Wandertag bei „Sächsischer Zeitung“: Freie Mitarbeiter wollen Zeichen setzen

Die festangestellten Mitarbeiter der "Sächsischen Zeitung" werden Montag (14.4.2014) möglicherweise mehr als sonst zu tun haben: Denn die freiberuflichen Kollegen aus vielen Bereichen wie der Lokal- und Mantelredaktion oder des Magazins treffen sich zum ersten gemeinsamen Wandertag.

In einem Aufruf, der per Rundmail an die freien "SZ"-Mitarbeiter ging, ist zu lesen:

"Den ein oder anderen Aufstand im Kleinen, um auf die Widrigkeiten des Freien-Daseins unter dem Dach der Sächsischen Zeitung aufmerksam zu machen, gab es bereits, die Vernetzung im größeren Stil haben wir allerdings noch nicht geschafft."

Das soll sich nun mit diesem Wandertag ändern. Start ist Punkt 10 Uhr vor dem Haus der Presse, dem "SZ"-Hauptquartier. 30 freie "SZ"-Mitarbeiter haben sich dafür angemeldet – vielleicht schließen sich spontan noch weitere an. Die Teilnehmer stammen zum größten Teil aus der Lokalredaktion Dresden, aber auch aus den Lokalredaktionen Pirna, Freital, Riesa und Großenhain.

Vom Haus der Presse geht es mit der Straßenbahn Richtung Dresdner Heide. Dort will man aber nicht nur wandern, sondern auch reden:

"Streiks sind auch ein probates Mittel, um Öffentlichkeit für Missstände zu schaffen, aber wir wollen charmanter vorgehen und das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Der Wandertag soll zum einen der besseren Vernetzung dienen, denn es gibt zwar unzählige SZ-Freie, aber kaum Austausch untereinander. Zum anderen können wir natürlich trotzdem PR in eigener Sache betreiben - zum Beispiel mit einem Wandertags-Bericht, den wir nach der Aktion auf analogen und digitalen Wegen in der Welt verbreiten."

Ziel der Aktion ist auch, der Führungsebene der DD+V (Mutterhaus der "Sächsischen Zeitung") ein deutliches Signal zu senden, welchen Anteil an der täglichen Redaktionsarbeit auf den Schultern der freien Mitarbeitern liegt. Über die Arbeits- und vor allem Honorarbedingungen von freien Autoren und Fotografen in der sächsischen Medienlandschaft hatte Flurfunk Dresden erst kürzlich mit großer Ressonanz berichtet (vgl. Flurfunk Dresden vom 7.2.2014: "Honorare in der Lokalzeitung: 'Der Job ist nur noch was für Liebhaber'").

Die Ergebnisse des Treffens werden spätestens Dienstag hier im Blog zu lesen sein.

Nachtrag 14.4.2014, 8:39 Uhr: Wie zu hören ist, trifft sich heute und morgen der Gruner+Jahr-Vorstand in Dresden. Gruner +Jahr ist Mehrheitsanteilseigner der DD+V.

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