„Wir sind in großer Sorge“: „LVZ“-Mitarbeiter schreiben an Madsack-Chefs

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Unruhe in Leipzig: Die Mitarbeiter der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft (LVDG, gibt u.a. die "Leipziger Volkszeitung" heraus) haben einen offenen Brief an die Konzerngeschäftsführung von Madsack geschrieben. Darin fordern sie "belastbare Informationen" über den im Herbst 2013 verkündeten Umbau (Flurfunk Dresden berichtete).

Wörtlich heißt es in dem Brief, der im konzernkritischen Blog "Madsack 2018 – Arbeitnehmer wehren sich gegen betriebsbedingte Kündigungen" nachzulesen ist:

"... und weil auch wir Madsack sind, lassen uns, die Mitarbeiter der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH, die Veränderungen nicht kalt, die 'Madsack 2018' mit sich bringt. Im Herbst 2013 proklamierten Sie in der Kuppelhalle der LVZ Umbauprogramm und neues Selbstverständnis. Dabei forderten Sie jeden Einzelnen auf, sich einzubringen in diesen Prozess. Ein halbes Jahr später sehen wir uns in Leipzig abgeschnitten von belastbaren Informationen."

Der vom Betriebsrat initiierte Brief stammt vom 14.4.2014 und ist adressiert an den Vorsitzenden des Madsack-Aufsichtsrats Karl Baedeker sowie die Konzerngeschäftsführer Thomas Düffert, Christoph Rüth und Sven Fischer. Er hat 195 Unterzeichner.

Die Forderung der Belegschaft bezieht sich auf einen Gesprächstermin vom 8.4.2014, "bei dem der Betriebsrat Zahlen und Fakten zu personellen und strukturellen Auswirkungen" erfahren sollte. Der Termin habe "dem Hornberger Schießen" geglichen und den Eindruck vermittelt, als würden grundlegende Informationen "vorsätzlich zurückgehalten".

Schon einige Tage vorher hatte der Betriebsrat in einer internen Info an die Mitarbeiter beklagt, dass LVDG-Geschäftsführer Marc Zeimetz in einem Gespräch keinerlei konkrete Angaben zu den Auswirkungen von Madsack2018  gemacht hatte. Die Betriebsrats-Info ist ebenfalls im Madsack2018-Blog nachzulesen, Titel: "LVZ-Betriebsrat: Hinhalte-Taktik der Geschäftsführung geht weiter".

Blogger Daniel Große leitet aus dem Schreiben den Schluss ab, die "LVZ" wolle weitere Loklaredaktionen schließen (vgl. danielgrosse.com vom 10.4.2014: "Leipziger Volkszeitung: Geschäftsführung äußert sich weiter nicht zum Stellenabbau"). Das aber muss zunächst als reine Spekulation betrachtet werden.

Der offene Brief der Belegschaft endet mit den Worten:

"Wir sind in großer Sorge. Unser traditionsreiches Medienunternehmen Leipziger Volkszeitung ist noch in der Region verwurzelt und von Abonnenten und Öffentlichkeit anerkannt. Es hat Zukunft. Für die sind wir bereit, uns im Madsack-Verbund einzusetzen. Sorgen Sie deshalb für Transparenz."

Der offene Brief ist im Blog Madsack2018 nachzulesen: "Reden Sie mit uns, fordert LVZ-Belegschaft in einem Offenen Brief an Aufsichtsrat und Konzernführung".

(Via heldenstadt.de.)

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