ARD-Freienrat fordert mehr Mitbestimmung und Transparenz

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Die organisierten freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ARD fordern mehr Mitbestimmung und Transparenz.

Das geht aus einer Mitteilung hervor, die der Zusammenschluss der freien Medienschaffenden verschickt und auf seiner Webseite veröffentlicht hat.

Darin heißt es wörtlich:

"Der ARD-Skandal um die Gehälter und Dienstwagen der Führungskräfte sowie die mangelnde Kontrolle u.a. beim rbb erschüttert auch den ARD-Freienrat. Wir werden täglich als Freie der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten darauf angesprochen und damit in Verbindung gebracht. Zu Unrecht! Die Durchschnittshonorare von Freien sind weder üppig noch haben wir luxuriöse Zulagen. Die freien Mitarbeitenden stemmen den größten Teil des Programms – unter oftmals unsicheren Arbeitsbedingungen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass alle Freien-Vertretungen mit erheblich stärkeren Mitbestimmungsrechten ausgestattet werden. Die Vertretung von Freien durch Personalräte ist nach wie vor die Ausnahme. Immer noch sind nicht überall Freie in den jeweiligen Personalräten vertreten."

Der ARD-Freienrat fordert deswegen eine grundsätzliche Verbesserung der Mitbestimmungsrechte der freien Mitarbeitenden.

Mehr Einbindung der Mitarbeitenden hatte auch MDR-Rundfunkratsmitglied Dirk Panter in unserem heute veröffentlichen Interview als überlegenswerten Gedanken benannt (vgl. FLURFUNK vom 2.9.2022: "Dirk Panter: 'Im MDR herrschen andere Regeln und andere Standards'").

Bundesweit rund 18.000 freie Mitarbeitende

Bundesweit arbeiten rund 18.000 Menschen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten als arbeitnehmerähnliche freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Eine Übersicht dazu findet sich auf den Seiten des ARD-Freienrat.

Im April 2017 hatten die Freien-Vertretungen der verschiedenen Rundfunkanstalten die Gründung des ARD-Freienrat beschlossen. Im Vorstand sind Freienräte von WDR, RBB, SWR und MDR. Der Freien-Rat bündelt die Interessenvertretungen für Freie der Sender, seien es Personalräte (RB, WDR, SWR, HR, SR, ZDF), Freienvertretungen (RBB, BR, Deutschlandfunk, MDR) oder basis-organisierte Vertretungen (NDR).

Mehr Infos unter ard-freie.de.

Transparenzhinweis: Ich war 2020 und 21 selbst als freier Mitarbeiter für den MDR tätig.

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