Lesehinweis: „DIE ZEIT“ über Wöller und die Plagiatsvorwürfe (mit Nachtrag, 14.48 Uhr)

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Lesehinweis: "DIE ZEIT" hat heute die Geschichte über die Plagiatsvorwürfe gegen Kultusminister Roland Wöller aufgegriffen. Dazu hat die Wochenzeitung ihre große Stärke gegenüber den Tageszeitungen ausgespielt: Viel Zeit für eine gründliche Recherche.

So haben die zwei "ZEIT"-Autoren etwa den Autor der Magisterarbeit getroffen, an der Wöller sich bedient haben soll - außerdem haben sie offenbar in beide Arbeiten, also Wöllers Doktor- und die Magisterarbeit, gründlich reingeschaut. Zitat:

"Denn wer die Arbeiten vergleicht, erkennt frappierende Ähnlichkeiten, die man für Zufall halten mag aufgrund gleicher Quellenlage, die man aber auch auffällig finden kann, ja: bedenklich."

An anderer Stelle heißt es allerdings auch:

"Es ziemt sich nicht, dem Kultusminister Plagiate zu unterstellen, solange sie nicht erwiesen sind."

Zitiert und gesprochen hat man auch den "Plagiatsjäger" Goalgetter, der in der "ZEIT"-Geschichte ankündigt, die Arbeit gründlich zu prüfen. In diesem Kontext sei noch mal darauf hingewiesen, dass besagter Goalgetter im VroniPlag gerade "zurechtgestutzt" worden ist - u.a. mit dem Vorwurf, er verfolge kommerzielle Ziel (etwa zur Vermarktung von Plagiatssoftware, so der Vorwurf). Dafür brauche er mal wieder ein prominentes Opfer (vgl. unseren Text: "Roland Wöller/VroniPlag: Medienmeute sitzt Verleumdung gegen Kultusminister auf").

Was die "ZEIT"-Geschichte auszeichnet: Die Autoren stellen auch die Frage hinter der Frage - etwa in Bezug auf die schon erfolgte Prüfung durch die TU im Jahr 2008: "Aber wie verlief diese Prüfung?"

Der Titel der sehr lesenswerten "ZEIT"-Geschichte ist: "Tacheles, Herr Doktor!" Das Wöller-Interview trägt die Überschrift: "Ich bin zerknirscht".

Nachtrag 14:48 Uhr: Spiegel-Online hat ein Interview mit Goalgetter - in dem er sich outet. Es handelt sich um einen selbstständigen Programmierer aus Erlangen (ohne Doktortitel). Titel der SPON-Geschichte: "VroniPlag-Gründer: 'Ich will das selbst in die Hand nehmen'."

3 Kommentare
  • Sandra Pau
    August 4, 2011

    Weder Interview noch Artikel über Wöller stehen in der richtigen ZEIT. Beide Texte sind nur in der Lokalausgabe der ZEIT für Sachsen zu finden.

    Nur damit sich Niemand wundert, der in Berlin, Hamburg oder München nach den Texten sucht ...

    Sandra

  • Blitzmerker
    August 5, 2011

    Wieso sollte jemand in Berlin, Hamburg oder München nach den Texten "suchen", Frau Pau? Sie sind doch hier verlinkt, sie stehen im "richtigen" Zeit-Online!

  • Sandra Pau
    August 5, 2011

    Sorry, ich lese die Texte noch gern in der gedruckten ZEIT und bin über Facebook auf den Post hier gekommen. Vielleicht ist ja auch der ein oder andere Leser außerhalb Sachsens bei Facebook.

    Außerdem finde ich es irgendwie komisch, so eine Lokalausgabe als ZEIT zu bezeichnen. Richtig heißen die Seiten doch wohl "ZEIT für Sachsen", oder?

    Sandra

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