FAZ: Wie Medien mit der NPD umgehen

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"Was da jetzt läuft, sei eine 'Hexenjagd', 'regelrechten Verhören' sei er nun ausgesetzt, 'wie von der Stasi'. 'Und das von Kollegen, das müssen Sie sich mal vorstellen'", zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung den Chefredakteur der "Torgauer Zeitung" Thomas Stöber. Der ärgert sich über das bundesweite Medienecho, dass ihm der unkommentierte Abdruck einer NPD-Pressemitteilung eingebracht hat.

In dem sehr lesenswerten Stück der FAZ über den Umgang von Zeitungen mit der NPD kommt auch Uwe Vetterick, Chefredakteur der "Sächsischen Zeitung", zu Wort. Er klammert in seinem Blatt die Berichterstattung über die NPD konsequent aus. "Dafür will Vetterick sich auch nicht rechtfertigen müssen. 'Wir sind nur unseren Lesern verpflichtet. Niemandem sonst'", zitiert ihn die FAZ.

Autor Olaf Sundermeyer stellt in seinem Bericht die berechtigte Frage, ob die konsequente Ausgrenzung der rechtsextremen Partei am Ende nicht sogar dienlich sei - weil sie die Solidarität der Wähler provoziere. Aber: "Beweise für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen medialer Ausgrenzung und Wahlerfolgen gibt es allerdings nicht."

Überschrift des FAZ-Artikels: "Soll man Wirklichkeit ausgrenzen?"

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