Dynamo Dresden in den Medien – ein Gastkommentar

Von 27

Szenenbild aus dem heute-journal-Beitrag vom 25.10.2011

Bei dem folgenden Beitrag handelt es sich um einen Gastkommentar. Der Autor dieser Zeilen möchte namentlich nicht öffentlicht erwähnt werden, ist aber der FLURFUNK-Redaktion persönlich bestens bekannt.

ZDF – Zornige-Dynamo-Fans

Dass es mit der Sportberichterstattung beim ZDF seit dem Abschied von „Mr. Sportstudio“ Dieter Kürten steil bergab geht – ist nix neues. Dennoch hat die rund um das DFB-Pokalspiel Borussia Dortmund gegen Dynamo Dresden einen neuen Tiefpunkt erreicht. Selten bis noch nie habe ich eine derart tendenziöse Berichterstattung im (öffentlich-rechtlichen) deutschen Fernsehen nach 1989 gesehen. Die Themenauswahl im (Halbzeit-) „heute journal“ sowie die Auswahl der Moderatoren und Kommentatoren im Stadion veranlassen mich sogar zu der Annahme, dass die Berichterstattung nicht nur einseitig und vorgefasst, sondern sogar bewusst so geplant war.

Oder sollte es etwa Zufall sein, dass der Moderator der Sport-Extra-Sendung im ZDF zur Live-Übertragung des Spiels Michael Steinbrecher nicht nur in Dortmund geboren ist, sondern sogar in seiner Jugend bei Borussia Dortmund gespielt hat. Eine neutrale Berichterstattung ist in diesem Falle wohl nicht zu erwarten.

Noch gravierender ist aber der Fakt, dass das ZDF in der Halbzeitpause einen zweiminütigen Beitrag über Fußballrandale(der Beitrag beginnt ab Minute 7:00) gebracht hat – natürlich mit dem Aufhänger der „übelsten Randale“ (Anmoderation von Marietta Slomka) von Dynamo-Fans am Abend in Dortmund – der Beitrag war zum Großteil vorproduziert. Zum Einstieg aber doch ein paar aktuelle Bilder von sehr friedlichen Dynamo- und Borussiafans in der Innenstadt. Dann aber ein dramatischer Wechsel im Beitrag - allerdings nur im O-Ton von Peter Andres, Polizeidirektor in Dortmund. Der sagt, dass 4500 (!) Dynamo-Fans das Stadion gestürmt haben – äh, es versucht haben oder so. Bilder gibt es davon leider nicht. Schade - vermutlich war gerade keines der unzähligen Kamerateams von ZDF, SKY, WDR oder der vielen Privatsender vor Ort. Auch kein Privatvideo der zahllosen Handyfilmer, die noch kurz zuvor die Dresdner Fans bei ihrem (geordneten) Marsch zum Stadion, wie Affen im Zoo, gefilmt haben (zu sehen auf Youtube) taucht auf. Bis heute sind nirgends Bewegtbilder oder Fotos von dem angesprochen Sturm aufs Stadion zu sehen.

Polizeidirektor Peter Andres im ZDF-Beitrag

Aber zurück zum „heute journal“: Weil Fernsehen nun einmal Filmmaterial braucht, hilft sich das ZDF mit Archivbildern. Zwar sind darauf keine Dynamo-Fans zu sehen - aber die wilden Schlägereien in Frankfurt, Basel und sonst wo, bestätigen irgendwie den Ton von Polizeimeister Andres. Früher hieß so etwas beim Fernsehen mal „Text-Bild-Schere“ und jeder Volontär wäre dafür nach Hause geschickt worden.

Zurück zum Spiel. Immer wieder werden bengalische Feuer im Block der Dresdner gezündet. Das kann man, Gott sei Dank, live im Stadion und am TV verfolgen (das ZDF wird diese Bilder auch noch mehrmals an diesem Abend wiederholen). Abgesehen davon, dass das absolute Unsitte ist und natürlich bestraft werden muss, fragt man sich doch, wie so viele Feuerwerkskörper ins Stadion gelangen konnten. Die Lösung scheint logisch: Zu wenig Kontrolle. Und tatsächlich: Augenzeugen berichten davon, dass es keine separaten Eingänge für die (berüchtigten) Gästefans gab. Gemeinsam mit neutralen Besuchern, Dortmundfans und Familien marschierten die Dynamos durch die gleichen Eingänge. Dabei gab es kaum Kontrollen – lediglich ein kurzes Abtasten – eher ein Streicheln am Oberkörper. Wie es scheint, waren die Sicherheitskräfte insgesamt überfordert – was kein Wunder ist: 15 000 Gästefans, so viele Dynamos waren es vermutlich im Signal Iduna Park, sind normalerweise nie in den Stadien – nicht einmal im größten Stadion Deutschlands. Maximal 10 Prozent der Plätze werden an die Gäste vergeben – macht in Dortmund 8 000. Nun also fast die doppelte Menge. Was man in Westfalen vielleicht noch nicht wusste: Dynamo-Fans kommen nicht zwangsläufig aus Sachsen. Nach der friedlichen Revolution sind Dresden-Fans als „Gastarbeiter“ in ganz Deutschland zu Hause. Vielleicht hätten die Dortmunder mal in München nachfragen sollen  - dort hat man die gleiche Menge Dresdner Fans vor etwa vier Wochen bestens im Griff gehabt.

Übrigens gab es an diesem Abend noch weitere Spiele auch hier gab es die Bengalos, z. B. im Bochumer oder Kölner Block. Hier aber ohne auch nur einen Aufschrei. Lapidar heißt es in der Zusammenfassung: „Ja, ja die Kölner feiern das ganze Jahr über Karneval“. Ganz anders hingegen unser allseits geliebter Wolf-Dieter Poschmann vom ZDF als Kommentator in Dortmund in Richtung Dynamo-Fanblock: Ein Haufen Dummköpfe und Vollidioten, die den Fußball im Osten kaputt machen. Fragt sich nur, wer hier den Fußball im Osten kaputtmacht?

Nach dem Spiel wird dann jeder Dresdner Spieler im Interview gefragt, ob er sich für das schlimme Verhalten, was man auf dem Rasen noch viel weniger sehen konnte als am Bildschirm, schämt. Leider tut es bis auf Robert Koch niemand. Nicht einmal Dortmunds Trainer Klopp kann sich hinreißen lassen, geschockt zu sein - schade ZDF. Doch so schnell gibt man dort nicht auf - noch einmal kurz die Liveschalte vor das Stadion zu den „Ausschreitungen“. Nach zwei Kameraschwenks über (leider) leere Straßen und ein paar Polizeiautos zurück ins Studio und schnell ein paar aktuelle Zahlen zu den schweren Randalen: Die Dortmunder Polizei hat 15 (!) Fans in Gewahrsam genommen – Michael Steinbrecher schaut so betroffen, als hätte man Ihm gerade mitgeteilt, dass er ins Landesstudio nach Dresden versetzt wird.

Ja – ich bin Dresdner. Ja – ich bin Fußballfan – (unter anderem) auch von Dynamo Dresden. Ja - ich bin gegen jegliche Form von Gewalt und Pyrotechnik – nicht nur in Fußballstadien. NEIN - ich möchte die Geschehnisse am 25. Oktober in Dortmund in und um den Signal Iduna Park nicht verharmlosen.

Doch wünsche ich mir eine ausgewogene, neutrale und weniger sensationslüsterne Berichterstattung der Medien insbesondere beim Sport. Aber im ständigen Kampf um Quote und Auflage ist dies wohl ein frommer Wunsch.

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Hinweis der FLURFUNK-Redaktion: Seit der Live-Übertragung des DFB-Pokal-Spiels am Dienstag (25.10.2011) ist auch die Medienberichterstattung über Dynamo Dresden Dauer-Thema in den Dresdner Medien. Eine kleine, subjektive Auswahl von Zitaten:

Bei SZ-online schreibt Tino Meyer in seinem Kommentar "Dynamos Däjwid" (27.10.2011): "Peinlich, peinlich – aber noch übertroffen vom ewigen Schubladendenken bei Einblendungen der Zuschauer im Stadion, die Wolf-Dieter Poschmann generös in gute, fähnchenschwenkende Dortmunder und böse zündelnde Dresdner einteilte."  Ebenfalls lesenwert, aber leider hinter der Bezahlschranke "Wir haben nichts gegen Dynamo" - ein Interview mit dem ZDF-Sportchef.

Die "DNN" kommentierte am 27.10.2011 auf der Titelseite: "Schämen sollte sich auch das ZDF: Gejammer an Stelle sachlicher Information, Vermutungen statt Fakten, im Interview mit Dortmunds Polizeidirektor Peter Andres keine Fragen zum trotz etlicher Vorwarnungen unzureichenden Sicherheitskonzept der Dortmunder Polizei."

Ebenfalls diskutiert wird auf der Facebook-Fanpage von Bild Dresden. Hier gibt's ebenfalls mehrere Beiträge zum Spiel, dazu viele Kommentare von Dynamo-Fans und Bild-Lesern.

27 Kommentare
  • Muyserin
    Oktober 28, 2011

    Mich wundert jetzt, das man auf Bild/Fb diskutiert, anscheinend aber nicht auf der offiziellen Dynamo-Seite auf Fb. Oder habe ich da was übersehen? Warum wird dieser Kanal wohl nicht genutzt, um mit den Fans und "Fans" in Dialog zu treten?

  • Martin
    Oktober 28, 2011

    Aha, "die Bösen" waren also die überforderten Sicherheitskräfte, die den Einlass nicht im Griff hatten? Eine "ausgewogene, neutrale und weniger sensationslüsterne Berichterstattung" bietet zum Beispiel die Deutsche Presseagentur. Deren Fotos vom scheinbar lichterloh in Flammen stehenden Gästeblock und Großaufnahmen vermummter Doofköppe geben die Situation einfach kommentarlos wider.

    JA, ich bin Dresdner, NEIN, ich bin kein Fussballfan (mehr), und JA, ich bin ganz polemisch dafür, dass die Stadt endlich ihre Zuschüsse für diesen Haufen chaotischer Randalen kürzt. Was Dresden hier an einem Tag an Renommée eingebüßt hat, können diese Knäckebrote in einem Jahr guter Nachwuchsarbeit im Verein nicht wieder aufbauen.

  • Rigo
    Oktober 28, 2011

    Danke Martin,

    dass du diesen Artikel mit deiner Aussage noch bekräftigst ;)

  • Daniel
    Oktober 28, 2011

    In den Stellungnahmen der Fangemeinschaft und der Ultras wird die einseitige Berichterstattung ebenfalls aufgegriffen. http://is.gd/CPMF6g & http://is.gd/saGy2q

    Ja, Aufgabe der Vierten Gewalt ist es natürlich Missstände aufzuzeigen. Berichterstattungen über Hohlköpfe, die Böller im Stadion zünden oder Blinker in den Strafraum werfen, sind daher völlig richtig. Die Berichterstattung um Dynamo entwickelt in den Medien allerdings regelmäßig eine Eigendynamik, die oft nur noch wenig mit dem ursprünglichen Problem zu tun hatte. Es fängt schon bei Kleingkeiten an: Aus angeblichen 15.000 Euro Schaden (für zwei kaputte Werbeschilder und eine zerbrochene Glasscheibe) werden durch einen Kommafehler in der ersten PM des BVB konsequent 150.000 Euro Schaden gemacht. Aus Rangeleien am Eingang (ausgelöst weil die Polizei mit Wasserwerfern drohte endlich das Stadion zu betreten, im selben Moment aber Eingangstore geschlossen wurden) ein Stadionsturm von 4500 Personen. Aus einer Prügellei von effektiv 15 Personen (unter 12.000 Gästen) wird eine »Massenschlägerei« gemacht. Oktoberfest ist dagegen Bayrischer Bürgerkrieg! Und weil die »schweren Ausschreitungen« nicht gefilmt wurden, müssen Bilder von Bengalen herhalten. Das ist aber keine Randale. Denn während bei 8 (!) weiteren Begegnungen Pyrotechnik gezündet wird, ist dort von einer „heißen Atmosphäre“ die Rede, von „Zündelfreunden die das Stadion bereichern“, „Kontrastprogramm zu Eventpublkum“. Bei Dresden hingegen sind die »Zündelfreunde« „Assozale Chaoten des Ostvereins Dynamo“. Objektiv? Einseitig? Pauschalisierend? Ignorant?

    @Martin Du spricht entzündete Pyrotechnik an. Dies wirkt auf dich abstoßend, andere erfreuen sich daran. Wie Sylvester eben, die einen mögen es, die anderen verkriechen sich ins Bett. Doch was genau an dieses roten Bengalen stellt »Gewalt« dar? Was macht das Abbrennen von Benaglischen Lichtern zu »Ausschreitungen«? Ich möchte eine Kampagne empfehlen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt: http://www.emotionen-respektieren.de

  • Martin
    Oktober 28, 2011

    @Daniel Ob man Feuerwerk mag oder nicht, ist schlicht irrelevant; im glücksgas Stadion wie in den meisten anderen deutschen Fußballstadien ist es den Besuchern schlicht "verboten, ... Feuerwerkskörper oder andere pyrotechnische Gegenstände ... abzubrennen" (Stadionordnung 22.4.2010). Bereits das MITBRINGEN bengalischer Feuer, Rauchpulver etc. stellt eine Ordnungswidrigkeit im Sinne §124 SächsGemO dar. Bitte tu nicht so, als wären das Privatvergnügen!

  • peter
    Oktober 28, 2011

    Mich wundert, das der "Gastkommentator" seinen Namen nicht nennt. Warum nicht? Und übrigens wird bei Facebook nicht nur auf der Bild-Fanpage diskutiert, auch bei den anderen Medien aus DD ist das ein Dauerthema.

  • Mandy
    Oktober 28, 2011

    Ich mag Dynamo Dresden und viele meiner Freunde sind Fans. Was ich nicht mag sind sogenannte "Fans", die mit ihrem Verhalten den Verein und seine Anhänger in ein schlechtes Licht rücken. Mag sein, dass die Berichterstattung übertrieben ist und man sollte auch nicht vergessen, dass solche Vorfälle nicht nur bei Dynamo-Spielen auftreten. Jedoch ist die Schuld sowohl jenen zuzuweisen, die Verbote einfach übergehen und die Gefahr von Bengalos in einer Menschenmenge ignorieren, als auch den Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen - wie kommt soviel Pyrotechnik in die Stadien?

  • Sebastian
    Oktober 28, 2011

    Ich bin es übrigens nicht, auch wenn das mittlerweile bereits 5 Leute aus meinem Umfeld vermuten :D

    Zum Thema: Ich hatte während der Berichterstattung ebenfalls tierisch prass aufs ZDF. Bei aller Scheiße, die da sicher gelaufen ist und bei aller Abneigung gegen diverse Kräfte im Fan-Umfeld, die ihr männliches Single-Dasein und fehlende Elternliebe nicht auf gesellschaftsfähige Art und Weise kompensiert bekommen: Es MUSS eine Direktive beim ZDF gegeben haben, das Thema so in den Mittelpunkt zu stellen, dass man es ausschlachten kann! Und dass das blanker Rufmord ist, haben die Twitter-Kommentare von TV-Zuschauern aus der ganzen Republik eindeutig gezeigt. Wie ich bereits damals schrieb: Dynamo, Schwiegermütter, Opel - 3% Totalausfälle reichen halt, um das Image einer riesengroßen Grundgesamtheit zu zerstören. Trotzdem darf man die Schuld nicht nur beim ZDF, beim BVB und bei den 3% suchen: Der Verein Dynamo Dresden trägt eindeutig die größte Verantwortung dafür, dass das Image insgesamt so mies ist, dass aus Scheiße, die im Umfeld passiert, immer eine ganze Klärgrube gemacht wird.

  • sammeltsandalen
    Oktober 28, 2011

    1. Fan-Schal an Zaun binden.
    2. Anzünden.
    3. Auf ZDF-Nahaufnahme warten.
    4. Ganz Dresden ist böse!

    medien halt...

  • owy
    Oktober 28, 2011

    Weil die Frage aufkam, warum der Autor nicht namentlich auftritt - die Antwort ist ganz simpel: Sein Kommentar würde dann möglicherweise dem Unternehmen zugeordnet, für das er tätig ist. Das will er aber nicht.

  • Stephan
    Oktober 28, 2011

    Jaja, das Dynamo-Grundgesetz hat nun auch den Flurfunk erreicht. Artikel 1: Schuld sind grundsätzlich die anderen...

  • der andere Martin
    Oktober 28, 2011

    Schönen guten Abend! Ich war selbst "Teilnehmer" des inzwischen berüchtigten Pokalabends inkl. des Fanmarschs. Soviel zu Ausgangslage.

    Ich möchte gern ein weiteres bedrückendes Beispiel der medialen Eigendynamik aufzeigen, weil ich glaube, dass Detailarbeit jetzt nötig ist.

    Hier äußert sich der Präsident des BVB zu den "Vorkommnissen". Ich möchte besonders auf zwei Aussagen und deren öffentliche Rezeption eingehen.

    1.

    >>"SZ: Herr Rauball, wie haben Sie den Dienstagabend in Dortmund >>erlebt?

    >>Reinhard Rauball: Ich war zunächst nur auf die Weise betroffen >>wie viele der anreisenden Zuschauer: Ich musste einen >>ziemlichen Umweg zum Stadion nehmen, weil die Polizei wegen der >>Krawalle der Dynamo-Fans ganze Straßen abgesperrt hatte.[...]"

    Hier irrt Herr Rauball. Das ist deswegen kein unbedeutendes Detail, weil der verzögerte Spielbeginn als Hauptindiz für die Randale VOR dem Spiel angeführt werden.

    Der Fanzug wurde von der Polizei ca. 200m längs auf der großen vierspurige Ardeystraße geführt. Natürlich wurde diese für den Verkehr gesperrt, mit den entsprechenden Folgen auch für die Mannschaftsbusse.

    Randale haben während des Fanzuges zum Stadion nicht stattgefunden. Die Aussage Rauballs ist schlicht und einfach falsch.

    >>SZ: Sie haben am Dienstagabend nach dem Spiel gesagt, dass man >>es nicht mehr darauf reduzieren dürfe, dass da ein paar Idioten >>am Werk seien.

    >>Rauball: [...]
    >>Da mag persönliche Perspektivlosigkeit eine Rolle spielen oder >>enttäuschte Erwartungen an die Wiedervereinigung. Aber es haben >>mehr oder weniger 4500 Fans mitgemacht. Das ist sehr traurig.

    Das ist eine unsägliche Verunglimpfung. Allerdings ist die genannte hohe Anzahl an Randalierern folgendermaßen erklärlich: Laut Polizei haben an dem Fanmarsch (der begleiteten Überführung der am Parkplatz E3 gesammelten Fans zum Stadion) 4.500 Personen teilgenommen. Im Zusammenhang mit der oben zitierten Aussage zur Spielverzögerung wird hier offensichtlich der gesamte Fanzug kurzerhand zur Randale erklärt. Klar: 4.500 Krawallos, die für die Straßensperrung verantwortlich waren. Alles klar oder?

  • Sebastian
    Oktober 28, 2011

    Ich will mich kurzfassen:

    - Ich war am Dienstag im Stadion
    - Ich wurde bis zu den Fußknöcheln abgetastet und musste alle meine Taschen leeren
    - Ich habe gesehen, wie die Dresdener "Fans" die Einlasskontrollen überrannt haben
    - Was man nicht im TV gesehen hat: Die Jagdszenen nach dem Spiel auf der Nordtribüne, wo vorwiegend auch Familien sitzen. Dynamofans sind direkt nach Abpfiff aus ihren Blöcken gesprungen und haben die BVB-Blöcke gestürmt.
    - zu 150.000€ Schaden muss ich nicht mehr viel sagen
    - die Dynamo Fans müssen mit ihrem Image leben. Sie haben es nicht umsonst und vieles bleibt einfach im Hinterkopf hängen. Bei den Journalisten als auch bei der breiten Fanmasse. Und das ist folgendes: Wo Dynamo ist, gibts ärger. Und das ist fakt. Oder warum wurde Dynamo in dieser Saison schon zu 20.000€ Strafe verdonnert?

    Auch wenn ich genau weiß, dass die breite Dynamo Fanmasse gegen Gewalt und gegen Pyros ist, so nutzen die gewaltbereiten Personen (ich nenne sie jetzt mal nicht Fans) Dynamo als Bühne um ihre Gewaltphantasien in die Tat umzusetzen. Und dagegen muss der Verein was machen.

    Vielleicht oder hoffentlich wachen die Verantwortlichen mal auf, wenn es eine saftige und gesalzene Geldstrafe vom DFB gibt und der BVB Dynamo für die Schäden haftbar macht.

  • der andere Martin
    Oktober 28, 2011

    @Sebastian

    - Möglich, dass an einigen Eingängen ernsthaft kontrolliert wurde, am Gästebereich nicht
    - Es gab einen Sturm in Richtung Eingang, der aber am Zaun endete, ein Überrennen hat nicht stattgefunden
    - Ja, es gab den Versuch von einigen Dynamos, in einen BVB zu stürmen, das gehört leider zu den echten Vorfällen
    - Durch einen Kommafehler wurden aus 15.000€ (natürlich auch sinnlose Zerstörungswut) 150.000€
    http://www.kicker.de/news/fussball/dfbpokal/startseite/559747/artikel_dfb-nimmt-die-ermittlungen-gegen-dynamo-auf.html

    Zum Hinterkopf ist eigentlich schon genug gesagt worden. Schönen Abend.

  • Detlev
    Oktober 29, 2011

    Ich war auch am Diestag im Stadion. Und natürlich lehne ich wie der Autor jegliche Form von Gewalt und Pyrotechnik (jedenfalls solage diese verboten ist) ab. Ich hatte eine Karte für die Haupttribüne. Am Stadion angekommen habe ich mich schon gewundert, dass ich dafür den gleichen Eingang benutzen musste wie für den Gästeblock. Von Fantrennung keine Spur. Ich bin auch nur am Oberkörper abgetastet worden. Ich hätte Messer, Schusswaffen und sogar Pyrotechnik in größeren Mengen problemlos mit in das Stadion nehmen können. Hier stellt sich mir schon die Frage, ob der Hausherr BVB und die örtliche Polizei die Situation richtig eingeschätzt haben. Ach der BVB gehört nach meinem Empfinden für den laschen Sicherheitsdienst bestraft. Dynamo ist in Dortmund nicht Hausherr. Ein Stürmen des Stadions habe ich auch nicht gesehen. Ich war gegen 18:45 Uhr dort. Ab diesem Zeitpunkt bis um Anpfiff war alles was ich gesehen habe friedlich.

    Die schlimmsten Ausschreitungen gab es nach dem Spiel, als Dresdner den Zaun in den Innenraum überstiegen haben und auf Dortmunder Fans zuliefen und einschlugen. Hier war die Polizei schnell da. Warum werden diese Straftäter aber nicht sofort festgenommen und von einem Richter in Bereitschaft unmittelbar verurteilt?

  • der andere Martin
    Oktober 29, 2011

    Und weiter geht die Dynamo-Welle im Öffentlich Rechtlichen. Diesmal Herr Beckmann in der Sportschau. Er durfte einen neuen Begriff einführen, den ich bisher mit aktuell Libyen oder Syrien assoziire: "Unruhen".

    Da auch in seiner Redaktion niemand recht Lust auf Recherche hatte so kurz vorm Wochenende, übernahm man auch gleich die 150.000€ Schaden in die Berichterstattung, belegt mit Bildern einer verbogenen Werbebande und eines defekten Klappstuhls. Wahrscheinlich wurde einfach der Sponsoringerlös der Bande als Schadenshöhe verkauft.

    Überhaupt ist auffällig, dass vier Tage nach den bürgerkriegsähnlichen Unruhen nach wie vor keine bewegten Bilder aus dem Krisengebiet vorliegen. Ein Fall für Reporter ohne Grenzen.

  • Horst Frenzel
    Oktober 29, 2011

    Poschmann zu Beginn der zweiten Halbzeit: "... Poté hatte in der ersten Halbzeit nicht eine Chance ...". Ich erinnere mich sehr gut der achten Minute, da er (Poté) aus rechter Position aufs Tor zulief und auch abzog. Spätestens nach dieser Poschmann-Äußerung habe ich mich gefragt, ob ich dasselbe Spiel sehe wie dieser Herr.
    Muß man das kommentieren ?!

  • sneJ
    Oktober 30, 2011

    Ja ich bin Dresden-Fan, wohne in FFM, distanziere mich von GEwalt, ABER, was Herr Loose nachm Spiel sagte, sollte nich nur mir zu denken geben! "Wieso passiert immer nur was bei Auswärtsspielen? Bei Heimspielen ist alles ruhige! Da sollten sich mal welche an die eigene Nase fassen!?"

    Aber, es ist komisch, das Dynamo 8.000 Fans hinschickt, bzw. untersucht hat im vornherein! Aber wie gehts das, das knapp 5.000 noch da sind, die vom BVB die Karten bekommen haben und u.a. vielleicht in DD Stadionverbot haben! Das ganze ist mehrals komisch, genau wie das Bild im Kicker, wo knapp 2.500 DD-Fans von den "Bullen" in einer enge Gasse eingekesselt sind! Das hat man mit uns vor 6 Jahren nachdem Spiel in Karlsruhe auch gemacht, dass ist Menschenunwürdig und, da dreht man durch! Aber,
    damits Ruhe gibt, Dynamo bekommt 20 Punkte abgezogen und 1,5mio Strafe. Seid Ihr zufrieden!
    Das ist kein DD problem, dass ist ein Fussballproblem!

  • sport frei
    Oktober 30, 2011

    @sneJ
    das bild im kicker ist vom fanmarsch, da worde niemand eingekesselt,
    die polizei lief nur vorn weg und an den seiten mit, dies war zuvor alles abgesprochen.

    was zu den bildern witzig ist, das dies presseleute halt einfach richtig falsch kommentieren,
    welche meist nicht vorort waren, da gibt es noch mehr beispiele.
    die sportbild ist auch übel

  • Simone
    Oktober 30, 2011

    Auch ich bin ein Dynamo-Fan und stand bis vor kurzem noch regelmäßig im K-Block. Zu der Aussage: Warum passiert das nicht bei Heimspielen? kann ich nur sagen, als sich das letzte Mal jemand erlaubte einen Böller zu zünden, wurde der rigoros ausgebuht und hätten sich nicht 10 seiner Freunde zum Schutz um ihn herum possitioniert, wäre er über den Zaun geflogen. Die zehn Freunde sind aber so eine impossante Erscheinung (Stiernacken, 2 Meter groß etc.), da bekommt man dann selbst schon ein bisschen Angst.
    Das gestern auch Beckmann das Thema aufgriff, war ja nun kein Wunder.
    Ich fordere zudem auch eine klare Stellungnahme vom DFB zur Pyrotechnik-Diskussion, denn bislang eiern die dermaßen um den heißen Brei drumrum, da kann einem auch schlecht werden. Mal heißt es, wir überlegen, dass durchzusetzen, dann wieder nicht. Man man man.

  • Lillith
    Oktober 30, 2011

    Die Pressesprecher sollten sich vorher ordentlich informieren, und sollten unparteiisch sein!Eigene Meinung ist dort Fehl am Platze!

    Ja ich lebe in Dresden - jedoch erst 2007 hergezogen - NEIN ich bin weder Fan, noch Anhänger!
    Kategorie B und C Mitglieder und diese Möchtegern-Hools verschandeln jedesmal den Namen eines Vereins.
    Weder die Spieler dieser Mannschaft, noch die Trainer, oder die Einwohner dieser Stadt, haben was mit diesen "Prolethen" zu tun.
    Schlimm ist, das manch einer nicht akzeptiert oder gar umsetzen kann, das ein Fussballspiel auf dem Spielfeld stattfindet und abläuft - NICHT unter "Fans"(die eigtl nur zur Stütze der Spieler da sind, zum Anfeuern!), auf den Rängen, vor dem Anpfiff, noch danach oder gar ausserhalb des Stadions wo es auch ganz normale Passanten mit einbeziehen kann!
    Der DFB, die Städte und der Verein sollten endlich harte Konsequenzen durchsetzen, Ordner und SEcurity, sowie sämtliche Sicherheitspersonen sollten besser kontrolliert und bewacht werden wenn sie zb den Einlass steuern und dort fungieren!
    Und auch die, die wirklich aus reinem Sportinteresse ins Stadion gehen, um dem Spielgeschehen zu folgen, ihre Mannschaft wirklich unterstützen, sollten wachsamer werden und die Corage beweisen zu handeln, wenn sie solche Leute sehen, vllt sogar neben ihnen stehen.Die Polizei und die Security ist anwesend!

  • Sebastian
    Oktober 30, 2011

    Übrigens: Die aktuelle 11 Freunde sei jedem hier dringend ans Herz gelegt! Dort findet sich ein sehr informativer Artikel über die Politik der Polizei und wie sich die Aufgebote im Vorfeld der WM 2006 fast verdoppelt haben (um die eigenen Leute vorzubereiten), aber nie rückgängig gemacht wurden. Auch das Model "Hannover" wird recht gut erklärt (Unsichtbare, friedliche Präsenz fußballbegeisterter Polizisten zur Deeskalation).

    Zum Thema Auswärtsspiele: Das geht ja nun mal allen Vereinen so. Das Wir-Gefühl der Ultras, das Abenteuer Fußball, das Erobern von Territorien, dem Gegner zu zeigen, wie bedingungslose Treue aussieht, all das betrifft vor allem Auswärtsfahrten - Da dürfte sich aber eigentlich jeder reinversetzen können, der auf Mallorca mehr aus sich raus kommt als zu Hause!

    Man muss als Verein in der Lage sein, diese neuen Entwicklungen zu verstehen und zu integrieren und eindeutige Signale auszusenden wie: Ultra JA - Faschismus NEIN! Kontrollierte, sichere, nur durch zugelassene Personen gesteuerte Pyro JA - Gewalt NEIN!

  • egbert
    Oktober 31, 2011

    wenn man tagelang immerwieder, in allen Medienkanälen von
    martialischen 150000Euro Sachschaden berichtet, diese Summe sich
    blendend in die restliche Bildberichterstattung einfügt und
    Lyben von den Ereignissen nicht mehr weit entfernt zu sein scheint,
    dann verwundert(oder eben auch nicht !!!) die Tatsache, dass sich die Medien nicht imstande fühlen, sich zu entschuldigen, wenn die
    Schadensumme auf 15000Euro korrigiert wird.
    Das man ein Komma vergessen hat oder eine Null zu viel, was solls. Die Vandalen aus dem Osten sind trotzdem Scheisse und eh genug weit weg von Hamurg(Spiegel, Zeit) und Mainz(ZDF).
    Die andere Seite, nämlich Jogginghosenkriminelle in Dynamokleidung, hat es somit wieder einfach ANDERE Schuldige zu finden. Die Aufarbeitung und selbstkritische Betrachtung der eigenen Welt wird damit von den Anklägern selbst erschwert.
    Die Sogwirkung auf Personen, denen diese gern ausführlich wiederholten Bilder imponieren, verstärkt sich und Dynamo
    (aber auch die Gesellschaft) hat nachher ein grösseres Problem,
    als vor den Ereignissen.

    Warum wird ganz Dresden bei einer Gegendemo zu Nazimärschen abgehört, jahrelange Fussballbandenmitglieder, die bekannt sein müssten, werden von verdeckten Ermittlungen verschont ?

    Nicht nur beim Fussball, auch in anderen Bereichen der Berichterstattung sollte man also die Infos nicht
    unreflektiert als bare Münze übernehmen.

  • hourglass
    November 1, 2011

    Dann aber ein dramatischer Wechsel im Beitrag – allerdings nur im O-Ton von Peter Andres, Polizeidirektor in Dortmund. Der sagt, dass 4500 (!) Dynamo-Fans das Stadion gestürmt haben – äh, es versucht haben oder so. Bilder gibt es davon leider nicht. Schade – vermutlich war gerade keines der unzähligen Kamerateams von ZDF, SKY, WDR oder der vielen Privatsender vor Ort. Auch kein Privatvideo der zahllosen Handyfilmer, die noch kurz zuvor die Dresdner Fans bei ihrem (geordneten) Marsch zum Stadion, wie Affen im Zoo, gefilmt haben (zu sehen auf Youtube) taucht auf. Bis heute sind nirgends Bewegtbilder oder Fotos von dem angesprochen Sturm aufs Stadion zu sehen.

    Natürlich gab es den Versuch, kurz auch im Video der Dresdner Ultras zu sehen: ElbkaidaTV zum Spiel von Dynamo in Dortmund

    Bis auf Deine beiden Kommentare Sebastian findet man aber auch an dieser Stelle leider wieder nur eine Aneinanderreihung von Vorurteilen über "sogenannte" Fans. Klar, Pyrotechnik ist verboten und wird es in Deutschland auf absehbare Zeit und aus rechtlichen Gesichtspunkten (Brandschutzbestimmungen etc.) auch bleiben, dennoch gab es von Seiten der Ultras auch eine hier angesprochene Kampagne, die zu Kompromissen bereit gewesen ist. Wie sich der DFB dazu verhalten hat, spottet einfach jeder Beschreibung und sollte mindestens genauso zum Anlass für Diskussionen genommen werden, wie die fast schon ritualisierte Empörung über das Fehlverhalten einiger Fußballfans. Der (Liga)fußball ist Teil der Alltagserfahrung vieler vor allem männlicher Jugendlicher, dass es da zu Fehlverhalten kommt, sollte nicht verwundern sondern immer wieder als Aufgabe verstanden werden, den Dialog zu suchen. Die jetzt wieder protegierten ordnungspolitischen Maßnahmen können mit Sicherheit erfolgreich sein, aber ein Konflikt löst sich nicht durch Verdrängung, sondern durch einen aktiven Dialog auf Augenhöhe mit den Teilen der Szene, die dazu nicht nur einmal Bereitschaft signalisiert haben.

    Ich war an dem Abend selbst im Stadion, ich stand mitten unter dem hier als "sogenannte" Fans bezeichneten sehr lebendigen Teil der Dresdner Fanszene und möchte klarstellen, dass ich dort weit mehr Reflektionsvermögen erlebt habe, als in einigen Kommentaren hier. Das Erlebnis Fußball, die Bühne, die einzigartige Möglichkeit sich als Anhänger eines der wohl lebendigsten und kreativsten Szenen in Deutschland über die regionalen Grenzen medial in Szene zu setzen, wurde an dem Abend nicht immer so wie ich mir selbst das gewünscht hätte umgesetzt, dennoch wünsche ich mir in der Diskussion mehr als nur den Wunsch, alles was den Event stört, einzusperren und auszugrenzen. Es gilt die Chance zu nutzen, sich mit der jüngeren Generation und ihrem Drang nach Anerkennung und Geltungsbewußtsein ergebnisoffen! auseinanderzusetzen, nur so können Entwicklungen wie in Italien verhindert werden.

    Pro Emotionen, pro Pyrotechnik.

    PS: Im Bezug auf Italien ist im vergangenen Jahr die lesenswerte Übersetzung eines von einem Teil der Dresdner Ultraszene zumindest teilweise mit herausgegebenen italienischen Buches erschienen, was sich sehr kritisch mit der Gewalt und der Lebenswelt der Ultras in Italien auseinandergesetzt hat: Tifare Contro. Eine Geschichte der italienischen Ultràs.

  • entejens
    November 3, 2011

    hallo martin,
    ich glaube, du verstehst nicht ganz, worum es geht: JA, es gab dinge, die schlimm/nicht schön/verboten/unangenehm/... waren bzw. sind. NEIN, sie sind nicht zu verharmlosen und dafür können andere (polizei/verein/...) nicht verantwortlich gemacht werden.
    ABER: die kritik hier und anderswo richtet sich gegen eine unausgewogene, bei gleichen "delikten" unterschiedliche bewertung seitens der medien, möglicherweise auch seitens der polizei/politik/verbände. man kann nicht in einem sendebeitrag (liveübertragung) pyrotechnik als das schlimmste in stadien überhaupt hinstellen und von idioten usw. reden, andererseits aber vollkommen gleiche bilder (nämlich das abbrennen von pyrotechnik bei anderen spielen) mit karneval das ganze jahr bezeichnen bzw bei berichterstattungen aus dem ausland sogar davon schwärmen wie schön das doch ist. man kann nicht seriös wirken, wenn immer nur von dynamo gesprochen wird (und ich rede z. b. vom zdf und nicht vom "lokalsender" mdr) und aus nicht zu erkennenden gründen nicht von anderen krawallen, die es zum selben anlaß auch gegeben hat und ähnlich krass gewesen sein sollen (ich mag hier nicht von "schlimmer" oder "nicht schlimmer" sprechen). man kann nicht davon sprechen, daß man "nur fakten" bringen will, aber nur eine seite von mehreren zu wort kommen läßt (ich denke, die fanbeauftragten von dynamo sind auch dem zdf bekannt, ansonsten weiß der einsatzleiter der polizei auf jeden fall, wer das ist, und den hätte man bei dieser gelegenheit fragen können). es hätte dem ganzen auf jeden fall mehr objektivität gegeben, wenn halt auch diese seite (nicht die randalierer wohlgemerkt) interviewt worden wären.
    stell dir vor, du fährst jeden tag zur arbeit im pulk schneller als erlaubt. und du stellst fest, nur du wirst jeden tag rausgefischt - ich denke, das würde bei dir auch frust hervorrufen, weil du dich ungerecht behandelt fühlst. ja, ich weiß, es gibt im unrecht keine gleichheit, aber medien sollten vor allem berichterstatter und nicht werter sein, deshalb trifft das mit der gleichheit eigentlich nicht zu.

    ein interessanter beitrag ist auch hier zu finden: http://publikative.org/2011/10/26/sogenannter-journalismus-wie-erzahle-ich-fusballrandale/

  • entejens
    November 3, 2011

    noch ein interessanter beitrag ... aus dortmunder sicht: http://www.schwatzgelb.de/2011-10-30_unsa-senf_wir-waren-beim-fussball-und-haben-es-ueberlebt.html

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