„Lausitzer Rundschau“: neuer Eigentümer für Muttergesellschaft, Holtzbrinck zieht sich zurück

Eigentümerwechsel bei der Muttergesellschaft der "Lausitzer Rundschau": Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat ihre Anteile an der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH verkauft. Die "Lausitzer Rundschau" ist eine 100%-Tochter der Saarbrücker Verlags; Holtzbrinck hielt bislang 56,1% an dem Unternehmen (Infos zu den Eigentümerverhältnissen auf den Seiten der KEK; Hinweis: die Holtzbrinck-Gruppe ist auch Mit-Eigentümer der "ZEIT").

Käufer der Holtzbrinck-Anteile ist die Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar (GSB) - allerdings fehlen für den Verkauf noch die Zustimmung des Bundeskartellamtes und die der Beteiligungsgesellschaft der Mitarbeiter. Die GSB wird von drei politischen Stiftungen aus dem Saarland getragen und hieß ursprünglich mal Förderergesellschaft Saarbrücker Zeitung. Sie war 1969 "im Zuge der Re-Privatisierung der Saarbrücker Zeitung" gegründet worden (Quelle für diese Angaben: saarbruecker-zeitung.de).

Bei turi2 ist zu lesen:

"Die GSB wird von politischen Stiftungen des Landes dominiert und hält traditionell 26 Prozent der Zeitungsgruppe, in einem ersten Schritt wird sie jetzt ihre Beteiligung auf 46,9 Prozent erhöhen. Mittelfristig will die GSB einen neuen Gesellschafter für den Verlag finden."

Bis 2014 sollen die Holtzbrinck-Anteile, so turi2, vollständig zur GSB gewandert sein. Die Meldung bei turi2 trägt den Titel: "Holtzbrinck zieht sich aus 'Saarbrücker Zeitung' zurück."

Auf den Internetseiten der "Saarbrücker Zeitung" ist ein Interview zu finden, das der Chefredakteur der Zeitung Peter Stefan Herbst (ehemals auch Chefredakteur der "Lausitzer Rundschau" und zuvor der "Dresdner Neueste Nachrichten") mit seinem bisherigen Verleger Stefan von Holtzbrinck und zwei Vertretern der GSB geführt hat.

Darin fragt Herbst auch nach der Zukunft der Tochterunternehmen der "Saarbrücker Zeitung" - und ob einzelne Töchter nun zum Verkauf stehen. Professor Rudolf Warnking von der GSB antwortet u.a.:

"Eine Restrukturierung der Unternehmensgruppe ist aktuell nicht geplant. Es ist in den letzten Jahren gelungen, zahlreiche Synergien zwischen den Zeitungshäusern zu generieren."

Der andere Vertreter der GSB, Minister a.D. Friedel Läpple, sagt:

"Solange diese Synergien weiter ausgebaut und auch vermarktet werden können und die einzelnen Tochterfirmen der Saarbrücker Zeitung finanziell tragbar und zukunftsfähig sind, gibt es keinen Anlass für eine Restrukturierung."

Nun müsste man etwas über die wirtschaftliche Situation der "Lausitzer Rundschau" wissen, um aus den Aussagen wirklich Interpretationen zur Zukunft der Zeitung aus Cottbus (die auch in Teilen Sachsen, genauer: in den Regionen Hoyerswersa und Weißwasser erscheint) ableiten zu können. Dazu haben wir allerdings keine Informations- und Quellenlage.

Hier geht es zur Interview der "Saarbrücker Zeitung": "GSB Saar übernimmt Holtzbrinck-Anteile an Saarbrücker Zeitung".

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