Medienlinks: MDR setzt verstärkt auf Magazine

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Der MDR schärft sein journalistisches Profil und verdoppelt sein Magazinangebot im Hauptabendprogramm. Die Sendungen "Umschau" und "exakt" werden ab der zweiten Märzwoche wöchentlich ausgestrahlt, statt wie bisher im 14-täglichen Wechsel - digitalfernsehen.de

«Wir wollen damit unsere Informationskompetenz weiter erhöhen und auch gezielt jüngere Zuschauer zwischen 40 und 49 Jahren ansprechen», sagte Vietze der Nachrichtenagentur dpa - welt.de

Medienlinks vom 23.2 - 3.3.2011

Gemeinsame Stellungnahme des ZVK und des VLL zum MDR-Fernsehbeitrag EXAKT am 15.02.2011 zum Thema „Defizite in der Physiotherapeuten-Ausbildung“
Die Reportage vermittelt eine einseitige Sicht auf die Qualität der Schulen für Physiotherapie und enthält Aussagen über die Qualität der Physiotherapeuten, die für Patienten und die Öffentlichkeit verunsichernd wirken - zvk.org

Der Mitteldeutsche Rundfunk MDR will Hörfunk, Fernsehen und Neue Medien enger vernetzen. Ab 1. November 2011 soll ein trimedialer Newsdesk die Zusammenarbeit steuern. Darüber informierte MDR-Intendant Udo Reiter am Montag den Rundfunkrat der Dreiländeranstalt. Die zentrale Arbeits- und Kommunikationsplattform solle ein gemeinsames Vorgehen sowohl bei planbaren als auch bei unvorhergesehenen Ereignissen ermöglichen, hieß es in einer Mitteilung - volksstimme.de

Beim Filmfest Dresden konkurrieren vom 12. bis 17. April 76 Animations- und Kurzfilme um Preisgelder und Trophäen. 50 Streifen gehen im internationalen Wettbewerb ins Rennen, 26 im nationalen, teilten die Organisatoren am Dienstag in Dresden mit - bild.de

Das DIMBB Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung, gegründet von Heiko Hilker, erstellt werktäglich einen Nachrichtenüberblick zu aktuellen Medien-Entwicklungen in Deutschland. Die DIMBB-MEDIEN-NEWS verlinken die wichtigsten online zugänglichen Artikel zur Medienpolitik in über 40 Rubriken. Das E-Mail-Abo kostet 15 Euro im Monat. Bestellen Sie die DIMBB-MEDIEN-NEWS hier.

Eine Auswahl von relevanten Links für Sachsen und Dresden geben wir hier unregelmäßig wieder - Flurfunk Dresden dankt dem DIMBB für die Bereitstellung.

11 Kommentare
  • S.
    März 5, 2011

    Jüngere Zuschauer zwischen 40 und 49. Dieser Satz hat ein gewisses Quäntchen an Humor. Nicht das man mit 40 alt wäre, aber zu den jüngeren Menschen mit Interesse zählt man dann eigentlich auch nicht mehr.

  • ste
    März 7, 2011

    Na dir würde meine Mutter aber mal was erzählen!

    Aber abgesehen davon, dass mich die Aussage anfangs auch etwas erheitert hat, gehören die knapp-unter-50er immer noch zur werberelevanten Gruppe der 14- bis 49-jährigen.

    Wenn du mich fragst, ist diese Einteilung aber sowieso zu eng gefasst. Die Zahlen sind willkürlich gewählt und ich denke außer für die (werberelevante)-Quote, ist niemandem daran gelegen, den Menschen jenseits der 49 ihre Interessen abzusprechen.

  • S.
    März 7, 2011

    Ja klar is meine Mutter mit über 40 auch nicht kurz vor Greis.
    Aber wirklich innovatieve neue Wege geht der mdr bzw. der ganze öffentlich Rechtliche nicht um jüngere Menschen zu sich zu locken. Ich mein damit kein Assi-TV oder so was. Und ich weiß das Politsendungen, Nachrichten und Dokus nie die Einschaltquote des Dschungels haben werden. Darum geht es ja auch garnicht. Der Bildungsauftrag hört aber eben nicht bei Altersgrenze 40 auf. Das ZDF versucht gelegentlich auf seinen Spartenkanälen mit ZDF.LogIn (Heißt das so?) zu grausigsten Sendeterminen jüngere Zuschauer zu gewinnen. Ich bin mir Sicher das ZDF hat's da schwer, einfach weil keiner unter 40 weiß das es das ZDF giebt und das die auch noch Spartensender haben. Aber vielleicht sollte man es einfach mal mit echter Innovation, zu guten Sendezeiten ausprobieren. Man muss ja nicht das ganzen Programm umstoßen. Meine Oma würde schrecklich leiden hätte sie ihr "Hier ab 4" nicht mehr. *g*
    Der Bayerische Rundfunk schafft den Spagat zwischen Tradition, Folklore und jüngeren Publikum ja auch, nicht das die super wären, aber zumindest geht man mit Bügerforen und On3>Südwild den Weg es zu versuchen.

  • S.
    März 7, 2011

    PS: Die Einteilung nach Zielgruppen sollte für den mdr eh nicht gelten. Die bringen keine Werbung und ihren Zielgruppe liegt demnach zwischen 'kann sprechen' und 'ist tot' (Derzeit eher 60 bis Hesters).

  • stefanolix
    März 8, 2011

    Was heißt »sprechen«? Hauptsache: einschalten! ;-)

  • owy
    März 8, 2011

    Eine spannende Diskussion, die sich übrigens auch auf Blogs übertragen lässt:

    Eigentlich hat der ÖR es nicht nötig, sich über platte Zahlen = Masse zu definieren. Tut er aber, und zwar extrem. Nur: Was wäre die Alternative, um erfolgreiches und gutes Programm zu bewerten/messen?

    Gleiches gilt übrigens auch für Blogs: Im Grunde müssten mir die Zugriffszahlen hier im Blog und die Facebook-Fans total egal sein. Genauso die Zahl der Kommentare - denn manche Nachrichen haben einfach keine Diskussion zur Folge. Aber doch merke ich jeden Tag, wie ich auf Zugriffszahlen, Fanzahlen und Kommentare reagiere.

    Was wäre die Alternative?

  • stefanolix
    März 8, 2011

    Der MDR hat sicher ein anderes Selbstverständnis als ein Blogger. Ich kenne es nicht, es setzt sich sicher aus vielen Komponenten zusammen.

    Ich hätte jetzt spontan gesagt, dass er gemäß seinem Selbstverständnis Marktforschung in Auftrag geben müsste, um mehr über die Wünsche der Zuhörer herauszufinden. Aber im Grunde muss sich der MDR ja überhaupt nicht am Markt beweisen.

  • owy
    März 8, 2011

    Tatsächlich ist es im Sender aber so, dass ausschließlich die Quote zählt, sonst nix.

  • stefanolix
    März 8, 2011

    Aber »Quote machen« ist jetzt noch nicht das vollständige Selbstverständnis des MDR? ;-)

  • owy
    März 8, 2011

    Nenne mir eine Sendung im Hauptprogramm, egal ob TV oder Radio, die nicht hausintern nach Quote bewertet wird. Irgendetwas Experimentelles, das von den gängigen Formaten abweicht. Irgendetwas.

  • S.
    März 8, 2011

    Der ÖR hat zu allererst seinen Bildungs- und Informationsauftrag. Demnach sollte er daran und dafür am ehesten arbeiten. Hinzu kommt bei den 3. die Regionalbindung. Auch gilt dieser Auftrag für alle Altersgruppen gleicher maßen.
    Die Schwierigkeit liegt also darin alle gleichmäßig mit Information und Bildug zu versorgen. Das heißt Wege und Formate finden, entwickeln und nutzen die jemanden mit 75 ansprechen aber auch jemanden mit 25. Das muss nicht zwangsläufig z.B. selbe Sendung sein. Aber wer generell auf klassisches "Frontal-TV" ohne Zuschauerbeteiligung setzt (max. die 'Hart aber Fair'-Alibibeteiligung) und auf ständige Berieselung mit 'Dem langen Abend der (Irgendwas)Nostalgie' der ist natürlich ganz klar nur auf älteres Publikum aus. Und sendet das klare Signal: "Wir haben nicht nur den Anschluss an jüngere verloren. Sie interessieren uns auch nicht mehr!" Ja sicher schaut man mit 20 lieber Schrott-TV. Aber auch bei den jüngeren Zuschauern giebt es genug die das nicht schauen. 8 Mio. Zuschauer des Dschungelcamps sagen eben auch das 72 Mio. das nicht sehen wollten.

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