofrei auszuleben, sollten Sie lieber die Gelegenheit nutzten und Ihren vielen Freunden aus Staaten ohne freiheitlich-demokratische Grundordnung die Vorzüge eines Rechtsstaates zu kommunizieren. Erzählen Sie denen, wie Gewaltenteilung funktionert, warum Bestechlichkeit schädlich ist, welche Segnung "good governance" ist.
    Ich weiß, das werden Sie nicht tun. Das ist ja anstrengend.

    Stattdessen schreiben Sie lieber diesen offenen Brief, indem sie sich geschickt von Dresden absetzen. Man will ja seiner Karriere nicht schaden, gelle? Wer will schon mit solchen Rechten, Rassisten, Fremdemfeinden, Dumpfbacken - in einem Wort Dresdnern - in einen Topf geworfen werden. Da müssen Sie schon vorbeugen. Wo waren eigentlich die vielen tausend ausländischen Studenten an jenem Samstag? Und wo war Ihr offener Brief zum Mord an Hatun Sürücü? Auf Ihrer Homepage habe ich nichts dazu gefunden.

    Einen weiteren Grund, neben Ihrem Gutmenschentum, weswegen Sie mich auffordern, mich zu schämen, sehe ich in der maßlosen Überhöhung von Dresden. Das passiert sehr gern unter Zugezogenen, die sich mit dem Umzug nach Dresdne plötzlich für grundsätzlich begnadeter, hervorgehobener, besser halten.
    Schön, daß Sie langsam zur Kenntnis nehmen, wie spießig wir Dresdner sind. Wir wollen unsere Ruhe. Deshalb mögen wir Touristen. Die gehen nämlich wieder.

    Viele Grüße von einen Autochthonen
    Kurt

  • Michael Bittner
    Juli 14, 2009

    Schön, dass sich jetzt doch noch ein Spinner gefunden hat, der die allzu einmütige Diskussion hier aufmischt und zeigt, wie die Eingeborenen wirklich "denken". Man sollte dem Kurt aber nicht allzu schnell auf dem Leim gehen; der durchschnittliche Dresdner ist denn doch kein so verklemmt rassistischer, posaunend "politisch inkorrekter" Heulsusenossi wie der Herr Kurt. Aber darin hat er schon Recht: Die Mehrheit der Dresdner will keine Ausländer, die dauerhaft in Dresden leben, höchstens Touristen. Aber wie soll man die bloß in der Straßenbahn auseinanderhalten? Am besten der Stadtrat beschließt, dass Touristen sich Plaketten an den Kopf kleben und nach spätestens drei Tagen wieder abreisen müssen - sonst laufen sie Gefahr, es im Kampf der Kulturen mit Zonenkrieger Kurt zu tun zu bekommen.

  • Hendrik M. Dietrich
    Juli 14, 2009

    Ich verirre mich aus Zeitgründen sonst selten in die Kommentar/Antwort-Regionen von Webseiten. Nach dem Lesen der Meinung von @Kurt muss ich nun auf jeden Fall ein statement hinterlassen.

    Ein Großteil der Worte von Kurt sind offene Feindseligkeiten gegenüber Prof. Donsbach. Ich finde es absurd und tatsächlich als oberspiessig, bei von der eigenen Meinung abweichenden Äußerungen die "Wessi-Keule" und das "Zugereiste-haben keine Ahnung"-Totschlagargument herauszuholen. Und das bei einem Menschen wie Herrn Donsbach, der seit 16 Jahren in Dresden lebt.

    Der erste Absatz und die letzten beiden Sätze sind jedoch der eigentliche Grund für diesen Kommentar. Ich finde diese empörend und als genau die latente Ausländerfeindlichkeit, die Hr. Donsbach angesprochen hat. Genau wegen solchen Leuten wie Ihnen, Kurt, ist der Inhalt des offenen Brief offensichtlich so notwendig und wichtig.

    Ich bin auch in Dresden geboren, aufgewachsen, lebe und arbeite hier. Ich schäme mich tatsächlich, mit Ihnen, Kurt, in einer Stadt zu leben.

  • owy
    Juli 14, 2009

    Ein Hinweis zur Diskussionskultur in den Kommentaren: Ich möchte darum bitten, die Diskussion sachlich zu führen. Ich behalte mir vor, Kommentare mit persönlichen Angriffen auf wen auch immer zu löschen.

    MfG, P.Stawowy

  • ich
    Juli 14, 2009

    ich finde das die diskussion sehr emotional geführt wird und damit auch schnell menschen verurteilt.

    auch glaube ich nicht, das dies ein dresdner problem sondern ein deutsches ist, es ist überall und nirgendwo.

    manchmal scheint es ja tatsächlich so, als das die ostdeutschen die globale schuld an allem haben sollen, aber wir haben eine einheit seit 20 jahren, wollen zusammengehören und dann eine solche diskussion, ich finde es sehr befremdend

    natürlich ist es tragisch und menschenverachtend was dort passiert ist, aber man sollte auch die kirche im dorf lassen und jeden tag für sich selbst ein bisschen menschlichkeit ausüben.

  • Peter Steinbach
    Juli 14, 2009

    Als Ostdeutsche haben wir noch nie ein Problem mit Ausländern gehabt, waren es in den siebziger die Ungarn, kamen in den achtziger die Vietnamesen. Wir haben uns immer herzlich, auch in der Freizeit, um die Fremden bemüht und sie hier bei unsintegriert.

    Ausländerfeindlichkeit im vergreisten Osten? Einfach lächerlich! Ein von Westbesatzern künstlich erdachtes Ersatzfeindbild, welches am eigentlichen Problem völlig vorbei geht und von staatsabhängigen Menschen genauso demagogisch instrumentalisiert wird, wie 1989 von den SED-Genossen.

    Das ist doch ganz eindeutig die Retourkutsche dafür, daß die Dresdner gegen einen übermächtigen volks- und demokratiefeindlichen Beamtenmoloch rebelliert haben.

    Die Realität ist die eines von den Medien-und Lebenskünstlern propagiertes volksfeindliches Frauenbild, welches ausländische Frauen hier exzessiv auf Kosten der deutschen Steuerzahler auszuleben denken.

    Ganz klar ist eine kapitale Straftat geschehen, die verurteilt werden muß, aber ich kann den Wolgadeutschen, der aus dem Sowjetreich hierher kam, verstehen. Das war nicht die Heimat seiner Vorfahren, die er hoffte wieder zu finden! Und das ist das eigentliche Problem!

  • Michael Schmelich
    Juli 15, 2009

    Es verschlägt einem schon den Atem, was man selbst in diesem Forum von einem Peter Steinbach oder einem sogenannten Kurt trompeten hört. Welchen Beitrag diese Herrschaften zu dem Ruf Dresdens als fremdenfeindlichste Großstadt der Republik leisten, mögen andere bewerten. Mir jedenfalls fällt es Tag für Tag schwerer, dieses Image herunterzureden und Dresden als weltoffene Stadt gegenüber meinen Freunden und Bekannten aus überall zu verteidigen. Vielleicht gibt es in dieser Stadt nicht mehr Fremden- uznd Fremdheitsfeindlichkeit (vielleicht die Spätfolgen einer Zeit, da eben hier das Tal der Ahnungslosen selbige hervorbrachte) als anderswo, ganz sicher gibt es in Dresden aber weniger Menschen als anderswo, die bereit wären, für einen "Aufstand der Anständigen" nicht nur den kleinen Finger zu rühren. Statt "Aufstand der Anständigen" "Diktatur der Gleichgültigkeit". Die Erfahrungen des 13. Februars sprechen dafür Bände. Welchen Beitrag leisten dazu Politiker, die immer noch meinen, den latenten Ausländerhass in einen Topf mit linksextremen Gedankengut werfen zu müssen, welchen die Polizei, die Demonstrationen gegen die Neonazis mit einer demokratiefeindlichen Polizeitaktik begegnet? Welchen Beitrag die kriminalstatistischen Herunterredner? Auf der Suche nach Zivilcourage wird man in dieser Stadt leider nur noch in Nieschen fündig. Empörung lässt sich scheinbar aus dem Gebräu sächsischer Gleichgültigkeit kaum mehr destillieren.
    Vielleicht leben wir ja in der Hauiptstadt der Ausgrenzung und Abgrenzung und von dieser sind nicht nur ausländische Mitbürger betroffen. Die Ausgrenzung ist längst ein Teil der Lebenswirklichkeit vieler. Ich weiß, wovon ich rede. ich bin im Kommunalwahlkampf durch Prohlis gelaufen.Das Gefühl der Ausgegrenzheit ist multikulturell, doch die Reaktion, auf Ausgrenzung mit Fremdenfeindlichkeit zu reagieren, ist leider sehr deutsch und leider auch sehr dräsdnarüch. Es wird ZEIT, dass viele versuchen, das Ruder dieses zum Sinken verurteilten Bootes herumzureißen. Danke Herrn Prof. Donsbach für das Leuchtturmflackern!!

  • Kurt
    Juli 15, 2009

    Bei dnn-online steht ein Artikel namens "Tod einer Ägypterin zwingt Dresden zum Umdenken"
    Das bemerkenswerteste Zitat daraus ist: >>„Dresden ist nicht ausländerfeindlich, es gibt sogar eine große Offenheit“, hält die Ausländerbeauftragte Marita Schieferdecker-Adolph mit Verweis auf die nüchternen Zahlen dagegen.<<
    Wie jetzt? Ausgerechnet Dresdens verdienstvolle und bekannteste Mahnerin in Sachen Fremdenfreundlichkeit stößt nicht ins selbe Horn wie Herr Donsbach, sondern verweist auf nüchterne Zahlen. Da bestätigt sich meine Befürchtung. Die Statistiken des Herrn Professor halten keiner wissenschaftlichen Überprüfung stand. Sicher, das hat er auch nie behauptet, aber uns glauben lassen. Ich wette n=5.

    Nun wird die gefühlte Xenophobie solange aufgebauscht, bis alle Kritiker verstummt sind und die Gutmenschen die Deutungshoheit haben. Warum nicht? Beim Feminismus hat es ja auch geklappt, und dort wird bis heute mit ominösen Statistiken gearbeitet. Der Opferkult ist skalierbar und die selbsternannten Hohepriester wollen alle ein Stück vom Aufmerksamkeitskuchen, mit welchen Mitteln auch immer.

    @Herr Bittner
    Wohltönendes Wortgeklingel ist immer ein Weg, sich nicht mit Sachargumenten auseinandersetzten zu müssen.
    Ich nehme Ihnen nicht übel, mich verunglimpft zu haben. Sind Sie doch ein typischer Vertreter jenes universitären Mindsettings, in dem ich schon den Herrn Donsbach verortete. Ich hätte ja große Lust, diese Diskussion mit Ihnen im realen Leben weiterzuführen, allerdings will ich nicht auch noch als cyberstalker dastehen. Deshalb werde ich über Ihre myspacesite keinen Kontakt zu Ihnen aufnehmen.

    @Herr Didrich
    Genießen Sie Ihr Leben! Sie brauchen sich nicht zu schämen. Und sich ausgerechnet wegen mir zu schämen ist kompletter Schwachsinn. Es sei denn, Sie würden es genießen.

    Und sobald das Spendenkonto für das islamische Begegnungs- und Erziehungszentrum "MARWA" (sic!) bekannt ist, können Sie dann alle fleißig für Ihre gefühlte Xenophobie Ablaß kaufen. Ach ich vergaß, Sie sind ja die Guten. Sie zahlen nichts Wir sollen dann dafür bezahlen.
    Womit wieder mal bewiesen wäre, daß es nur um Geld und Macht geht.

  • Kurt
    Juli 15, 2009

    nur ein kleiner Nachtrag, obigen post habe ich gestern abend geschrieben und bis jetzt "abkühlen" lassen.
    Ich konnte nicht ahnen, daß Herr Schmelich meine Worte so direkt bestätigt. Statt mich zu widerlegen, ergeht er sich in Betroffenheitsprosa. Und das auch noch ganz ohne eine Verantwortung zu übernehmen. "...das mögen andere bewerten."
    Dann aber sehr wohl eine Wertung abzugeben, zeugt nicht gerade vom Willen zur Diskussion, Herr Hohepriester. Widerlegen Sie mich, oder schweigen Sie.
    Und in Ergänzung zu Herrn Steinbach wären noch zu nenen: Algerier - Ende 70ger; Mosambikaner; Angolaner; viele "Dollarstudenten", Polen (Krastschewski), Tschechen (nach wem ist die Böhmische Strasse bennant), Italiener (selbstredent), Russen (immer wieder als siegreiche Truppen, aber auch Putjatin), ...

  • Michael Bittner
    Juli 16, 2009

    Sehr geehrter Herr Kurt, vielen Dank, dass Sie darauf verzichten werden, mich persönlich zu verfolgen. Das erleichtert mich enorm. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass kein vernünftiger Mensch sich dazu herablassen wird, ihre "Argumente" zu "widerlegen" - dazu müsste man nämlich erst einmal verstehen, was Sie mit Ihrem wirren Gefasel ausdrücken möchten. Bisher konnte ich Ihren Worten nämlich nur entnehmen, dass Sie einen Mord an einer ägyptischen Frau als Beleg dafür heranziehen, dass es in Dresden keine Ausländerfeindlichkeit gibt. Ich habe mir erlaubt, bescheiden darauf hinzuweisen, dass Ihre Beiträge hier der Beweis für das Gegenteil sind. "Verunglimpfen" wollte ich Sie keineswegs. Das besorgen Sie ja selbst schon am besten. Ich verabschiede mich aus der Debatte.

  • Sylvia Pertermann
    Juli 25, 2009

    Oh, mir ist ja ganz schwindelig vom Lesen.
    dem Brief möchte ich erst mal meine Sympathie bekunden über Ausländerfeindlichkeit sollte man schon mal sprechen.Aber was wird hier eigentlich verhandelt? Wir brechen grundsätzliche politische Probleme dieses Landes auf die Kommunalpolitik von Dresden herunter?
    Ausländer erzeugen in einer kleinbürgerlichen verwurzelten Gemeinschaft immer Veränderungen in Denkprozessen und Verdrängung alter Strukturen.
    Auch Prof. Donsbach hat hier Prof. Esser verdrängt, beides loyale Politikberater, nur der jeweils anderen Lobby und unter anderen Machtstrukturen zu anderen Zeiten.
    Das haben wir doch durch demokratische Wahl so gewollt und eingerichtet.
    Marwa ist nicht das erste Mordopfer ausländerfeindlicher Täter in Dresden. Sie ist aber der erste Mensch, der nicht bei Nacht und Nebel, sondern unter den Augen oder dem Schutz der deutschen Justiz gemeuchelt wurde.
    Hier steht doch nicht die fehlerhafte Integrationspolitik zur Debatte
    sondern Selbstjustiz im Gerichtssaal. Oder habe ich wieder was falsch verstanden? Wenn ein Angeklagter aufsteht und mit dem Messer auf jemand losgeht, was tun dann die anderen Anwesenden? Gar nichts? Man verletzt den zu Hilfe eilenden Ehemann - das finde ich radikal! Hier wird in keiner Weise mehr der Tatbestand verhandelt.
    Ist den Anwesenden unterlassene Hilfeleistung anzulasten? Genau dieser Richter wollte/sollte doch mit seinem Urteilsvermögen weitaus Schlimmeres verhindern. Der Staatsanwalt war doch gekommen, den Täter zur Sühne für verbale Attacken zur Rechenschaft zu ziehen? und dann so etwas haben die Herren die Zivilcourage verlernt, den Täter nicht angegriffen? Das ist doch was wir von jedem Mitbürger verlangen und die Justiz hat sich nicht gerührt.
    Wo sind wie denn hier, in einem kommunikativen Erstarrungszustand? Was sagt denn der Justizminister, der Polizeipräsident zu der Schlamperei in ihrem Haus? Nehmen die das staatliche Gewaltmonopol noch wahr und können die das auch?
    Wieso soll jetzt allgemeine Unsicherheit in Dresden herrschen?
    Ich will, dass die zuständigen Personen dazu was sagen und sich nicht jeder Dresdner hier in Grund und Boden schämt. Wir sind wachsam weiterhin, aber wieso war es die Justiz nicht? Kann das jetzt jedem passieren , der Zeugnis ablegt von etwas, das andern nicht gefällt?
    Das war das Ende unserer persönlichen Freiheit und nicht Ausländerhaß intern.

  • Dagmar Bilke
    Juli 28, 2009

    Der Täter hat jahrelang in unserem Hochhaus gewohnt, ein Haus - in dem viele ausländische und eingebürgerte Menschen wohnen. Es gab nie Probleme wegen der unterschiedlichen Herkunft. Im Gegenteil, es gefällt uns, tollerant sein zu können. Das unterschreiben hier alle Anwohnenden. Es gab eine rege Diskussion, nachdem der schreckliche Mord im Gerichtssaal verübt wurde, eine grausame Tat, die nie wieder passieren darf!!! Jeder im Haus wird auch weiterhin offen und tollerant auftreten. Aus meiner Sicht findet jetzt eine Problemverlagerung statt.

  • owy
    Juli 30, 2009

    Tagesspiegel:

    Dresden plant Ehrung für tote Marwa
    In Dresden haben Gespräche darüber begonnen, wie die Stadt der am 1. Juli getöteten Marwa El-Sherbini gedenken kann. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) traf sich am Donnerstag zum ersten Mal mit Vertretern der muslimischen Gemeinde der Landeshauptstadt.

    Mehr: http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Marva-Dresden;art122,2860884

  • Kurt
    Dezember 19, 2009

    PROFESSOR DONSBACH, ÜBERNEHMEN SIE!

    Wo bleiben die Betroffenheitsadressen und offenen Briefe von Gutmenschen wie Schmehlich und Konsorten zur Ermordung von Susanna H.? Warum soll Dresden jetzt nicht aufwachen? Gibt es diesmal auch eine Trauerfeier vor der Goldenen Pforte des Dresdner Rathauses? Kommen dann auch der SPD-Generalsekretär und seine Exzellenz, der pakistanische Botschafter? Wird es eine Gedenktafel geben? Welche weltanschaulichen Vereine werden diesmal Geschenke von der Stadt bekommen? Warum hört man nichts vom Ausländerrat?
    Fragen über Fragen!

    Frohe Weihnachten!

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