Das Internet-Manifest ist tot, es lebe das Internet-Manifest!

Im September 2009 formulierte eine Gruppe prominenter deutscher Blogger das sogenannte Internet-Manifest. Die 17 Thesen sorgten schnell für eine lebhafte und von den Autoren gewünschte Debatte, wie Online-Journalismus sich entwickeln sollte. Sie sorgte aber auch für reichlich Kritik. Wo lag die seinerzeit teils als "Alpha-Blogger" titulierte Truppe falsch, wo trafen die Behauptungen ins Schwarze – und tun es vielleicht heute noch? Eine kritische Bestandsaufnahme.

Von Kai Heddergott

Dieser Text stammt aus FUNKTURM #9

Die Initiative war zunächst von Mario Sixtus und Thomas Knüwer ausgegangen, wurde dann aber vor allem von Sascha Lobo, Stefan Niggemeier und Markus Beckedahl ins Netz getragen.

In separaten Blogposts suchten sich die insgesamt 17 "Behauptungen" ihren Weg durchs Netz. Die Verfasserschar: alles Namen, die seinerzeit nur Fachleuten etwas sagten. Heute sind die Genannten bekannte Autoren, Berater, Aktivisten, die sich in den gesellschaftlichen Diskurs längst weithin sichtbar einbringen.

15 Unterzeichner setzten ihre digitale Paraphe unter das Manifest (unter anderem auch FLURFUNK- und FUNKTURM-Herausgeber Peter Stawowy und re:publica-Chef Johnny Haeusler).

Die mediale Resonanz war groß, denn die Manifestateure hatten mit ihren Thesen auch ein Gegenstück zur "Hamburger Erklärung" positionieren wollen. In der hatten über 160 Verleger – allen voran Hubert Burda und Springer-Chef Matthias Döpfner – in vier Punkten ihre Position in Sachen Urheberrecht und Diebstahl geistigen Eigentums klar gemacht.

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