Videohinweis: „SZ“-Lesewert bei 3sat nano

Nach Bildblog und turi2 weisen wir dann auch noch darauf hin: Das Wissenschaftsmagazin nano hat sich das Projekt "Lesewert" der "Sächsischen Zeitung" näher angeschaut. Der Beitrag lief erstmals am 1.10.2013 im Programm von 3sat.

Dafür hat man den obligatorischen Drehtermin beim Andruck der Zeitung absolviert (Pflichtübung bei Fernsehmachern, wenn sie über Zeitung berichten - achten Sie mal darauf!). Außerdem haben der/die Autoren mit dem zuständigen Projektredakteur Denni Klein (vgl. Flurfunk Dresden vom 9.9.2013) sowie Prof. Wolfgang Donsbach vom Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden (IfK) gesprochen.

Im Beitrag selbst wird Lesewert ausführlich vorgestellt - die ermittelten Werte seien "vergleichbar mit der Einschaltquote im Fernsehen".

Die Methode stellt demnach eine deutliche Verbesserung zu klassischen Wegen dar, wenn man herausfinden will, was in der Zeitung wie gelesen wird: Nicht zu unrecht merkt Klein an, dass telefonische Befragungen vermutlich große Ungenauigkeiten aufweisen, weil die Befragten immer auch die besondere Situation der Befragung berücksichtigen. Also sich mit den Antworten z.B. nicht blamieren wollen.

Die Frage, ob die Lesesituation mit einem Scan-Stift in der Hand nicht eine ähnliche Wirkung hat und also ebenfalls ungenaue Ergebnisse produziert, wird in dem Beitrag leider nicht gestellt. Stattdessen hört man nur zu gerne, wenn Denni Klein erzählt, dass überraschender Weise lange Texte in der Zeitung gut funktionieren. Genau wie Stücke mit wissenschaftlichem Hintergrund und - natürlich - der Lokalteil.

Aber schauen Sie doch einfach selbst (der Klick aufs Bild führt zur 3sat-Seite mit dem Video):

Ausschnitt aus dem 3sat-nano-Beitrag über "Lesewert"

Denni Klein erklärt "Lesewert" - Ausschnitt aus dem 3sat-nano-Beitrag

2 Kommentare
  • stefanolix
    Oktober 6, 2013

    Interessant wäre eine Untersuchung des Wirtschaftsteils der »Sächsischen Zeitung«, in dem viele PR-lastige Artikel stehen: Wie lange halten es die Leserinnen und Leser mit diesen Artikeln aus? Wie oft brechen sie die Lektüre ab? Welchen Anteil des Inhalts können sie später wiedergeben?

  • at
    November 8, 2013

    "Stattdessen hört man nur zu gerne, wenn Denni Klein erzählt, dass überraschender Weise lange Texte in der Zeitung gut funktionieren. Genau wie Stücke mit wissenschaftlichem Hintergrund und – natürlich – der Lokalteil."

    oder auch:
    'Stattdessen stellt man überraschenderweise fest, dass inhaltlich anspruchsvolle Journalistik von der Leserschaft angenommen wird und es gar nicht notwendig ist, bei einer auflagenstarken Tageszeitung auf Morgenpost Niveau rumzudümpeln.'

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