Die Schlössernacht, die „Sächsische Zeitung“, Postmodern und die Knöllchen

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Vergessen? Der Postdienstleister Postmodern ist Sponsor der Dresdner Schlössernacht. Die hatte gestern in der "Sächsischen Zeitung" groß für Schlagzeilen gesorgt, weil die Stadt fleißig Knöllchen während der Veranstaltung verteilt hatte. Veranstalter First Class Conzept hatte darauf angekündigt, die Kosten für die Knöllchen zu übernehmen ("SZ" vom 21.07.2010: "Schlössernacht-Veranstalter will Knöllchen zahlen").

Ein guter Grund, groß darüber zu berichten und auch den Tageskommentar dem Thema zu widmen ("SZ" vom 21.07.2010: "Noble Geste für peinliche Abzocke"). Keine Frage, keine Diskussion:

Die Initiative vom Veranstalter ist großartig, die Berichterstattung und die Kommentierung vollkommen berechtigt - das Beispiel ist exemplarisch und greift die Sorgen vieler Veranstalter auf. Zumal andere wie etwa "BILD Dresden" auch groß darüber berichtet haben.

Heute aber (22.07.2010) gibt es Nachschlag in der "Sächsischen Zeitung": "Postmodern übernimmt Porto für Knöllchen-Briefe", heißt es da im Lokalteil. In der Meldung wird gleich noch darauf verwiesen, dass der Postdienstleister nicht nur bei der Knöllchen-Aktion hilft, sondern auch noch als Sponsor für die 3. Schlössernacht zugesagt hat.

Was nicht in der Meldung steht: Das Dresdner Druck- und Verlagshaus, Herausgeber der "Sächsische Zeitung", ist am Anbieter von Postmodern, die MEDIA Logistik GmbH, beteiligt. Steht so im Internet.

Wie heißt es im Pressekodex, Ziffer 7: "Bei Veröffentlichungen, die ein Eigeninteresse des Verlages betreffen, muss dieses erkennbar sein." (der komplette Pressekodex hier als PDF).

Haben die Kollegen den Hinweis vergessen oder "vergessen"? Kommt bestimmt nicht wieder vor.

2 Kommentare
  • Dresden-Mafia
    Juli 22, 2010

    Gut, dass darauf mal jemand hinweist! Danke. Weiter so!

  • marketer
    Juli 22, 2010

    Anscheinend haben die es nötig, selbst für gute Berichterstattung zu sorgen!

    Ich find ja mittlerweile die DNN besser - sowohl als Printausgabe, wie auch bei Twitter - bei letzterem um Meilen. Mit originellen Tweets und witzigen Dialogen untereinander. Die SZ kaut nur ihre Headlines bei Twitter wieder.

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