Facebook, Twitter und Co. werden immer beliebter, viele Unternehmen und auch Medien präsentieren sich dort, sammeln Fans und Follower. Aber wie sieht es eigentlich mit den Dresdner Medien und ihren Social-Media-Aktivitäten aus? Wir haben uns einen Überblick verschafft (alle Zahlen vom: 25.8.2010).

Die Dresdner Tageszeitungen “Sächsische Zeitung”, “BILD Dresden” und die “Dresdner Neueste Nachrichten” sind sowohl bei Twitter als auch bei Facebook zu finden. Unter den dreien ist die “Sächsische Zeitung” am reichweitenstärksten (Twitter: ca. 1.000 Followern; Facebook: ca. 1.200 Fans). Die “DNN” folgt bei Twitter und Facebook knapp dahinter (s. Tabelle unten), ganze neun Redakteure haben inzwischen ihren eigenen Twitteraccount und zwitschern Neuigkeiten über Dresden und Umgebung.

Auch Radio und Fernsehen aus Dresden sind im Social Network vertreten. “DresdenFernsehen” zeigt sich bei Twitter mit über 1.100 Followern am beliebtesten. Der noch sehr junge Sender “DresdenEins” arbeitet ebenfalls mit Facebook und Twitter und sammelt fleißig Fans und Follower. Erstaunlich jedoch ist, dass “DresdenFernsehen“, obwohl so aktiv bei Twitter, bei Facebook mit gerade mal zwei Fans weit abgeschlagen ist – vielleicht werden es mit diesem Text ja mehr.

“MDR Sachsenspiegel” als regionales öffentlich-rechtliches Programm ist bei Twitter und Facebook nicht zu finden (im Gegensatz zu MDR Figaro, MDR aktuell, JUMP und Sputnik – alle in unserer Tabelle nicht berücksichtigt). Aber “Radio Dresden” lässt im Web 2.0 hin und wieder bei Twitter und Facebook von sich hören.

Unter der Tausendergrenze bewegen sich die Stadtmagazine “Prinz Dresden” und “SAX” und die Partymagazine “port01 Dresden” und “Dresden Inside”. “Prinz Dresden” hat im Web 2.0 offensichtlich höhere Reichweiten als Wettbewerber “SAX”, obwohl es in den Auflagen umgekehrt ist. Es zeigt sich aber bei beiden deutliches Potenzial nach oben.

Bei den VZ-Netzwerken erscheint nur die “Sächsische Zeitung”. Sie präsentiert die Edelprofile von Dresden und Sachsen und liefert die neuesten Nachrichten der Region. Das Edelprofil von Dresden hat über 6.900 Fans, das von Sachsen sogar über 10.000 Fans.

“Die Dresdner Medien sind noch in den Kinderschuhen, doch es steckt deutliches Potenzial in Twitter, Facebook und Co.”, sagt der Chefredakteur der „DNN“ Dirk Birgel gegenüber Flurfunk Dresden. “Feedback von Fans und Followern gibt es reichlich, auch viel positives, es ist eben ein spontaner und direkter Kommunikationsweg”.

“Social Media ist keine Zeitverschwendung”, sagt auch der Leiter des Onlineangebots der „Sächsischen Zeitung“, Thomas Schultz-Homberg. Ein kurzes Interview mit ihm zum Thema finden Sie in einem gesonderten Beitrag.

Unser Fazit: Die Zahlen sind im Vergleich zu den gedruckten Auflagen und Reichweiten nicht relevant. Allerdings zeigt uns die Beobachtung über zwei Wochen, dass die meisten Profile rasant wachsen – bei einzelnen Angeboten kommen im Wochenrythmus über 50 neue Kontakte dazu. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis die Social-Media-Angebote der Dresdner Medien jede Menge Leser bzw. Zuschauer erreichen. Spannend wird dann, wie die Geschäftsmodelle der einzelnen Medien für das Web 2.0 aussehen – denn eines ist klar: Die Arbeit dahinter muss sich finanzieren.

P.S.: Eine Zeitung ist im Internet quasi nicht zu finden: “Morgenpost Dresden”.

Hier alle Zahlen im Überblick (Stand: 25.08.2010):

Dresdner Print-Medien bei Facebook und Twitter

Facebook-Fans Twitter-Follower
BILD Dresden 681 233
Dresden Inside 524 87
Dresdner Kulturmagazin 109 129
DNN 366 432
Port.01 Dresden 452 385
PRINZ Dresden 580 538
Pulstreiber 221 251
Sächsische Zeitung 1.214 1051
SAX 176 405

Dresdner Rundfunk-Medien bei Facebook und Twitter

Facebook-Fans Twitter-Follower
Coloradio Dresden 1405 Freunde, 102 Fans 453
DresdenEins.TV 45 39
Dresden Fernsehen 2 1212
Radio Dresden 103.5 67 468

Bleibt nur offen: Ist das wirklich viel? Kann man sich damit zufrieden geben? Oder steckt alles noch am Anfang der Entwicklung?

Die Social-Media-Nutzung der Dresdner Medien ist noch in Kinderschuhen, dass findet auch der. Doch es stecke deutliches Potenzial in Twitter, Facebook und Co., so Birgel gegenüber Flurfunk Dresden.

Feedback von Fans und Followern gäbe es reichlich, auch viel positives, so Chefredakteur der „DNN“ Dirk Birgel, es sei ein spontaner und direkter Kommunikationsweg.

Die sozialen Netzwerke bieten die Möglichkeit eines schnellen Austauschs zwischen Leser und Medium, und mit dieser Eigenschaft schaffen sie sich einen festen Platz in der Medienwelt.

Ein Interview zum Thema mit dem Chefredakteur der „Sächsichen Zeitung“ Thomas Schultz-Homberg folgt demnächst noch.

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