„Drei-Punkte-Plan“: Sächsische Filmproduzenten sollen leichter Kredite bekommen

Die Finanzierung von Film- und Fernsehproduktionen soll für sächsische Produktionsfirmen künftig leichter werden. Das geht aus einer gemeinsamen Willenbekundung hervor, die die Sächsische Staatskanzlei, der Filmverband Sachsen, mehrere Banken, MDR und die Mitteldeutsche Medienförderung unterzeichnet und heute (11.6.2014) verbreitet haben.

Zu den Unterzeichnern der gemeinsamen Erklärung ("Drei-Punkte-Plan") gehören außer der Staatskanzlei der Filmverband Sachsen, der Mitteldeutscher Rundfunk, die Banken Sparkasse Leipzig, Ostsächsische Sparkasse Dresden, Commerzbank Dresden, Sächsische Aufbaubank und Bürgschaftsbank Sachsen sowie die Mitteldeutsche Medienförderung.

Konkret enthält die einseitige Erklärung drei Leitsätze, "die künftig für die Vergabe von Fremdkapital insbesondere zur Zwischenfinanzierung von Produktionen gelten sollen".

Die Leitsätze sind:

1. Die Verbesserung der Versorgung der sächsischen Produktionswirtschaft mit Fremdkapital dient der Stärkung und dem langfristigen Ausbau des Medienstandortes Sachsen.
2. Flankierende, auf diese Branche zugeschnittene Bürgschaften und Finanzierungsinstrumente sind für den wirtschaftlichen Erfolg der Produktionen und damit auch der Förderpolitik entscheidend.
3. Die Entscheidung über die Vergabe von Fremdkapital an Produktionsunternehmen soll durch eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Bürgschafts- und Hausbank entscheidend vereinfacht werden.

Die Erklärung ist das Ergebnis eines gemeinsamen Workshops, der am 3.6.2014 in der Staatskanzlei mit Beteiligung der Unterzeichner stattfand. Das Papier wir auch der Workshop dürften als Erfolg für den Filmverband zu bewerten sein, der sich schon lange um eine Verbesserung der Situation der sächsischen Filmwirtschaft bemüht.

In der Pressemitteilung zur gemeinsamen Erklärung ist Staatsminister Johannes Beermann, Chef der sächsischen Staatskanzlei und für Medien zuständiger Minister, zitiert:

"Sachsen hat sich bereits national und international als Filmland etabliert. Es ist mir wichtig, das weiter auszubauen und den Zugang sächsischer Produzenten zu Fremdkapital zu erleichtern. So bekommen sie bessere Rahmenbedingungen für ihre Arbeit."

Ein erster Schritt ist getan, jetzt müssen den Worten auch Taten (insbesondere der Banken) folgen.

Hier finden Sie die gemeinsame Erklärung als PDF, hier können Sie die Pressemitteilung nachlesen, Titel: "Stärkung des Medienstandortes Sachsen durch bessere Finanzierungsmöglichkeiten".

Terminhinweis: Die Erklärung kommt gerade rechtzeitig zur Filmverband-Veranstaltung Filmsommer Sachsen, die am Donnerstag (12.6.2014) in Leipzig über die Bühne geht. Dort geht es u.a. auch um Finanzierungsfragen (vgl. Flurfunk Dresden vom 5.6.2014).

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