Misslungene Werbung: P.C. ist nicht nur ein Computer (Update III 3.4.2011)

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"Wie geschmacklos", denkt sich jetzt bestimmt der ein oder andere aufmerksame Betrachter des obigen Werbeplakats. Aber "keine Sorge", sage ich. Es steht ja eindeutig darunter, dass es nur ein Serviervorschlag ist. Man kann das Kleinkind also natürlich auch zu Kartoffeln oder Reis und mit lecker Soße genießen. Der dröge Salat auf dem es drapiert ist, ist sicherlich nur ein Auswuchs des aktuellen Öko-Trends.

Wer sich an der Diskussion um das Plakat beteiligen möchte, kann das auf der Sputnik-Fanpage auf Facebook tun. Dort ist auch schon ein Statement der Bäckerei zu finden.

Update 29.3.2011, 12:30 Uhr: Der Prokurist Christoph Raddatz erklärt auf der Sputnik-Fanpage, dass es sich bei der Abbildung um die Tochter zweier Mitarbeiter handle.

Das Kind was Sie da sehen ist die kleine Sofiyha, deren Mutter Lina und deren Vater Timotheus Mitarbeiter von uns sind. Da uns die Verbindung der Menschen die mit uns arbeiten sehr wichtig ist und wir eines der Kinderreichsten Unternehmen der Region sind (durchschnittlich 17 Geburten pro Jahr), stellen die Mitarbeiter immer wieder Fotos von Ihren Kindern oder den Mitarbeiter selbst für unsere Wochenaktionen zur Verfügung.

Er verweist außerdem auf das soziale Engagement der Firma und betont, man wolle mit dem Plakat kein rassistisches Gedankengut verbreiten.

Update II 30.3.2011: Heute hat eine große Lokalzeitung (wir halten das mal so mit der Namensnennung wie die Zeitung) das Thema ebenfalls aufgegriffen und schreibt: "Im Internet schlägt die Welle der Empörung hoch." Das übliche Verfahren: Will man wissen, wo die Wellen hochschlagen, muss man selbst suchen - die Zeitung hält eine Verlinkung oder eine Namensnennung der Quellen ("Internet" reicht ja) offenbar für unnötig. Der Artikel (Ausriss unten) ist leider hinter der Bezahlschranke versteckt und trägt den Titel: "Bitterer Schoko-Traum".

Update III 3.4.2011: Gestern hat auch Spiegel-Online die Geschichte aufgegriffen (Screenshot unten), Titel: "Bäckerei wirbt mit schwarzem Kind für Schoko-Schnitte".

[Flurfunk Dresden dankt dem Hinweisgeber!]
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