Dirk Birgel: “ein Gegenmittel zur Betriebsblindheit”

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dirkbirgel_klein Die "Dresdner Neueste Nachrichten" beschreiten neue Wege zur Einbindung der Leser und rufen einen Leserbeirat ins Leben. In der heutigen Ausgabe sind alle Leser aufgefordert, sich zu bewerben.

Wir haben dem "DNN"-Chefredakteur Dirk Birgel einige Fragen dazu gestellt.

Die DNN gründet einen Leser-Beirat. Ist das eine Maßnahme, die sinkenden Auflage aufzuhalten?
Dirk Birgel:
Das ist eine schöne Hoffnung und vielleicht ein kleiner Beitrag zu diesem Ziel. Wir wollen zwei Dinge: Die Leser-Blatt-Bindung stärken und vor allem, die DNN noch besser auf die Leserwünsche abstimmen. Ich bekommen immer wieder wertvolle Hinweise aus der Leserschaft. Diesen Prozess wollen wir mit dem Leserbeirat strukturieren, konzentrieren und institutionalisieren. Ein Leserbeirat ist ein Gegenmittel zur Betriebsblindheit.

Gibt es einen konkreten Anlass, der zur Gründung geführt hat?
Birgel: Ich habe erstmals darüber nachgedacht, als der Konflikt um die Waldschlößchenbrücke eskalierte. Die Stimmung war so emotional, dass ich haufenweise Briefe bekam, die DNN würde einseitig berichten - wenigstens in diesem Punkt waren sich Brückengegner und -befürworter einig. Aber die Schlichterfunktion allein war mir als Aufgabe für den Leserbeirat zu wenig und ich wollte keinen Schnellschuss. Jetzt, nach vielen Gesprächen, ist die Entscheidung reif gewesen.

Was ist das Ziel der Maßnahme? Warum jetzt?
Birgel: Ich glaube, die Ziele habe ich in den ersten beiden Antworten beschrieben. Warum jetzt? Nun, der DNN-Leserbeirat soll sich am Tag des DNN-Sommerfestes konstituieren und dann abends mit uns feiern. Und gut sechs Wochen Vorlauf für Bewerbung, Auswahl und Einladung braucht man schon.

Wer kommt in den Beirat? Wie?
Birgel: Einzige Voraussetzung ist, die DNN mindestens ein Jahr im Haushalt abonniert zu haben. Der Beirat soll dabei einen Querschnitt unserer Leserschaft bilden: Männer und Frauen, Jung und Alt, alle Bildungsschichten und möglichst unterschiedliche Berufsgruppen. Parteigänger, Stadtpromis und Lobbyisten, also die üblichen Verdächtigen, wird man im DNN-Leserbeirat eher nicht finden. Bewerbung mit kurzem Lebenslauf und Foto an: DNN, Stichwort Leserbeirat, Hauptstr. 21, 01097 Dresden oder d.birgel@dnn.de.

Welchen Einfluß wird der Beirat auf die Redaktionsarbeit haben?
Birgel: Ich hoffe einen sehr konstruktiven und folgenreichen. Der Beirat soll die DNN-Chefredaktion beraten und die DNN mit guten Vorschlägen mit weiterentwickeln. Jede berechtigte Kritik und jeder gute praktikable Vorschlag muss in der Redaktion auf fruchtbaren Boden fallen.

Herr Birgel, vielen Dank für das Interview.

Nachtrag: Hier finden Sie Aufforderung der "DNN" zum Engagement im Leserbeirat: "DNN gründet Leserbeirat - Machen Sie mit!"

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